Verfolgerduell in Sevilla: Barça will Big Point im Titelkampf

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Der FC Barcelona gastiert am 25. Spieltag in La Liga zum Topspiel beim FC Sevilla, der Tabellendritte reist zum Tabellenvierten. Zwar verloren beide Mannschaften zuletzt in der Königsklasse, in der Liga präsentierten sich aber sowohl Barça und die Andalusier zuletzt aber in besserer Form.

16 Tage ist das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften erst her, da gastiert der FC Barcelona am Samstag (16:15 Uhr, live im Ticker auf Barçawelt.de

) erneut beim FC Sevilla. War der Grund der Dienstreise zuletzt noch das Halbfinal-Hinspiel in der Copa del Rey, steht nun ein möglicherweise richtungsweisendes Aufeinandertreffen im Liga-Alltag an (bevor es am kommenden Mittwoch im Pokal-Rückspiel zum nächsten Duell zwischen den beiden Teams kommt). Es sind packende Wochen für die Mannen von Ronald Koeman, die jüngst nach der deutlichen Niederlage gegen Paris Saint-Germain in der Champions League nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen den FC Cádiz hinauskamen, zuletzt aber im Nachholspiel gegen den FC Elche souverän mit 3:0 gewonnen haben.

Boden gutmachen im Titelkampf

Während es in den Pokalwettbewerben weniger gut läuft, hat Koeman seine Mannschaft in den vergangenen Wochen in der Liga zurück auf Kurs gebracht. Barça ist dort seit 14 Partien ungeschlagen, und weil Tabellenführer Atlético Madrid zuletzt etwas ins Schwanken kam, bestehen für die Katalanen sogar noch Restchancen auf die Meisterschaft. „Wir wissen, dass wir nur auf uns schauen dürfen. Die anderen Mannschaften werden auch noch Spiele verlieren, die Meisterschaft ist noch offen“, erkannte kürzlich Jordi Alba nach dem siegreichen Auftritt über Elche. Die Meisterschaft scheint Barças letzte Möglichkeit zu sein, eine weitere titellose Saison abzuwenden.

Um den Rückstand auf die Colchoneros weiter zu verringern, muss Barça gegen den FC Sevilla endlich einen Weg finden, gegen die direkte Konkurrenz und damit auch gegen Mannschaften auf Augenhöhe zu gewinnen. Bisher tat sich die Koeman-Elf stets schwer, wenn der Gegner ebenfalls darauf aus war, mit dem Ball zu arbeiten und nicht nur tiefstehend in der eigenen Hälfte auf (die wiederkehrenden) Fehler der Blaugrana zu lauern.

Das wurde zuletzt in der Königsklasse deutlich und ist auch daran zu erkennen, dass Barça sowohl gegen Sevilla als auch gegen die beiden Madrider Klubs in der laufenden Spielzeit noch nicht gewinnen konnte. Einzig in der Hinrunde holten Messi und Co. ein 1:1-Unentschieden gegen die Andalusier, Philippe Coutinho traf damals für die Blaugrana. Die folgenden Partien gegen Real und Atleti sowie das Pokal-Hinspiel gegen Sevilla gingen allesamt verloren. 

Araujo ist zurück – Pjanic fehlt

Coutinho (Meniskus-Operation) steht Koeman derweil weiterhin nicht zur Verfügung, ebenso wenig Sergi Roberto (Muskelverletzung) und Ansu Fati (Meniskus-Operation). Wegen Knöchelbeschwerden muss nun auch Miralem Pjanic kurzfristig pausieren.

Dagegen gibt es positive Nachrichten bezüglich Ronald Araujo: Der Innenverteidiger ist nach überstandener Knöchelverletzung nicht nur zurück im Mannschaftstraining, sondern steht auch wieder im Kader und ist somit eine Option für die wackelige Defensive, die dringend nach einem Stabilisator sucht. Ob Araújo auf Anhieb wieder spielen wird, entscheidet Koeman erst am Spieltag, doch „er steht im Kader und hat eine Chance, zum Einsatz zu kommen“ das bestätigte der Trainer vorab auf der Pressekonferenz.

Die vergangene Partie gegen Elche nutzte Koeman, um einigen Spielern eine Pause zu geben, so kam das Quartett um Sergio Busquets, Ousmane Dembélé, Sergiño Dest und Antoine Griezmann erst im Verlauf der Partie von Bank. In Sevilla könnten die vier Akteure wieder zur Anfangsformation zählen – und dort ein wichtiger Faktor werden.

Da Koeman mit seiner Mannschaft gerne die Spielkontrolle übernimmt, wird bei der Suche nach Lücken in der gegnerischen Hintermannschaft das Tempo im kommenden Aufeinandertreffen entscheidend sein. Borussia Dortmund zeigte zuletzt in der Champions League eindrucksvoll, wie die kompakte Defensive der Südspanier – mit erst 16 Gegentoren auf Augenhöhe mit Atleti – zu knacken ist. Barça legte derweil im letzten Duell vor rund zwei Wochen einen müden Auftritt hin und scheiterte damit folgerichtig. Grund genug für Koeman, nun genau dort anzusetzen.

Sevilla in bestechender Form

Der Gastgeber wird sich berechtigterweise gegen die Blaugrana gute Chancen ausrechnen, da sich die Elf von Trainer Julen Lopetegui aktuell in Hochform präsentiert. Klammert man die Niederlage in der Königsklasse einmal aus, gab es zuletzt zehn Pflichtspielsiege in Folge – in denen man nur einen Gegentreffer hinzunehmen hatte.

Die Defensive ist ganz klar das Herzstück der Mannschaft, die Innenverteidiger Diego Carlos und Jules Koundé bilden das vermutlich beste Defensiv-Duo der Liga. Darüber hinaus ist Schlussmann Bono nur schwer zu überwinden, wie Messi und Co. in der Copa schmerzlich erfahren haben, als sie gleich mehrfach an dem Marokkaner scheiterten. 

Die Offensive dagegen ist nicht sonderlich spektakulär, so gewinnt Sevilla häufig nur mit einem knappen Vorsprung. Im Angriff sorgt nahezu ausschließlich Youssef En-Nesyri für die Tore. 13 der insgesamt 34 erzielten Treffer gehen auf das Konto des Stürmers, der nicht nur seine Abschlussstärke, sondern auch ein hohes Tempo mitbringt – und so die Abwehr Barças vor Herausforderungen stellen wird.

Der FC Barcelona muss sich folgerichtig auf ein anderes Spiel als zuletzt gegen die Aufsteiger aus Elche und Cádiz einstellen. Trotz der hohen Belastung der vergangenen Wochen müssen die Spieler weitere Prozente zulegen, um nun endlich auch einmal gegen die direkte Konkurrenz zu gewinnen, weiter Boden auf die Tabellenspitze gutzumachen und schlussendlich die Chance auf wenigstens einen Titel in dieser Saison am Leben zu erhalten. 

 

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