Wiedererstarktes Barça, kriselndes Real und Messis Clásico-Flaute

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Im 181. Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid stehen die Königlichen bereits gehörig unter Druck. Die Katalanen könnten mit einem Sieg in der Tabelle am Rivalen vorbeiziehen und Zidanes Trainerstuhl noch mehr zum wackeln bringen.

Der Clásico steht wieder an, das größte Spiel Spaniens und zweifellos eines der größten im Weltfußball, doch an diesem Samstag (16 Uhr, Live im Ticker auf Barçawelt.de) unter nie dagewesen Vorzeichen und Umständen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Duelle zwischen Barcelona und Real Madrid wird dieses Spiel aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie ohne Zuschauer ausgetragen.

Nichtsdestotrotz büßt die Begegnung dabei keineswegs an Brisanz und Wichtigkeit für beide Seiten ein. Zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison kann man der Partie beileibe noch keinen vorentscheidenden Charakter im Kampf um die Meisterschaft zuschreiben, jedoch dürfte die Paarung gerade hinsichtlich des strammen Programms der kommenden Wochen entscheidend für die Stimmung im Umfeld der beiden Mannschaften sein.

Real Madrid schon in der Krise

Vor allem für Real Madrid ist der Clásico nach den beiden peinlichen Niederlagen gegen Aufsteiger Cádiz in La Liga und dem aufgrund mehrerer Corona-Infektionen dezimierten B-Team von Schachtar Donezk in der Champions League schon richtungsweisend, um die Negativ-Schlagzeilen zu beenden und den bereits jetzt unter Druck geratenen Cheftrainer Zinédine Zidane aus der Schusslinie zu nehmen. 

Die Kritik kommt nicht von ungefähr, da Real in der aktuellen Spielzeit bislang spielerisch selten überzeugen konnte und sich mehr oder minder zu den Erfolgen in La Liga mühte. Bei den beiden Pleiten zuletzt blieben nun auch noch die Ergebnisse aus. Die Marca sieht den Rekordmeister bereits “jeden Tag schlechter” und “im freien Fall”.

Zidane hält sich jedenfalls für „fähig, die Situation zu lösen“ und antwortete auf der Pressekonferenz der Blancos auf die Frage, ob er noch das Vertrauen der Verantwortlichen und Spieler spüre: “Ja von allen. […] In allen Spielen, in denen wir schlecht spielen, ist Kritik normal. Kritik bringt mich aber nicht dazu, mich zu ändern. […] Wir müssen es einfach besser machen.”

Sergio Ramos wohl dabei

Bei dem Versuch, einen besseren Auftritt hinzulegen, muss der spanische Rekordmeister allerdings auf einige wichtige Akteure verzichten. Neben Eden Hazard und Daniel Carvajal wird auch Reals immer noch junges Talent Martin Ødegaard verletzt fehlen.

Für Real wird daher besonders wichtig sein, dass Kapitän Sergio Ramos wieder auflaufen können wird – gegen Donezk fehlte der 34-Jährige leicht angeschlagen, am Donnerstag trainierte er dann nur individuell. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gab sich Zidane aber optimistisch, dass Ramos rechtzeitig fit wird.

Barça mit Jordi Alba – und wieder ohne Griezmann?

Barça hingegen kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen und hat außer Samuel Umtiti (Aufbautraining nach Knie-Problemen) und Stammkeeper Marc-André ter Stegen, der sich bereits wieder im Training befindet, für den der Clásico aber noch zu früh kommt, keine Ausfälle zu beklagen.

Jordi Alba hat sogar das grüne Licht der medizinischen Abteilung bekommen und steht nach überstandener Oberschenkelverletzung wieder im Kader – möglicherweise kommt er auch gleich wieder zum Einsatz, wenn man Koemans Aussagen auf der Pressekonferenz Glauben schenken darf: “Ich sehe es positiv, und wenn nichts passiert, könnte er morgen spielen.”  

Nach dem Kantersieg gegen Ferencváros Budapest in der Champions League, bei dem die Katalanen gegen einen sicher nicht erstklassigen Gegner nach schwierigem Beginn einen überzeugenden Auftritt hinlegten, wird nun speziell bei der Besetzung der Offensive interessant sein, auf welches Personal Koeman setzen wird. Vor allem Ansu Fati wusste einmal mehr zu begeistern, weshalb der 17-Jährige sich auch berechtigte Hoffnungen machen wird, in der Startelf zu stehen.

Koeman wird auch die Frage beantworten müssen, ob er den unter der Woche nicht zum Einsatz gekommenen Antoine Griezmann wieder in die Startelf beordert, oder ob die schnellen Flügelspieler Francisco Trincão oder Ousmane Dembélé ihre Chance bekommen, die beide gegen den ungarischen Meister eine gute Partie absolvierten. 

 

Koeman ließ sich auf der Pressekonferenz jedenfalls nicht in die Karten schauen: “Wie jeder Spieler hat auch er [Griezmann] die Chance zu spielen. Aber es ist nicht gut, jede Woche über seine Rolle zu diskutieren. […] Die Mannschaft ist das Wichtigste, und wir werden die besten Spieler für die Partie auswählen.”

Messi seit fünf Clásicos torlos

Gegen Ferencváros zeigte auch Lionel Messi – nach bisher eher durchwachsenen Auftritten in Folge seines geplatzten Wechsels im vergangenen Sommer – seine bisher beste Leistung der Saison. Für Barça wird es wichtig sein, dass der Rekordtorschütze (26 Tore gegen Real Madrid) an diese Leistung anknüpfen kann, insbesondere, da er in den letzten fünf Clásicos kein Tor erzielen konnte.

Sollte der Argentinier treffen, könnte er seine Rekordbilanz weiter ausbauen und Barça dabei helfen, die ewige Bilanz in La Liga wieder ausgeglichen zu gestalten – aktuell hat Real Madrid mit 73 Siegen einen Sieg mehr auf dem Konto als der FC Barcelona.

 

 

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