• Geburtsdatum: 05.01.1998
  • Geburtsort: Mataró, Spanien
  • Nationalmannschaft: Spanien U-19
  • Größe: 180 cm
  • Position: Mittelfeld
  • Bildquelle: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Karriere

VereinZeitraum
FC Barcelona (Jugend) 2005-2014
FC Barcelona (Juvenil B) 2014-2015
FC Barcelona (Juvenil A) 2015-2016
FC Barcelona B 2016-2018
FC Barcelona seit 2018

Der FC Barcelona wurde viele Jahre dafür bewundert, eine der, wenn nicht die beste Nachwuchsakademie der Welt sein Eigen nennen zu dürfen. Spieler wie Messi, Xavi, Iniesta, Busquets, Puyol oder Piqué bildeten viele Jahre lang das Gerüst der vielleicht besten Mannschaft, die wir je haben Fußball spielen sehen. Auf die Spitze getrieben wurde diese Konzentration auf eigens ausgebildete Spieler im Jahr 2012, als der damalige Trainer Tito Vilanova in einem Ligaspiel gegen UD Levante eine Elf auf den Platz schickte, die nur aus La-Masia-Absolventen bestand. Davon ist das Team in der gegenwärtigen Lage meilenweit entfernt. In den letzten Jahren schafften immer weniger Spieler den Sprung aus der berühmten Nachwuchsakademie in den Profikader. Darüber hinaus kehrten vielversprechende Talente wie Jordi Mboula (zum AS Monaco) oder Eric García (zu Manchester City) dem Verein den Rücken. Dass die Verantwortlichen von La Masia trotzdem immer noch in der Lage sind, herausragende Fußballer hervorzubringen, haben sie mit ihrem neuesten Streich bewiesen: Mit Carles Aleñá wird es zur Saison 2018/19 endlich wieder ein vielversprechendes Talent in den Profikader des FC Barcelona schaffen.

Der gleiche Weg wie Xavi und Co.

Wenn man sich Aleñás Geschichte anhört, wird man zwangsläufig daran erinnert, welchen Weg auch andere Ikonen des FC Barcelona bereits genommen haben. 2005 wurde Aleñá bei der berühmten Jugendakademie aufgenommen. In jüngeren Jahren konnte man Barcelonas neueste Errungenschaft als einen eher schmächtigeren Spieler beschreiben. Mit der Zeit entwickelte sich bei ihm jedoch eine recht beeindruckende Physis, die es ihm erlaubte, mit der Zeit auch in den älteren Jugendmannschaften des FC Barcelona eine starke Rolle einzunehmen. Dies führte dazu, dass er alle Jugendabteilungen des FC Barcelona durchlief und sich in Windeseile als eines der Toptalente im Klub etablieren konnte. So kam es dann, dass Carles Aleñá während der Saison 2015/16 das erste Mal bei den Profis der zweiten Mannschaft des katalanischen Klubs eingesetzt wurde und in der Folge einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft wurde. Das Debüt für die erste Mannschaft folgte schließlich im November 2016 in einem Cupspiel gegen Hércules Alicante. Das Debüt in der Primera División kam dann im April 2017. In der Folge entwickelte sich Aleñá zu einem wahren Publikumsliebling und einer der größten Hoffnungen aller Culés, den Klub wieder in eine neue, glorreiche Epoche zu führen. Der Vertrauensbeweis des FC Barcelona folgte schließlich zur Saison 2018/19, ab der Carles Aleñá endgültig einen fixen Kaderplatz in der ersten Mannschaft von Barça ausfüllen wird. Doch was macht ihn eigentlich zu einem solch großen Hoffnungsträger?

Spielweise: Der Prototyp eines La-Masia-Schülers

Als Carles Aleñá noch sehr viel jünger war als heute, wurde er von seinen Teamkollegen sehr oft Maradona genannt. Dieser Vergleich geht in erster Linie auf sein Äußeres und die damit verbundene Haarpracht zurück, sowie auf den Fakt, dass auch Argentiniens Fußballikone zwischen 1982 und 1984 für den FC Barcelona spielte. Fragt man jedoch danach, welche Spielertypen beide repräsentieren, so lassen sich hier klare Unterschiede herausarbeiten. Wenn man Carles Aleñá dabei zusieht, wie er seine Arbeit verrichtet, so fühlt man sich automatisch an andere La-Masia-Absolventen wie Xavi oder Iniesta erinnert. Diese Ballbehandlung, diese Ballsicherheit, diese Fähigkeit, das Spiel aus dem Zentrum heraus zu kontrollieren, und wie er das legendäre Kurzpassspiel forciert, für das der FC Barcelona so berühmt ist - all das macht Aleñá zum Vorzeigespieler von La Masia und damit auch zum prädestinierten Vorzeigespieler des gesamten Klubs. Er ist dabei ein sehr kompletter Spieler. So kann er ein Spiel diktieren, wie es bereits Xavi vor ihm tat, er kann sich zurückziehen und dabei gegnerische Angriffe verteidigen, wie Busquets es kann, er kann instinktiv die Richtung ändern und Konterangriffe einleiten wie Iniesta und er kann für Torgefahr sorgen wie Cesc Fabregas es vermag. Darüber hinaus verfügt er über ein passables Kopfballspiel und einen starken Distanzschuss. Es wirkt fast, als hätte man die besten Fähigkeiten der besten La Masia Absolventen der letzten Jahre zusammengenommen, um den perfekten Barça-Spieler zu erschaffen. Natürlich sind all diese Fähigkeiten noch nicht so stark ausgebildet wie bei den großen Vorbildern, aber das reine Potential dieses Spielers ist, im Hinblick auf die derzeit schon bestehenden Anlagen, enorm groß.

Der große Hoffnungsträger

Kein Wunder, dass die Erwartungen an Aleñá so groß sind. Die Fans des FC Barcelona wurden in den letzten Jahren zwar immer noch mit wunderschönem Fußball verwöhnt, jedoch ist eine schrittweise Entfernung von den absoluten Glanzzeiten, welche der FC Barcelona vor allem unter Pep Guardiola erlebte, unübersehbar. Viele Culés sehnen sich geradezu nach diesen Zeiten und würden gern eine Renaissance des von Guardiola kultivierten Spielstils sehen. Die zentralen Mittelfeldakteure dieser Epoche waren Xavi, Iniesta und Busquets. Kein Zweifel, dass auch Carles Aleñá das Potential hat, in einigen Jahren in einer Reihe mit diesen Namen genannt zu werden.