• Geburtsdatum: 15.05.1997
  • Geburtsort: Vernon, Frankreich
  • Nationalmannschaft: Frankreich
  • Größe: 178 cm
  • Position: Sturm
  • Bildquelle: LLUIS GENE/AFP/Getty Images

Karriere

VereinZeitraum
ALM Évreux (Jugend) 2004-2009
Évreux FC (Jugend) 2009-2010
Stade Rennes (Jugend, dann Profi) 2010-2016
Borussia Dortmund 2016-2017
FC Barcelona seit 2017

Ousmane Dembélé und der FC Barcelona – dass diese beiden Wege sich irgendwann kreuzen sollten, war aufgrund des immensen Talents und der Liebe zu den katalanischen Farben seitens Dembélé abzusehen. Die Transfersaga um Neymar Jr. sorgte jedoch dafür, dass Barça dringend Verstärkung auf der Außenbahn benötigte. So fielen alle Blicke auf den jungen Franzosen und man war den Forderungen der Dortmunder schutzlos ausgeliefert, da sich rumgesprochen hatte, dass Barcelona über Nacht 222 Millionen Euro zur Verfügung hat.

Der frischgebackene Weltmeister hätte sich diesen steilen Karriereanstieg wohl selbst nicht erträumen können. Ende 2015 startet seine Profikarriere in der ersten Mannschaft des französischen Erstligisten Stade Rennes, ehe Dortmunder Scouts auf den beidfüßigen Shootingstar aufmerksam wurden und sich so schon bald regelmäßig auf der europäischen Bühne präsentieren durfte. Dort sorgte er unter anderem mit furiosen Leistungen gegen Real Madrid und den FC Bayern für Aufsehen. Auch in der Èquipe Tricolore konnte er sich früh einen Namen machen, wo er mit Spielern wie Martial, Griezmann, Benzema, Lacazette, Giroud , Mbappé, Thauvin und Co. um einen Stammplatz konkurrieren darf.

Premierensaison von Rückschlägen geprägt

Bevor er sich richtig akklimatisieren konnte, musste er drei Monate aufgrund eines Oberschenkelmuskelrisses pausieren. In dieser Zeit implementierte der neue Coach Ernesto Valverde ein 4-4-2-System, welches ohnehin kaum Platz für Dembélé übrig hätte. Um zu verhindern, dass sich der Fitnesszustand des Youngsters während der Verletzungspause unnötig verschlechtert, orderte man sogar einen persönlichen Koch an, um den Körper optimal auf das Comeback vorzubereiten. Dieses Engagement zerschlug sich allerdings relativ zügig aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem Spieler und seiner Familie. Insgesamt verpasste er 27 Spiele verletzungsbedingt und wurde auch im fitten Zustand kaum von Valverde berücksichtigt. Nicht wenige Cules behaupten, dass die Nichtberücksichtigung von Ousmane Dembélé im Rückspiel des Champions League Viertelfinals der ausschlaggebende Punkt für das historische, blamable Ausscheiden gegen AS Rom war. Lediglich in den letzten fünf Minuten, beim Stand von 3-0 für die Italiener, hielt es Ernesto Valverde für nötig, offensiv Akzente zu setzen. Seine Sternstunde erlebte „Dembouz“ sicherlich im Rückspiel gegen den FC Chelsea, als er nicht nur mit einem traumhaften Rechtsschuss das schönste Tor des Tages erzielte, sondern auch mit einer astreinen Defensivaktion gegen Marcos Alonso ein sicheres Gegentor verhinderte.

Spielweise: Blitzschnell und unberechenbar

Die Erwartungen an ihn waren groß, als er so kurzfristig als Neymar-Ersatz vorgestellt wurde. Anders als der Brasilianer bindet Dembélé seine Mitspieler allerdings regelmäßig ein und verzichtet größtenteils auf Alleingänge. Schon bei seinem ersten Champions League Einsatz gegen Juventus wurde ersichtlich, wie viel Potenzial in dem Jungen steckt. Die gegnerische Abwehr konnte sich zu keinem Zeitpunkt auf ihn einstellen, nie war man sich sicher, ob er den Ball mit links oder mit rechts verarbeitet. Aufgrund seiner langwierigen Verletzung, die kurz darauf folgte, wurde es still um ihn und selbst Valverde schien ihm keine große Rolle in der Startelf zuzutrauen. Auch während seiner Auftritte für die französische Nationalmannschaft konnte er sich einen Namen machen, vor allem dank seiner Sprintgeschwindigkeit und Beidfüßigkeit. Während der Weltmeisterschaft 2018 in Russland konnte er sich zwar nicht oft auszeichnen, den Weltmeistertitel kann ihm dennoch keiner nehmen. Wenn er in Zukunft von schweren Verletzungen verschont bleibt und bei Barcelona regelmäßig eingesetzt wird, kann er das Offensivspiel der Franzosen, welches sich während des Turniers nicht mit Ruhm bekleckert hat, auf ein neues Level heben. Auch in Barcelona dürfte er ab sofort mehr Chancen erhalten.

Wirbel um erzwungenen Wechsel zum FC Barcelona

In Deutschland hinterließ Dembélé kein gutes Bild, als er sich in den letzten Wochen aus dem Verein streiken wollte. In einem Interview lässt Dembélé hinter die Fassade blicken und erklärt, dass er Barcelona in der Vergangenheit schonmal abgelehnt habe und er sich ein zweites Mal nicht verzeihen könne. Er dachte, dass sich der Verein nie wieder um ihn bemühen würde, falls er dieses Angebot ablehnt.