Abidal und Co. verteidigen die Transferpolitik

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Der FC Barcelona investierte in diesem Sommer mal wieder eine beträchtliche Summe in die Verstärkung des Kaders. Die vergangene Saison hat gezeigt, dass der Kader eventuell nicht die Breite geboten hat, die es braucht, um in allen drei Wettbewerben um den Titel mitzuspielen. Besonders das Aus in der Champions League, in welcher der katalanische Klub am AS Rom scheiterte und nach dem einige Spieler zu Protokoll gaben, platt zu sein, bleibt in Erinnerung. Umso bemerkenswerter ist es, dass Ernesto Valverde weiterhin auf einen Großteil der bisherigen Stammkräfte vertraut, sofern diese fit sind. So kommen die Neuzugänge Malcom, Clément Lenglet, Arthur und Arturo Vidal zusammen auf gerade einmal 1090 Minuten Spielzeit. Auf der Mitgliederversammlung des katalanischen Klubs verteidigte die Führungsriege nun ihre Transferpolitik.

Der brasilianische Neuzugang Malcom stand besonders im Fokus der Betrachtung, schaffte er es doch gerade einmal auf zwei Liga-Kurzeinsätze. Sportdirektor Éric Abidal nahm dies zum Anlass, um einige Worte zum Flügelstürmer zu verlieren. „Malcom ist ein Spieler, der auf beiden Flügeln spielen kann, für uns ist er ein Schlüsselspieler“, gab der Sportdirektor zu Protokoll. Abidal führte weiter aus: „Er hat uns 41 Millionen Euro gekostet, das ist eine beträchtliche Summe, aber er ist erst 21 Jahre alt.“ Die wenigen Einsätze des Brasilianers führten zu allerhand Gerüchten. Unter anderem sollen Tottenham Hotspur, Inter Mailand und der FC Arsenal an Malcom dran sein.

Neben Malcom nahm Abidal auch Bezug auf Lenglet. Durch die Verletzungen der beiden Innenverteidiger Samuel Umtiti und Thomas Vermaelen kommt der Franzose in den nächsten Spielen wohl vermehrt zum Einsatz. Abidal sagte zu ihm: „Er kann in der Abwehrzentrale links oder rechts spielen, ist schnell und engagiert. Er hat 35,9 Millionen Euro gekostet, aber wenn wir länger gewartet hätten, hätten wir mehr bezahlt.“

Ein Spieler, der in den letzten Wochen dadurch aufgefallen ist, dass er sich über geringe Einsatzzeiten beschwert hat, ist Arturo Vidal. Zu diesen Beschwerden äußerte Abidal sich nicht, sagte jedoch, dass man nach dem Abgang von Paulinho nach einem Spieler dieses Formates gesucht habe. Besonders die Eigenschaften Charakter und Erfahrung seien Teil des Anforderungsprofils gewesen und seien unerlässlich für den Gewinn von Meisterschaft, Pokal und Champions League.

Ein anderer Funktionär, der sich zu Barcelonas Transferstrategie äußerte, war Geschäftsführer Oscar Grau, welcher besonders die Transfergewinne in den Vordergrund der Diskussion stellen wollte. So wies er darauf hin, dass man beispielsweise beim Verkauf von Yerry Mina ein beträchtliches Transferplus erzielt habe. Der Kolumbianer sei demnach für 11,4 Millionen Euro gekommen und wurde für 30 Millionen abgegeben. Auch der Verkauf von Digne sowie die Leihe von André Gomes hätten zu keinerlei finanziellen Belastungen geführt.

Auch zur Personalie Paco Alcácer äußerte sich Grau. Demnach habe der Tabellenführer der Bundesliga, Borussia Dortmund, bereits erklärt, dass man die vereinbarte Kaufoption in dessen Leihvertrag ziehen werde. BVB-Sportdirektor Michael Zorc dementierte dies jedoch mit der Aussage, dass man mit Barcelona noch nicht über die Personalie gesprochen hätte. Außerdem wolle man zunächst Gespräche mit dem Spieler selbst führen. Ein Ziehen der Klausel wird jedoch nach wie vor als sehr wahrscheinlich angesehen, da Paco drauf und dran ist, sich in Dortmund zu einem Leistungsträger im Sturmzentrum zu entwickeln.

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