Atlético scharf auf den Rechtsverteidiger: Semedo vor dem Absprung?

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Nélson Semedo will den FC Barcelona verlassen. Das zumindest berichten katalanische Medien übereinstimmend. Barça könnte durch einen Verkauf zwar wichtiges Geld einnehmen, hätte dann aber ein gehöriges Problem auf der Rechtsverteidigerposition – obwohl zwei Talente in den Startlöchern stehen.

Verliert der FC Barcelona seinen etatmäßigen Rechtsverteidiger? Wie der katalanische Radiosender Catalunya Radio berichtet, ist Nélson Semedo unzufrieden mit seiner Rolle und will den Verein verlassen. Auch die Gazetten Mundo Deportivo und Sport berichten, dass der Portugiese vor dem Absprung steht – er soll Barcelona intern sogar schon über seinen Wechselwunsch informiert haben.

Semedo mit Spielzeit unzufrieden

Semedo sei mit seinen Einsatzzeiten unter Trainer Ernesto Valverdo unzufrieden und soll die ständige Bankrolle satt haben, heißt es. Der Portugiese saß in beiden Spielen gegen Liverpool anfänglich auf der Bank, im Copa-Finale gegen Valencia durfte er zwar beginnen, wurde aber zur Halbzeit ausgewechselt – ein fast schon üblicher Vorgang unter Valverde. Besonders in wichtigen Spielen setzt Barças Trainer lieber auf den gelernten Mittelfeldspieler Sergi Roberto als Rechtsverteidiger. 

Den Berichten zufolge ist Atlético Madrid stark an dem 25-Jährigen interessiert. Semedo besitzt eine Ausstiegsklausel in Höhe von 100 Millionen Euro, Barça will eigentlich nicht verkaufen. Eigentlich. Denn auf der anderen Seite benötigt der Verein Geld, um teure Neuzugänge zu finanzieren, namentlich Matthjis de Ligt und Antoine Griezmann, die beiden am heißesten gehandelten Spieler. Schon wird gemutmaßt, Barça könnte Semedo in einem Griezmann-Deal verrechnen. Die Zahl 50 Millionen schwirrt durch die spanischen Zeitungen. 

Wagué und Emerson und das Problem der Nationalität

Barça überlege nun – sollte man einem Verkauf zustimmen – ob man Moussa Wagué von Barça B hochzieht. Der 20-jährige Senegalese kam diese Saison auch schon ein paar Mal für die Profimannschaft zum Einsatz und ließ sein Talent aufblitzen. Ebenfalls unter Vertrag bei den Katalanen steht Emerson, ein 20-jähriger brasilianischer Rechtsverteidiger, der im Januar von Atletico Mineiro verpflichtet und umgehend an Real Betis ausgeliehen worden war.

Stand jetzt müsste der Brasilianer am 1. Juli zur Blaugrana zurückkehren, doch über seinem Namen steht ein großes Fragezeichen. Emerson kam lediglich sechs Mal für Betis in der Rückrunde zum Einsatz, kaum genug Spielzeit, um sich für Barcelona zu empfehlen. Zudem ist seine Nationalität ein Problem: Denn der Klub kann nur drei nicht-EU-Spieler im Kader haben, derzeit sind diese Kaderplätze durch Arturo Vidal (Chile), Arthur und Malcom (jeweils Brasilien) belegt. Aktuell ist es daher wahrscheinlich, dass der Klub eine erneute Leihe anstreben wird. 

Auf Wagué trifft die nicht-EU-Ausländerregelung übrigens nicht zu, für Spieler aus Afrika, den Pazifik- und Karibik-Staaten gibt es durch das Cotonou-Abkommen eine Sonderregelung – sie werden wie Spieler aus der EU behandelt. 

Falls Semedo also verkauft werden sollte, könnte das Wagués große Chance sein. Oder aber die Katalanen suchen einen neuen gelernten Rechtsverteidiger. 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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