Barça besetzt Vorstand neu und leitet rechtliche Schritte gegen Rousaud ein

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Der FC Barcelona hat sein Vorstandsgremium neu besetzt – ganz nach dem Geschmack von Präsident Josep Maria Bartomeu. Zudem verkündete der Verein, gegen das zurückgetretene Vorstandsmitglied Emili Rousaud rechtliche Schritte einleiten zu wollen.

Nachdem sechs Mitglieder des Vorstands des FC Barcelona letzte Woche zurückgetreten waren, haben die Katalanen das Board neu besetzt. Am Donnerstag hatten Emili Rousaud, Enrique Tombas, Silvio Elías und Josep Pont ihre Demission eingereicht, nachdem Präsident Josep Maria Bartomeu den Vorstandsmitgliedern sein Misstrauen ausgesprochen und diese zum Rücktritt aufgefordert hatte. Dem Rücktrittsgesuch schlossen sich anschließend auch Maria Teixidor und Jordi Calsamiglia an.

Am Ostermontag verkündete der Verein per Pressemitteilung die neuen Vorstandsmitglieder – ganz nach dem Gusto Bartomeus. „Auf Vorschlag des Präsidenten Josep Maria Bartomeu hat der Verwaltungsrat die Ernennung von Jordi Moix zum Vizepräsidenten für Wirtschaft und Vermögen, von Pau Vilanova zum institutionellen Vizepräsidenten, von Oriol Tomàs zum Vizepräsidenten für den Handelsbereich, von Marta Plana zur Sekretärin des Verwaltungsrates und von David Bellver zum Schatzmeister genehmigt“, heißt es in dem Statement des Klubs.

 

Xavier Vilajoana, bisher für den Amateurfußball zuständig, ist nun verantwortlich für Barça B, die Jugendteams sowie die Frauenabteilung, bisher hatte diesen Posten Silvio Elias inne. Javier Bordas verantwortet die Profimannschaft des FC Barcelona.

Bartomeu bekommt also seinen Willen, die restlichen Mitglieder votierten für seine Vorschläge. „Auf diese Weise werden Moix, Vilanova und Tomàs zu Bartomeus starken Männern“, schreibt die SPORT über die Ernennung der neuen Vorstandsmitglieder. Bartomeu war politisch innerhalb des Vorstands unter Druck geraten, nachdem überraschend auch Teixidor und Calsamiglia freiwillig von ihren Ämtern zurückgetreten waren. Letzterer hatte „Diskrepanzen bei der Führung des Klubs“ als Grund angegeben – sich gleichzeitig aber von den schweren Vorwürfen Emili Rousauds distanziert.

Dieser hatte öffentlich gegen Bartomeu geschossen und im Zusammenhang mit dem ‚Barçagate‘ getauften Social-Media-Skandal der Firma I3 Ventures Korruption und Veruntreuung innerhalb des Vorstands angedeutet und in einem Radiointerview gesagt: „Jemand hat die Hand in der Schatulle. 

Barcelona leitet Verfahren gegen Rousaud ein

Der FC Barcelona will nun gerichtliche Schritte einleiten. „Angesichts der schwerwiegenden und unbegründeten Anschuldigungen, die von Emili Rousaud, dem ehemaligen Vizepräsidenten des Klubs, in einer Reihe von Medieninterviews erhoben wurden, bestreitet der Vorstand kategorisch jede Handlung, die als Korruption bezeichnet werden könnte, und hat sich bereit erklärt, die entsprechende Strafverfolgung einzuleiten“, schreibt der Klub zudem in seinem Statement: „Der FC Barcelona kann keine Vorwürfe tolerieren, die dem Image der Institution ernsthaft schaden. Die strafrechtliche Maßnahme dient der Verteidigung der Ehre des Vereins und seiner Mitarbeiter.“ 

Barça betonte noch einmal, dass die Wirtschaftsprüfungsfirma PriceWaterCoopers (PWC) beauftragt wurde, die Situation rund um den Vertrag mit I3 Ventures „umfassend zu untersuchen“. „Der Vorstand hat zugestimmt, dass er nach Abschluss der Prüfung den Inhalt und die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen analysieren, veröffentlichen und auf der Grundlage des Endergebnisses seine Entscheidungen treffen und geeignete Maßnahmen ergreifen wird.“ 

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