Barça dementiert Verhandlungen mit Valverde

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In Länderspielpausen kommen immer sehr viele Gerüchte auf, da es ansonsten nicht viel über die Vereine zu berichten gibt. Barça ist dabei ein besonders willkommenes Thema, da Luis Enrique mit Saisonende seinen Hut nimmt und sein Nachfolger noch immer nicht offiziell feststeht. Ernesto Valverde stand bei vielen Medien hoch im Kurs und wurde als äußerst wahrscheinlich erachtet. Gestern berichtete der katalanische Fernsehsender TV3 sogar über Verhandlungen zwischen dem FC Barcelona und dem Athletic Club. Barça dementierte diese promt auf offiziellem Wege.

Am 25. März 2017 machte das Gerücht die Runde, Barça hätte den Athletic Club um Erlaubnis gebeten, Verhandlungen mit ihrem derzeitigen Coach Ernesto Valverde, dessen Arbeitspapier bei den Basken mit Saisonende ausläuft, zu führen. Valverde galt lange als vielversprechendster Kandidat, um die Nachfolge von Luis Enrique anzutreten. Erst kürzlich wendete sich das Blatt und nun wird der derzeitige Co-Trainer der Katalanen, Juan Carlos Unzué, in der Pole-Position um den Cheftrainer-Posten gesehen.

Weiter machte sich das Gerücht breit, dass Robert Fernández, technischer Sekretär bzw. Sportdirektor Barças, Ernesto Valverde für die Nachfolge Luis Enriques favorisiere, die Spieler hingegen wären klar für Unzué hieß es. Nun soll sich laut TV3 Fernández eben mit Valverde getroffen haben. Auch diese Meldung wurde zur gänze auf der offiziellen Website der Katalanen dementiert.

Es ist in der Tat so, dass sich in dieser Länderspielpause die Gerüchte um den FC Barcelona ein wenig überschlagen. Präsident Bartomeu traf sich laut Sport vor wenigen Tagen mit Mauricio Pochettino in einem Restaurant im Zentrum von Barcelona, um die Zukunft auf dem Trainerstul der Katalanen mit ihm zu besprechen. Diese Meldung wurde dann aber promt von der Mundo Deportivo dementiert. Pochettino sei auch weiterhin keine Option auf den Trainer-Posten bei Barça, hieß es von Seiten der Zeitung.

Insgesamt ist es in der Tat so, dass man unserer Meinung nach aktuell fast davon ausgehen muss, dass Unzué die Nachfolge von Luis Enrique antreten wird. Dieser Schritt würde genau in das Handlungsprofil des derzeitigen Präsidums passen, das auch damals unter Sandro Rosell Tito Vilanova zum Nachfolger Guardiolas ernannte. Seit der titellosen Saison von Tata Martino scheint man von einer externen Lösung Abstand nehmen zu wollen, was auch die Bestellung von Luis Enrique im Sommer 2014 als sehr logischen Schritt erscheinen ließ.

Nun will man das derzeitige Projekt ganz offensichtlich fortführen, was Unzué als prädestiniert für die Nachfolge erscheinen lässt. Kritiker mögen zurecht meinen, dass bei Barça ein Umbruch stattfinden müsse, da die spielerische Weiterentwicklung unter Luis Enrique trotz der großen Erfolge in den vergangenen beiden Spielzeiten verpasst wurde bzw. waren im Gegenteil eher Rückschritte zu erkennen. Sampaoli wurde daher von den Medien als passender Nachfolger angesehen, passt aber vermutlich nicht wirklich ins Profil der derzeitigen Führungsetage, da er als sehr willensstarker Charakter gilt, der schwer beeinflussbar ist. Unzué wäre durch seine Bestellung dem Präsidium in gewisser Weise zu großem Dank verpflichtet, da seine Chancen auf einen Job auf diesem Level ansonsten wohl relativ gering wären und wäre somit voraussichtlich beeinflussbarer als beispielsweise Sampaoli.

Unzué hat im Gegensatz zu Luis Enrique, der bei der AS Roma und dem RC Celta Praxiserfahrung auf hohem Level sammeln durfte, keinen derartigen Lebenslauf vorzuweisen. Dafür arbeitet er schon lange im Verein und kennt die Spieler gerade durch die letzten drei Jahre als Co-Trainer sehr gut. Ob das für den großen Wurf reicht, steht in den Sternen.

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