Barça-Präsident Laporta bricht Schweigen: “Super League eine Notwendigkeit”

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Endlich brechen der FC Barcelona und Joan Laporta ihr Schweigen hinsichtlich der Super League. Barça verbleibe nach wie vor im Verbund der Gründerklubs – denn die Super League sei “eine Notwendigkeit” angesichts Barças Finanzen. Doch das letzte Wort darüber hätten die Vereinsmitglieder.

Seit Sonntag bestimmt die Super League die Schlagzeilen und hält die Fußballwelt in Atem. Sonntag gegen Mitternacht verkündeten die Vereine ihre Gründung der umstrittenen Eliteliga, die mittlerweile schon wieder größtenteils pulverisiert ist. Nur ein Verein ließ sich Zeit und versendete sein Teilnahme-Statement erst am Montagmorgen: Der FC Barcelona. 

Seitdem überschlugen sich die Ereignisse, am Dienstag gab es quasi im Minutentakt neue Breaking News, Entwicklungen und letztlich auch Austritte. Es herrschte das blanke Chaos rund um die hochumstrittene elitäre Superliga der zwölf abtrünnigen Vereine, dem auch Barça angehört. 

Das Schweigen des FC Barcelona

Nur ein Verein wollte mit all dem Trubel so gar nichts zu tun haben, richtig: der FC Barcelona. Während andere Vereine Statements publizierten, ihre Austritte wieder verkündeten, die Brandherde löschten, während die CEOs von Juventus Turin oder Real Madrid öffentliche Interviews gaben, hielt sich Barça komplett bedeckt. So als habe man mit all dem gar nichts zu tun. Doch das Gegenteil ist der Fall. Barça ist weiterhin eines von nur noch drei verbliebenen Mitgliedern der Super League, neben Real Madrid und Juventus Turin, den beiden Haupt-Initiatoren des (vorerst?) gescheiterten Megaprojektes.

Nach langen fünf Tagen bricht der FC Barcelona nun also endlich sein Schweigen, genauer gesagt tut das Präsident Joan Laporta. Dieser hatte sich bis dato zur Causa Super League noch gar nicht geäußert. Lediglich Ronald Koeman trat am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Getafe-Spiel vor die Mikrofone und sprach kurz und widerwillig über das Thema.

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Laporta über Super League: Socios haben “das letzte Wort”

Nun, am Donnerstag, äußerte sich auch Joan Laporta gegenüber der der Sendung Esport3 des katalanischen Fernsehsenders TV3 endlich erstmals zur Super League. 

Während der FC Liverpool, Atlético Madrid, Manchester United, Manchester City, Tottenham Hotspur, der FC Arsenal, der FC Chelsea, AC Mailand und Inter Mailand allesamt wieder ihren Rückzug aus der Super League verkündet haben, das Projekt de facto implodiert ist und in Schutt und Asche liegt, verbleibt Barcelona weiterhin [formell] in der Super League. Das bestätigte Laporta auch, der gegenüber TV3 erklärte, die Super League sei “eine Notwendigkeit” – allerdings würden letztlich Barças Socios über eine Teilnahme an diesem Wettbewerb “das letzte Wort haben“.

Barça nehme eine “Position der Vorsicht” bei dem Thema ein, so Laporta, der ausführte: “Es muss ein attraktiver Wettbewerb sein, der auf sportlichen Leistungen basiert. Wir sind Verteidiger der Landesligen und wir sind offen für einen offenen Dialog mit der UEFA.”

Mit anderen Worten: Barça bleibt also einer der drei Teilnehmer des Traumprojektes von Real Madrids Präsident Florentino Perez, der bei Cadena SER über die Super League sprach. Begraben ist das Projekt also noch nicht – womöglich wird es nur irgendwann verbessert oder umstrukturiert. Das sagten sowohl Perez als auch Andrea Agnelli, Juventus-Boss und Super-League-CEO.

Barcelonas finanzielle Notlage sorge somit dafür, dass man der umstrittenen Eliteliga nicht den Rücken zuwenden kann oder will. Denn: “Wir tätigen sehr wichtige Investitionen, die Gehälter sind sehr hoch und all diese Überlegungen müssen unter Berücksichtigung der sportlichen Leistungen berücksichtigt werden”, so Laporta, der erklärt: “Es gab Druck auf manche Vereine – aber das Angebot existiert weiterhin.”

 

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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