Barça und die Sponsorensuche: Laut der ‘Sport’ Übereinkunft mit zwei multinationalen Unternehmen

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Die Verantwortlichen des FC Barcelonas sind sich einig: Um die begehrten Werte der Unabhängigkeit beizubehalten und in erster Linie die sportliche Qualität aufrechtzuerhalten, scheint es von dringenden Nöten, die Finanzen aufzubessern. Eine bewährte Möglichkeit, um den Etat der Vereinskasse aufzustocken, ist weiterhin der Werbeslogan, der auf der Vorderseite der Barça-Trikots prangt. „Sponsoren“ lautet also das Stichwort, um auch in den Transferperioden auf dem internationalen Spielermarkt tätig werden zu dürfen. Bisher erzielten die Katalanen noch keine Übereinkunft mit dem aktuellen Sponsor Qatar. Laut dem Magazin ‘Sport’ sollen jedoch zwei multinationale, finanzkräftige Unternehmen bereitstehen, um im Fall der Fälle einzuspringen.

Qatar hier, Qatar da

Nach dem traditionellen Verzicht darauf, das blaurote Trikot als Werbetafel zu missbrauchen, kam es 2006 zu einem Kooperationsabkommen mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF. Während der Klub jährlich einen Millionenbetrag für an HIV/AIDS erkrankte Kinder in Entwicklungsländern zur Unterstützung abtrat, durften die Trikots mit dem einprägsamen Logo der gemeinnützigen Organisation geschmückt werden. Die Melange mit UNICEF passte damals wie die Faust aufs Auge. Denn so sangen die Katalanen ein Loblied auf die Kommerzfreiheit und errichteten zugleich einen Appell an das soziale Engagement. Passend zu Barça Leitbild heißt es auf der offiziellen Webseite von UNICEF: „Jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf eine Kindheit – wir sind dafür da, dass aus diesem Recht Wirklichkeit wird.“ 

2010 verkündete der Barça-Vize Javier Faus, dass die Qatar Foundation, die vom US-amerikanischen Politikwissenschaftler Anthony Lake geleitete autonome Organisation, als Trikotsponsor auf der Vorderseite Einzug halten werde. Seither erinnert nur noch ein kleiner Abdruck auf der Rückseite der Sporthemden als Überbleibsel an die Zusammenarbeit mit UNICEF. 2012 unterzeichnete man dann einen Vertrag mit Qatar Sports Investment, sodass die Qatar Foundation von Qatar Airways ersetzt werden konnte. Qatar Airways ist eine Fluggesellschaft aus Katar mit Sitz in Doha. Bei der Foundation handelt es sich hingegen um eine private Stiftung, die 1905 von Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani gegründet wurde und sich ebenfalls in dem arabischen Emirat befindet.

Vereins-Präsident Josep Bartomeu und der Geschäftsführer von Dorna Sports & Moto GP Manel Arroyo sind bereits mehrfach nach Doha gereist, um den Kontrakt mit Qatar zu erneuern. Bislang gerieten die Verhandlungen aber immer wieder ins Stocken, weil der FC Barcelona einen Geldbetrag verlangte, welcher der Organisation allerdings zu hoch erschien.

Der Sponsorenvertrag mit Qatar war seit dessen Abschluss öfter in der Kritik, da der Stiftungsriese Berichten zufolge wohl auch die sunnitisch-islamistische Palästinenser-Bewegung Hamas unterstütze.

Viele Wege führen auf ein Trikot

Genug Gründe für Barça nach einer neuen Finanzspritze Ausschau zu halten. Tatsächlich habe der Verein Medienberichten zufolge in den vergangenen Monaten offenbar zwei multinationale Unternehmen bezirzen können. Beide Betriebe sollen wohl wirtschaftlich stark aufgestellt sein, trotz der Tatsache, dass weder die Firmennamen noch deren Arbeitsbereiche bekannt sind. Das Magazin ‘Sport’ bestätigt jedoch, dass die Angebote für das Sponsoreninvestment einen höheren Wert aufweisen sollen als das Geldpaket von 60 Millionen Euro, das Barça jede Saison von Qatar erhält.

Nach dem 30. Juni dieses Jahres wird das Vorzugsrecht Qatars verpufft sein, insofern sich die Geschäftsmänner vom Persischen Golf nicht mit Barças Verantwortlichen einig werden. Sollte dieses Szenario eintreten, plane der FC Barcelona im Juli oder August, einen neuen Sponsor öffentlich zu verkünden. Barça wird alles daran setzen, in der nächsten Saison nicht ohne Werbekürzel auf der Brust auflaufen zu müssen. Dennoch sei der Druck, der auf den Schultern von Bartomeu und seiner Gefolgschaft laste, verhältnismäßig gering, heißt es in der ‘Sport’ weiter. Eine Saison ohne Sponsor könne man verkraften und als Zeitraum nutzen, um ein angemessenes Angebot zu verhandeln. Sicher werden hier auch genaue Marktanalysen von Nöten sein, um Geldbeträge auch mit anderen Sponsorenabkommen, nationaler sowie internationaler Teams abzugleichen.

Wir werden das Geheimnis um Barças Trikot-Sponsor weiterhin verfolgen und spätestens dann lüften, wenn Messi und seine Teamkollegen zur Saison 16/17 das erste Mal ihre Stollen auf die Grasflächen setzen.

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