Barça: Unruhestifter Benedito vor Deadline Week

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Eines muss man Agustí Benedito ja lassen, der Kerl der am Thron von Barças Vorstand rüttelt, lässt sich für die oberste Chefetage des FC Barcelona nur extrem mühsam abschütteln. 10.715 Unterschriften hatte Benedito laut eigener Aussage bereits am vergangenen Donnerstag gesammelt. 16.570 Stimmen braucht der Katalane allerdings bis zum 27. September. Eine Deadline, die der Unternehmer nun scheinbar ignorieren möchte. Außerdem sei Präsident Bartomeu in Bezug auf die Vertragsverlängerung von Lionel Messi ein Lügner. Den stimmberechtigten Anhängern traut Benedito indes zu, zwischen dem aktuellen sportlichen Erfolg der Spieler und der institutionellen Misswirtschaft der Vereinspolitiker unterscheiden zu können. Wilde Zeiten in Katalonien. 

Augustí Benedito über …

… Messis Vertragsverlängerung:

Bartomeu hat gesagt, dass der Vertrag bereits unterschrieben ist, und dass nur noch das Protokoll fehlt. Die Sache ist aber die, dass dieser Vertrag ohne Leos Unterschrift nicht gültig ist. Selbst wenn sein Vater unterschrieben hat, braucht es die Unterschrift des Spielers. Das bringt die Sache nicht voran. Es könnte sein, dass Bartomeus Anwesenheit die größte Hürde dabei ist. Ich hoffe, dass der Präsident alles glaubwürdig erklärt. Denn es wäre nicht das erste Mal, dass er lügt.

… Barças Nachtrag für den verstorbenen Jacint Borras:

Ich kann mich glücklich schätzen, mit ihm Zeit verbracht und von ihm gelernt zu haben, er war ein beispielhafter Barcelonista. Aus diesem Grund stimme ich den Entscheidungen nicht zu, die vom Vorstand bezüglich der Umgangsweise mit seinem Tod getroffen wurden. Es hätte eine Schweigeminute geben sollen und ich kritisiere, so wie es viele Leute tun, dass er nicht die Behandlung bekommen hat, die er verdient gehabt hätte. Da gab es (in der Vergangenheit) zig Schweigeminuten für Leute, die keinen Lebenslauf wie Borras vorzuweisen hatten. Der Klub hat zu spät reagiert. Es gibt einige Socis, die meine Meinung teilen. Das war ein Fehler, den wir nicht vergessen werden. Natürlich würde ich mir wünschen, dass das nicht der Fall wäre, aber wenn 18.000 Socis darüber abstimmen wollen, ob Bartomeu weitermacht oder nicht, dann müssen sie (Anm.: der Vorstand) die Leute gewähren lassen. Die Vernunft muss siegen. Und wenn das alles vor Gericht enden muss, dann ist es wohl ratsam die Anzahl der Stimmzettel öffentlich beglaubigen zu lassen. 

… den Countdown für die Stimmensammlung:

Wir haben ein wenig mehr, als wir erwartet hatten, darüber freuen wir uns sehr. Wir haben noch 12 Tage vor uns, um den Rest der Unterschriften zu bekommen. Es ist eine große Aufgabe, aber eine die in der Zeit erreichbar ist. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Vorstand zu einem Votum bringen können, welches entscheiden wird, ob sie weitermachen werden oder aufhören müssen. 

… eine kontroverse Deadline:

Ich denke nicht einmal darüber nach, ihnen auch nur einen einzigen Tag von unserem rechtmäßigen Zeitraum, um Signaturen einzusammeln, zu schenken. Der Unterschied zwischen dem 27. September und 2. Oktober sind fünf Tage und ein Spiel im Camp Nou. Sie denken, dass wenn sie uns (den 2. Oktober) lassen, dass wir dann ein paar Tausend (Unterschriften) mehr bekommen. Wir werden, bis zu welchem Punkt es auch nötig sein wird, auf die Rechte der Socis zurückgreifen. 

… den Einfluss der guten Teamleistung:

Die guten Ergebnisse helfen dabei die Gemüter gut zu stimmen und ich denke, das hilft den Leuten dabei, das Misstrauensvotum mehr zu unterstützen. Die Socis können die sportlichen Aspekte von den Institutionellen unterscheiden. Am Tag des Derbys haben sie dem Team zugejubelt und dennoch haben viele unterschrieben. Das Gleiche passierte gegen Juve … Diejenigen, die einen neuen Vorstand wollen, sind sich darüber auch vollstens bewusst.

Auch Im Rahmen des gestrigen Ligaspiels zwischen dem FC Barcelona und Girona verpasste Agustí Benedito seine Gelegenheit nicht, um im katalanischen Raum weiter auf Stimmenjagd zu gehen.  Nur wenige Meter vom ‚Estadi Municipal de Montilivi‘ entfernt versammelte sich am Samstag eine kleine Schaar, die äußerst interessiert an dem Misstrauensvotum schien. Wie steht ihr dem Votum gegenüber?  Reine Stimmungsmache oder wichtiges Statement? Oder könntet ihr euch sogar mit dem bloßen sportlichen Erfolg der Mannschaft zufrieden geben? Und was würdet ihr euch für eine Zeit nach der ‚Ära Bartomeu‘ wünschen?

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