Brandrede! Laporta räumt nach Super-League-Urteil mit Märchen auf: „Nicht gegen nationale Ligen“

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Die Super League erzielt einen Sieg vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die UEFA, der mit einem Urteil die Monopolstellung im europäischen Fußball entzogen wird. Joan Laporta, Präsident des FC Barcelona, räumt in seiner Stellungnahme mit dem Märchen auf, wonach dieser neue Wettbewerb die nationalen Ligen angreifen soll.

EuGH-Urteil: Super League gewinnt gegen UEFA

Sie wurde unlängst für tot erklärt. Wird sie jetzt wieder lebendig? Die Super League hat mit ihren treibenden Kräften FC Barcelona und Real Madrid sowie ihrer Agentur A22 Sports Management am Donnerstag einen Sieg am Europäischen Gerichtshof errungen. Dieser entzog dem europäischen Fußballverband UEFA die Monopolstellung, in Europa internationale Spiele und Wettbewerbe auszurichten.

Nachdem ursprünglich zwölf Vereine Mitte 2021 das revolutionäre Vorhaben verkündet hatten, könnte es nun also theoretisch bald in die Tat umgesetzt werden. Die Macher um den Vorsitzenden Florentino Pérez würden gerne zur Saison 2025/26 starten.

Der Plan sieht ein System mit drei Ligen mit insgesamt 64 Klubs vor (16 in der Star und Gold League mit je zwei Achtergruppen, 32 in der Blue League mit vier Achtergruppen), die auf und absteigen können. Über eine eigens errichtete Streamingplattform namens UNIFY soll Zuschauern die Spektakel-Spiele kostenlos angeboten werden.

Viele Klubs nach wie vor gegen Super League

Problem: Nach dem gerichtlich grünen Licht haben sich zügig diverse namhafte Ligen und Vereine abermals öffentlich gegen die Super League gestellt, was eine Realisierung weiterhin kompliziert erscheinen lässt – obwohl die Klubs diesen Wettbewerb selbst nach eigenen Vorstellungen organisieren würden.

„Jetzt eröffnet sich eine historische Chance“

So wie Real und Pérez brachten auch Barça und Joan Laporta ihre Zufriedenheit über den EuGH-Entscheid zum Ausdruck. Das Oberhaupt der Blaugrana räumte damit mit dem Märchen auf, wonach die Super League die nationalen Ligen angreifen und ersetzen sollen. Etwas, das nie zur Debatte stand. Vielmehr richtet sie sich gegen die UEFA und deren europäischen Wettbewerbe Champions League, Europa League und Conference League.

„Ich will ganz klar machen, dass Barças Haltung in der Frage eines neuen europäischen Formats überhaupt nicht darauf abzielt, gegen die spanische Liga zu arbeiten. Absolut nicht! Auch generell nicht gegen die nationalen Ligen. Im Gegenteil! Mit einem besseren europäischen Wettbewerb und mit mehr Ressourcen für die Klubs werden die nationalen Ligen ausgeglichener und konkurrenzfähiger“, betonte der 61-Jährige.

„Jetzt eröffnet sich eine historische Chance, um zu versuchen, einige gravierende Probleme zu lösen, die die Zukunftsfähigkeit der großen Mehrheit der Klubs gefährden“, gab Laporta des Weiteren zu verstehen. Daher: „Wir glauben, dass der Moment gekommen ist, dass die Klubs – und vor allem die, die ihren Mitgliedern gehören, wie es beim FC Barcelona der Fall ist –, eine größere Kontrolle über ihren Weg, ihre Zukunft, ihre Nachhaltigkeit haben.“

Filip Knopp
Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist mit großem Fokus auf Spaniens La Liga.
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5 Kommentare

  1. Die Super League wird eher nicht kommen, aber jeder Gerichtentscheid, der diese korrupte Bande von UEFA und FIFA in die Schranken weist, ist Gold wert. Diese Verbrecher meinen doch machen zu können, was sie wollen. Wegen diesen Gestalten stirbt der Fußball irgendwann. Man dürfte eigentlich kein Spiel mehr schauen, so lange Typen wie dieser Infantino gewählt werden. Widerlich!!

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