Copa América: Vidals Chilenen holen sich den zweiten Sieg

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Mit einem 2:1-Sieg machte das chilenische Team rund um Arturo Vidal das Weiterkommen in der Gruppe C bei der Copa América perfekt. In einer ruppig und zeitweise unfair geführten Partie fokussierte sich der Mittelfeldspieler des FC Barcelona ganz aufs Zerstören.

Mit dem überzeugenden 4:0-Sieg gegen Japan feierte das Team der Chilenen rund um Arturo Vidal einen exzellenten Start in die Copa América. Gegen die Mannschaft aus Ecuador, die ihrerseits mit einer 0:4-Niederlage gegen die Uruguayer samt Barça-Stürmer Luis Suárez starteten, machte Chile dann das vorzeitige Weiterkommen in der Gruppe C perfekt. Obwohl Vidal im ersten Spiel gegen die Japaner angeschlagen ausgewechselt werden musste, startete er auch gegen Ecuador von Anfang an und unterstütze sein Team beim Erreichen des Viertelfinals.

Frühes Tor für Chile, Ecuador gleicht per Elfmeter aus

Die Chilenen machten dabei von Beginn an klar, dass sie nichts dem Zufall überlassen und die nächste Runde lieber früher als später klar machen wollten. Mit der ersten richtigen Chance in der achten Minute erzielten sie auch direkt das erste Tor der Partie. Nach einem Eckball landete der Ball schließlich bei José Fuenzalida, der mit einem trockenen Schuss in die untere linke Ecke abschloss und die Chilenen somit in Führung brachte.

Es entwickelte sich ein recht körperbetontes Spiel ohne klare Torchancen. Die meisten Angriffe wurden entweder gut verteidigt, von der angreifenden Mannschaft unzureichend zuende gespielt, oder rechtzeitig durch Fouls gestoppt. Für die Zuschauer in der Arena Fonte Nova war es deshalb zeitweise ein Spiel, das nur für wenig Begeisterung gesorgt haben dürfte. Die nächste klare Chance auf einen Treffer gab es somit erst in der 25. Minute, als sich Ecuadors Flügelstürmer Romario Ibarra durch die Mitte dribbelte und den Ball kurz vor dem Tor nach außen legte. Von dort stürmte Jhegson Méndez auf den Ball zu, wurde jedoch bevor er den Abschluss suchen konnte, innerhalb des Strafraums von Chiles Torhüter Gabriel Arias zu Fall gebracht – Elfmeter für Ecuador. Den fälligen Strafstoß verandelte Enner Valencia mit einem Gewaltschuss in die Mitte zum 1:1.

Bis zur Pause plätscherte das Spiel dann vor sich hin. Torchancen waren weiterhin Mangelware, jedoch war die Vielzahl der Fouls sehr auffällig, was sich auch in den Statistiken niederschlug. Beide Teams hatten jeweils drei Schüsse zu verbuchen, aber eben auch je 12 Foulspiele.

Sánchez trifft, Achilier fliegt

Im zweiten Durchgang zunächst das gleiche Bild. Beide Teams taten sich schwer, Chancen zu kreieren, verteidigten aber auch sehr diszipliniert und wenn nötig auch mit unfairen Mitteln. Die erste Tormöglichkeit markierte auch hier sogleich den ersten Treffer – und wieder waren es die Chilenen, die die Führung erzielten. Nach einer Flanke von Aránguiz war Alexis Sánchez im Rücken der Abwehr komplett frei. Der Flügelstürmer nahm die Flanke mit einem Direktschuss und verwandelte eiskalt in die untere rechte Ecke – 2:1 für Chile.

Die nächste Großchance gab es erst in der 64. Minute. Es war die Möglichkeit für die Chilenen, das 3:1 zu erzielen und in einem derart Chancen-armen Spiel den Deckel drauf zu machen. Nach einem weiteren Eckball von Aránguiz stieg Pulgar am höchsten, köpfte den Ball jedoch aus kürzester Distanz in die Hände des ecuadorianischen Keepers.

Die letzte nennenswerte Spielszene war eine der unrühmlichen Sorte. Nach einem Ellbogenschlag gegen Arturo Vidal sah Ecuadors Innenverteidiger Achillier rot. Die logische Folge einer derart ruppig und zeitweise unfair geführten Partie, an deren Ende insgesamt 44 Fouls und neun gelbe Karten zu Buche standen. 

Vidal spielt gut, sieht jedoch Gelb

Auch aus der Sicht eines Barça-Fans war es insgesamt ein unspektakulärer Abend. Zur Leistung von Arturo Vidal gibt es nur recht wenig zu sagen. Der Chilene machte im Großen und Ganzen ein gutes Spiel, leistete viel Arbeit in der Defensive, lief Räume zu, grätschte dazwischen, wenn es nötig war, ließ jedoch die offensiven Akzente in einer allerdings insgesamt kreativlosen und recht ungefährlichen chilenischen Mannschaft vermissen. Seine Defensivarbeit war jedoch von immensem Wert und so erstickte er viele Angriffe des ecuadorianischen Teams bereits im Keim. In die recht ruppig geführte Partie reihte sich der Krieger nahtlos ein und holte sich für ein Foul in der 86. Minute folgerichtig die gelbe Karte. In der Nachspielzeit wurde der Mittelfeldspieler ausgewechselt.

Für Vidal und sein Team bedeutete der Sieg gegen Ecuador das sichere Weiterkommen in der Gruppe C, an deren Spitze sie nun in der Tabelle stehen. Im letzten Gruppenspiel gegen Uruguay und Vidals Mannschaftskollegen beim FC Barcelona, Luis Suárez, geht es nun lediglich um den Gruppensieg. Uruguay selbst muss jedoch punkten, wenn die Celeste sicher weiterkommen möchte.

 

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