Coutinhos zweite Chance bei Barça? Setién: “Benötigt ideale Bedingungen”

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Könnte Philippe Coutinho beim FC Barcelona eine zweite Chance erhalten? Sollte Barça aufgrund der finanziellen Folgen der Corona-Krise seine Transferziele nicht verwirklichen können, könnte der Brasilianer die unverhoffte Verstärkung werden. Doch Quique Setién denkt, dass Coutinho eine ganz bestimmte Rolle auf dem Platz benötigt.

Der FC Barcelona ist auf der Suche nach Verstärkungen zur neuen Saison – immer wieder werden zwei große Transferziele genannt: Neymar und Lautaro Martinez. Doch ob diese Transfers beziehungsweise generell Transfers dieser Größenordnung in Zeiten der Coronakrise machbar sind, steht komplett in den Sternen. Gut möglich also, dass Barcelona in Sachen Verstärkungen umdisponieren muss, steht es um die Finanzen des Klubs doch alles andere als gutDas könnte zur Chance für einen Akteur werden, der eigentlich beim FC Barcelona auf dem Abstellgleis steht: Philippe Coutinho.

 

 “Coutinho benötigt idealen Kontext”

Vor nicht allzu langer Zeit wurde Coutinho als Schlüsselspieler und Puzzlestück beim Neuaufbau des Kaders erachtet, als Königstransfer avancierte er zum teuersten Neuzugang der Vereinshistorie. Doch wenig später wollte Barça ihn schnellstmöglich wieder los werden. Aktuell an den FC Bayern München ausgeliehen, deutet alles darauf hin, dass der Brasilianer zum FC Barcelona zurückkehrt, da Bayern die Kaufoption in Höhe von 120 Millionen Euro nicht ziehen wird. Sollten die Katalanen ihre Wunschspieler Neymar und Lautaro Martinez nicht bekommen beziehungsweise Coutinho nicht veräußern können, könnte dieser einen zweiten Anlauf bei Barça starten. 

“Coutinho ist ein großer Spieler, er gefällt mir sehr. Grundsätzlich ist er ein Barcelona-Spieler”, äußerte sich Quique Setién beim Radiosender RAC1 vor wenigen Tagen erstmal zurückhaltend höflich über den Brasilianer: “Er müsste natürlich zurückkommen wollen. Ich muss mit ihm sprechen, um ihn zu fragen.” 

Doch hätte Coutinho, den Barça im Sommer unbedingt loswerden wollte, überhaupt einen Platz in Setiéns System? “Ich kenne ihn nicht persönlich, habe aber den Eindruck, dass er einen idealen Kontext und adäquate Bedingungen braucht, um sich als Fußballer auszudrücken”, äußerte sich Setién in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung konkreter über die Personalie.

Setién sieht Coutinho im Zentrum

Barcelonas Trainer denkt, dass Coutinho eine bestimmte Rolle auf dem Platz einnehmen muss, um zu funktionieren: “Eine große Rolle spielt die Art, wie man ihn spielen lässt, welchen Protagonismus man ihm zugesteht. In Barcelona ist die Hauptdarstellerrolle allerdings immer für denselben reserviert (Lionel Messi, Anm. d. Red.). Damit muss man umgehen”, so Setién über den Rekordtransfer der Blaugrana.

Unter Setiéns Vorgänger Ernesto Valverde spielte Coutinho verschiedene Positionen, so wirklich wohl fühlte er sich auf keiner, weder im zentralen Mittelfeld, noch auf dem Flügel. “Als er hier war, kam ihm das Barça-Spiel nicht entgegen”, bilanziert auch Setién und erklärt: “Er war in einem 4-4-2 an die Außenbahn gedrängt, musste hin und wieder den gegnerischen Außenverteidiger verfolgen, weil innen die Räume durch Luis Suárez und Lionel Messi besetzt wurden.”

Das sei aber nicht die Stärke des brasilianischen Nationalspielers, in dieser Rolle könne er seine Qualitäten nicht entfalten. Beim Radiosender Onda Cero legte Setién nach und sagte, dass Coutinho im Zentrum viel besser aufgehoben ist: “Wenn er sich innen bewegt, anstatt außen zu spielen, kann er dir viel [Positives] geben.”

 

Setién deutete also an, dass Coutinho unter ihm im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen könnte – so ihn der FC Barcelona denn behalten sollte. Für diese Rolle wurde Coutinho ursprünglich verpflichtet, schließlich sollte er der Nachfolger von Andres Iniesta werden. “Er hat viel Qualität und er bietet in reduzierten Räumen viele Lösungen an. Von seiner Art gibt es nicht viele Spieler”, so Setién in der SZ. Der Trainerwechsel von Valverde zu Setién, er könnte für Coutinho eine zweite Chance bei der Blaugrana bedeuten.

Womöglich führt die Corona-Krise dazu, dass er beim FC Barcelona doch noch Fuß fasst – ob freiwillig oder notgedrungen. Sofern Coutinho und der Klub keine lukrativen Angebote vorliegen haben sollten – und sofern der sensible Brasilianer die idealen Bedingungen bei Setiéns Barça diesmal vorfinden kann.

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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