Einigung mit Juventus: Suárez’ bürokratisches Problem

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Luis Suárez hat beim FC Barcelona keine Zukunft mehr, er steht dicht vor einem Wechsel zu Juventus Turin. Mit Juve soll sich der Uruguayer bereits einig sein, nun müssen sich die Klubs einigen. Doch es gibt auch noch ein bürokratisches Problem zu lösen.

Luis Suárez erlebt womöglich gerade seine letzten Tage im Dress der Blaugrana, jedenfalls im Trainingsleibchen. Der Uruguayer steht ganz oben auf der Verkaufsliste des FC Barcelona, Ronald Koeman hatte ihm per Telefongespräch mitgeteilt, dass er in den Planungen des Niederländers für die neue Saison keine Rolle spielen wird. 

Juve will Suárez ablösefrei holen

Berichten zufolge soll Suárez von Juventus Turin nicht nur heiß begehrt sein, der Mittelstürmer soll sich sogar schon mit der ‘Vecchia Signora’ einig sein. Nun müssen sich noch die beiden Klubs einigen – was schwieriger werden dürfte. Denn sowohl Suárez selbst als auch Juventus sind an einer Vertragsauflösung interessiert, sodass Juve keine Ablöse für den 33-Jährigen zahlen muss.

Barça strebt laut Mundo Deportivo aber einen Deal wie bei Ivan Rakitics Wechsel zum FC Sevilla an, will zumindest eine kleine Ablöse einstreichen samt optionaler Bonuszahlungen. Dem muss Juve nun noch zustimmen, die nächsten Tage werden von Verhandlungen geprägt sein. Geplant ist jedoch, dass der Transfer im Optimalfall schon nächste Woche über die Bühne gehen soll.

 

Bis dahin, heißt es bei ESPN, würde Suárez nicht mit der Mannschaft, sondern abseits von ihr trainieren, allerdings nahm er am Samstag mit den Kollegen am Training teil, lediglich beim abschließenden Trainingsspiel war er außen vor – womöglich, um keine Verletzung zu riskieren. Das Gleiche gilt auch für Arturo Vidal, der dicht vor einem Wechsel zu Inter Mailand steht. Auch hier soll es bald Gewissheit geben, auch der Chilene könnte für eine symbolische Ablöse plus Bonuszahlung nach Italien wechseln. Beide Akteure haben noch ein Jahr Vertrag bis 2021, da Inter und Juventus wissen, dass die Spieler beim FC Barcelona auf der Abschussliste stehen, sind sie in der besseren Verhandlungsposition.

Nicht-EU-Regelung als Hindernis

Bevor Suárez aber das grüne Licht bekommt, um in die Serie A wechseln zu können, muss er gemäß Transfermarkt zudem auch noch ein bürokratisches Problem lösen. Bei Juve wäre er – anders als beim FC Barcelona – EU-Ausländer. In La Liga reichte der italienische Pass seiner Frau Sofia Balbi, um nicht als EU-Ausländer zu gelten, doch in der Serie A kann der Uruguayer diese Regelung nicht umgehen. Er müsste also entweder den spanischen Pass beantragen (das können Profis tun, die mehr als sechs Jahre in Spanien spielen) oder mit Hilfe seiner Frau den italienischen. 

Selbst wenn sich Juve und Barça über einen Transfer in den kommenden Tagen einig werden sollten, kann dies den Wechsel von Luis Suárez nach Italien also noch aufschieben. 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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