Ex-Vorstandsmitglied Javier Bordas: “Mbappé hätte für 100 Millionen kommen können”

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Javier Bordas plaudert aus dem Nähkästchen. Das zurückgetretene Vorstandsmitglied des FC Barcelona gewährte Einblicke in die Transferpolitik Barças und offenbarte, dass die Katalanen sich gegen die Verpflichtungen von Kylian Mbappé und Erling Haaland entschieden.

Er war einer der engsten Vertrauen von Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu und leitete seit vielen Jahren im Vorstand des FC Barcelona die Geschicke des Vereins. Nun gab das zurückgetretene Vorstandsmitglied Javier Bordas der Mundo Deportivo ein Interview, in dem Bordas tief blicken ließ und einige verpasste Transferziele offenbarte.

“Robert Fernandez zog Dembélé Mbappé vor”

So erklärte Bordas, dass Barça im Sommer 2017 die Chance gehabt hätte, Kylian Mbappé zu verpflichten – man sich aber für Ousmane Dembélé entschied: “Als wir kurz davor standen, Dembélé zu verpflichten, rief mich Minguella [ehemaliger Spielerberater und Agent, Anm. d. Red.] an und teilte uns mit, dass Mbappé in Reichweite sei. Ich habe mit Bartomeu gesprochen, und er sagte mir, ich solle mir das ansehen. Ich rief Mbappés Vater an, und dieser sagte mir, dass er nicht nach Madrid gehen würde, weil Cristiano, Benzema und Bale dort spielten – aber er könne zu Barça kommen, weil Neymar nicht mehr hier war. Der Präsident von Monaco zog es vor, dass er zu Barça wechselte, um den direkten Rivalen PSG nicht zu stärken. Und für 100 Millionen Euro hätte es auch über die Bühne gehen können. Aber Robert Fernandez [damaliger Sportdirektor Barcelonas, Anm. d. Red.] zog Dembélé vor, und Pep Segura [damaliger Sportchef] unterstützte ihn. Die Erklärung war, dass Mbappé für sich selbst und Dembélé für die Mannschaft spiele. Und da ein Flügelspieler wie Neymar wegging, zog Robert einen Flügelspieler einem Abschlussspieler vor.”

“Habe Haaland, Ferran Torres und Olmo empfohlen”

Bordas sprach auch über andere verpasste Transfers, die seiner Meinung nach möglich gewesen wären: “Ich habe einige Verpflichtungen empfohlen: Haaland, Ferran Torres, Dani Olmo für 20 Millionen. Ich hätte auch Monchi [Sportdirektor des FC Sevilla, Anm. d. Red.] an Land ziehen können, zusammen mit Jordi Cruyff und Thierry Henry. Monchi als Sportdirektor, Jordi für den Jugendfußball, Henry als Verbindungsstück zur Kabine. Ich hatte das eingerichtet. Aber dann kam Pep Segura…”

Barcelona entschied sich im Winter 2020 dann dagegen, Erling Haaland von Red Bull Salzburg zu verpflichten. Bordas erläutert im Gespräch mit der Mundo Deportivo die Gründe dafür: “Man sagte mir, er wäre kein Spieler vom Modell Barças. Ich verstehe, dass Bartomeu auf die Sportdirektoren hört, aber die Wahrheit ist, dass diese Spieler hätten kommen können. Aber natürlich weiß man nicht, welche Leistung sie erbracht hätten.”

“Waren nah dran, Neymar zurückzuholen”

Bordas sprach auch noch einmal über die Neymar-Saga im Sommer 2019, als der FC Barcelona vergeblich mit Paris Saint-Germain über eine Rückholaktion feilschte. Ex-Vorstand Bordas versicherte, dass Barça alles dafür tat, den Brasilianer zurückzuholen. “Ja, wir meinten es ernst. Ich bin persönlich hingeflogen, wir waren sehr daran interessiert, dass er kommt, wir haben es auf jegliche Art und Weise versucht und waren nah dran. Wir waren so nah dran, dass sogar Neymar dachte, er würde zu uns wechseln, auch ich glaubte das. Wäre er gekommen, hättest du Valverde vielleicht nicht rauswerfen oder Braithwaite verpflichten müssen. Im Fußball gibt es Momente, in denen du die Dinge richtig machen musst, Neymar war entscheidend. Aber von der finanziellen Seite her war der Klub sehr besorgt. Es gab ein Limit, dieses konnte man nicht überschreiten.”

 

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