FC Barcelona B – Eine Saison im Schwarz-Weiß-Kontrast (Teil 1)

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Wer hätte das noch für möglich gehalten? Die Barça B kratzte irgendwie noch die Kurve und schloss die Spielzeit 2013/14 mit dem dritten Platz äußerst erfolgreich ab. Doch das Bild trügt! Das Saisonende spiegelt nicht wirklich die gesamte Saison der Katalanen wider. Dieser fantastischen Rückrunde ging eine äußerst schwache Hinrunde hervor. So war die Angst, dass die Katalanen absteigen könnten, präsenter denn je. In dem zweiteiligen Saisonrückblick werden wir einen genaueren Blick auf die vergangene Spielzeit der Barça B werfen.

Die Hinrunde der Barça B

Fehlende Offensivpower

Noch während der Hinrunde der Saison 2012/13 hatte die Barça B mit 47 Toren die stärkste Offensive vorzuweisen. Weiterhin muss noch erwähnt werden, dass die Katalanen in der Hinrunden-Tabelle damals noch auf dem fünften Platz rangierten. Etwas, was in der vergangenen Spielzeit nicht behauptet werden konnte. In der Hinrunde der Saison 2013/14 ließ die B-Mannschaft des FC Barcelona jegliche Torgefahr vermissen, für die sie so sehr bekannt war. Nur maue 28 Tore konnten erzielt werden, bei 30 Gegentoren macht das eine Differenz von minus zwei. Zudem belegten sie nur den 15. Tabellenplatz, mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Zwischenzeitlich befanden sich die Katalanen sogar genau dort. Doch was waren die Gründe für dieses schwache Abschneiden? 

Mangel an Selbstvertrauen?

Nach einem relativ guten Start in die Saison 2013/14 fiel die Barça B in ein ganz tiefes Loch. Über eine lange Zeit konnten die Spieler nicht ein einziges Match siegreich gestalten. Es schien so, als ob das Selbstvertrauen fehlen würde. Die Neuzugänge Edu Bedia oder auch Denis Suárez schienen sich nicht richtig integrieren zu können. Bezeichnenderweise war es auch noch ein Markenzeichen, dass die ‚Blaugrana‘ hauptsächlich in der zweiten Hälfte zahlreiche Gegentreffer kassierte. Sobald es dazu kam, ging nichts mehr. Für den Zuschauer war es deshalb ein Leichtes, den Endstand schon vor Anpfiff vorherzusagen. Bereits vor der Partie war es zu diesem Zeitpunkt zumeist klar, dass kein Sieg herausspringen würde. Scheinbar manifestierte sich dieser Gedankengang auch bei den Akteuren von Trainer Eusebio Sacristán. Motivationslos wurden die 90 Minuten heruntergespielt – wenn es überhaupt dazu kam. Für viele war die Partie scheinbar schon nach 80 Minuten beendet. Dementsprechend verbuchten die gegnerischen Mannschaften auch viele Treffer in der Schlussphase – ein Problem, welches sich bereits in der Saison 2012/13 abzeichnete.

Fehlende Defensivqualität

Wie kann die Defensive beurteilt werden? Zugegeben, dies fällt uns etwas schwer. Natürlich war diese während der Hinrunde nicht der sicherste Rückhalt, doch darf hierbei nicht einzig und allein auf die Viererabwehrkette eingedroschen werden. Bekanntlich fängt die Defensivarbeit ja ganz vorne an. Doch das Pressing – wenn es überhaupt dazu kam – fand nur äußerst sporadisch statt. Das Mittelfeld konnte leicht überbrückt werden. Es mangelte schlichtweg an Dynamik, an Bewegung. So war es nicht verwunderlich, dass die Abwehrkette öfter in Bedrängnis gebracht wurde. Denn nicht nur die Defensivarbeit in den vorderen Reihen war schlecht, sondern auch die Rückwärtsbewegung. Die Hintermannschaft wurde schlichtweg im Stich gelassen. Auch erwähnt werden muss, dass bei eigenem Ballbesitz weiterhin das Problem des Mangels an Bewegung präsent war. Die Verteidigung des Balles ist schließlich auch eine Art der Verteidigung, denn es verwehrt dem Gegner alle Möglichkeiten eines gefährlichen Angriffes. Da der Ball eher unkontrolliert durch die Reihen der Barça B lief und kein richtiges Konzept zu sehen war, war es für den Gegner ein Leichtes, Gefahr auszustrahlen.

Des Weiteren war die Quote der Fehlpässe schlichtweg zu hoch. Die Verteidigungsreihe wurde nicht nur durch den Gegner bedrängt, sondern auch durch ihre eigenen Mitspieler. Wenig Anspielstationen führten zu vielen Ballgewinnen für das gegnerische Team, teilweise gefährlich nahe vor dem eigenen Strafraum. Für Mannschaften, die das schnelle Umschaltspiel beherrschen, ein wahres Geschenk. Aber nicht nur die Verteidigung galt als große Problemzone der Barça B. Das Verteidigen von Standards erwies sich ebenso als eines der größten Probleme. Zumeist stimmte dabei die Zuordnung nicht. Eckbälle galten, wie bei der ersten Mannschaft, als ‚gefälschter Elfmeter‘. Es war niemals klar, ob die Akteure den Raum oder doch den Gegenspieler decken. Schlussendlich war es wohl eine Mischung aus beidem – die Folgen waren fatal.

Insgesamt konnten die Akteure der Barça B also nicht unbedingt auf eine gute Hinrunde zurückblicken. Es musste etwas passieren, damit es nicht zum Worst-Case-Szenario, also dem Abstieg, kommt. Dazu bald mehr in unserem zweiten Teil des Saisonrückblicks.

Hinrundenbilanz auf einen Blick

Spiele Siege Unentschieden Niederlagen Tore Differenz Punkte Tabellenplatz
21 8 3 10 28:30 -2 27 15

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