FC Barcelona B gegen FC Girona: Halilović sorgt für glücklichen 1:0-Sieg

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Endlich! Die zweite Mannschaft des FC Barcelona konnte nach längerer Durststrecke wieder gewinnen. Diesmal ging es nicht gegen irgendeinen Gegner, denn man spielte auswärts gegen den Tabellenführer aus Girona. Mit der letztwöchigen Niederlage gegen Albacete im Hinterkopf, die zum damaligen Zeitpunkt auf dem letzten Tabellenplatz standen, war die Rollenverteilung also relativ klar definiert. Die Partie lief so ab, wie man es auch erwarten konnte. Der FC Girona übte sehr viel Druck aus und zwang die Barcelona B in die eigene Hälfte. Sie erspielten sich viele Torchancen, doch die Akteure von Girona scheiterten am eigenen Unvermögen. Letztendlich war es der Kroate Alen Halilović, der nach einem schönen Solo das Siegtor in Messi-Manier erzielen konnte. Aufgrund des Sieges klettert die Barça B nun auf Rang 12, die Gastgeber fallen vom ersten auf den dritten Platz.

Die Position des Torhüters bekleidete wie schon immer in dieser Saison der etatmäßige Keeper Ortolá. Die Abwehrreihe zeigte sich modifiziert. Diagné agierte als Rechtsverteidiger, Edgar lé wurde als Linksverteidiger aufgeboten, obwohl er bei der zweiten Mannschaft zuvor noch nicht auf dieser Position aufgeboten wurde. Die Innenverteidigung bestand aus Roberto Costa und Bagnack. Im Mittelfeld wurden Pol Calvet, Alen Halilović und Gumbau aufgestellt. Das Sturmtrio bestand aus Sandro Ramírez, Dongou und Adama Traoré.

Barça B kann sich nicht befreien, Girona baut enorm viel Druck auf

Viel Hoffnung hatten die Culés wohl nicht, nachdem man im Laufe der ersten Halbzeit ansehen musste, welchen immensen Druck der FC Girona ausübte. Ein Gegentreffer lag in der Luft und trotzdem schaffte es die zweite Mannschaft des FC Barcelona, unbeschadet davon zu kommen. Dies lag allerdings nicht an der eigenen Defensive, sondern am Unvermögen der Offensive von Girona. Speziell nach Standards zeigte sich die Heimmannschaft äußerst gefährlich. Vor allem deswegen, weil die Barça B eben nach Standardmöglichkeiten viele Gegentreffer in der laufenden Saison kassiert hat. Oft konnte der Ball nur halbherzig in das Zentrum abgewehrt werden, sodass sich viele Nachschussmöglichkeiten anboten. Weiterhin nahmen die Gironistas der Blaugrana ziemlich oft und lange den Ball weg. Dies zeigt sich unter anderem auch in der Ballbesitzstatistik, die verdeutlicht, dass Girona über 50 Prozent Ballbesitz hatte (insgesamt 56:44 Prozent). Somit sah sich die Barcelona B einer Stärke beraubt. Da das Spiel der Blaugrana auf die starke Technik und weniger auf die Physis ausgelegt war, sah man sich in diesem Sinne wieder im Nachteil. Die feinen Techniker kamen schlichtweg nicht zum Zug.

Es ist ein Wunder, dass die FC Barcelona B nicht in Rückstand geriet. Der FC Girona war die deutlich stärkere Mannschaft – spielerisch, physisch und taktisch. Nur der eigenen Chancenverwertung war es geschuldet, dass man nicht schon in Führung lag. Ansonsten spielte Girona so, wie es sich für eine Mannschaft, die auf dem ersten Platz steht, gehört: kontrolliert und zielstrebig.

Alen Halilović macht den Messi und beschert der Barça B den Sieg

„Früher oder später wird das Tor fallen”, dachten sich die Gironistas. Immerhin war man die deutlich stärkere Mannschaft und erspielte sich auch nach Wiederanpfiff noch einige weitere Torchancen. Am Ende war es eine Torschussstatistik von 35:7. Trotz der vielen Schüsse war letztendlich Barça B der lachende Gewinner – und wie! Spielminute 63: Halilović am Ball. Die gesamte Mannschaft von Girona war aufgerückt und Alen kriegt die Kugel in der eigenen Hälfte. Er sieht, dass hinten ein großes Loch ist. Außerdem weiß er, dass er schnell ist und über eine starke Ballführung verfügt. So sprintet er in Richtung Sechzehner, zieht mit seinem Laufweg, der mit dem von Messi zu vergleichen ist, am Sechzehner entlang und verwandelt eiskalt zur Führung. Bescherung! Und die Fans vom FC Girona schauten verdutzt auf das Spielfeld, aber nicht nur sie. Daraufhin kam eine weitere Druckwelle seitens des FC Girona, als ob sich das B-Team des FC Barcelona mit dem Führungstreffer keinen Gefallen getan hätte. Sie kamen zu Torchancen, doch das hochverdiente Tor erzielen konnten sie nicht mehr, sodass es beim glücklichen 1:0-Sieg blieb.

Interessante Rotationen während des Spiels

Neben dem kuriosen Führungstreffer ist dem einen oder anderen Fan vermutlich aufgefallen, dass sich auch die Spieler nun anders bewegten. Die nominelle Offensive bestehend aus Sandro, Dongou und Adama Traoré blieb nicht immer bestehend. Dongou agierte diesmal, vor allem im weiteren Verlauf und gegen Ende der Partie, defensiver, als man es von ihm schon kennt. Halilović rückte dafür allerdings in die Dreier-Offensivreihe entweder in die Spitze oder auf die linke Außenbahn. Adama Traoré oder auch Sandro platzierten sich, wenn der Kroate auf die Außenbahn rückte, zentral. Interessant war dennoch die Positionierung nach dem Führungstreffer. Der Kameruner Dongou befand sich nun viel öfter in Defensivzweikämpfen, sodass er sogar als Linksverteidiger fungierte und durch sein Einrücken eine Fünferkette in der Verteidigung entstand. Edgar lé rückte daraufhin weiter in den Innenraum. So versuchte man es der Offensive von Girona schwieriger zu gestalten, Torchancen zu kreieren.

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