Bestätigt: FC Barcelona holt Talent Fabio Blanco von Eintracht Frankfurt

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Sein Wechsel zu Eintracht Frankfurt war am Ende ein großes Missverständnis, nun flüchtet das umworbene Talent Fabio Blanco wieder in die Heimat. Der FC Barcelona hat sich die Dienste des 17-jährigen Offensivspielers gesichert – für eine sehr niedrige Summe.

Fabio Blanco flüchtet aus Frankfurt und schließt sich dem FC Barcelona an

Kurz vor Jahresende war die Meldung publik geworden, nun wurde der Transfer auch offiziell vollzogen und bestätigt: Der FC Barcelona hat das spanische Talent Fabio Blanco von Eintracht Frankfurt verpflichtet. Blanco schließt sich Barcelonas Zweitvertretung Barça B an und erhält einen Vertrag bis Sommer 2024 bei den Katalanen.

“Ich bin sehr stolz, Teil dieses großartigen Vereins zu sein”, wird Blanco auf der Website des FC Barcelona zitiert. Sein Wechsel nach Spanien gleicht dabei einer Flucht, denn für den talentierten Flügelspieler endet ein halbjähriges Missverständnis in Deutschland.

Im Mai 2021 hatte Eintracht Frankfurt einen echten Coup gelandet, das Erstaunen in der Branche war groß. Die SGE hatte das spanische Toptalent Fabio Blanco aus der U19 des FC Valencia verpflichtet – und sich damals gegen sehr namhafte Konkurrenten durchgesetzt. Real Madrid, Juventus Turin und auch der FC Barcelona waren im Frühjahr am talentierten Offensivspieler dran, letztlich entschied sich Blanco für den Wechsel in die Bundesliga. “Die gute Perspektive hier in Frankfurt” hatte den Ausschlag gegeben, erklärte Ben Manga, Frankfurts Direktor Profifußball, damals über die prestigeträchtige Verpflichtung des begehrten Toptalents.

Doch nur ein gutes halbes Jahr ist aus diesem Transfercoup ein großes Missverständnis geworden. Der 17-Jährige hatte sich Spielzeit in der Bundesliga erhofft, das war der ausschlaggebende Grund, warum Blanco sich für die Eintracht entschieden hatte. Entgegen der Absprache bei der Verpflichtung kam Blanco allerdings auf keinen Einsatz in der Bundesliga, stand in Spielzeit 2021/22 nicht ein einziges Mal überhaupt im Bundesliga-Kader der SGE.

“Absprachen nicht eingehalten”: Blanco erhält in Frankfurt keine Bundesliga-Einsatzzeit

Als Blanco nach Frankfurt wechselte, war Adi Hütter noch Trainer und Fredi Bobic noch Sportchef bei der SGE, doch im Sommer wurde bei der Eintracht sowohl der Trainer als auch die sportliche Leitung ausgetauscht – für Blanco war dies fatal. Neu-Coach Oliver Glasner befand, dass das Ex-Valencia-Talent schlicht noch nicht gut genug für Bundesliga-Fußball sei. “Er ist nicht in der Verfassung, der Mannschaft zu helfen. Deshalb ist er nicht im Kader”, begründete der Österreicher einmal die Nicht-Nominierung Blancos, “es reicht momentan einfach nicht, um bei uns zu spielen”, zitiert die Frankfurter Rundschau den Eintracht-Coach angesprochen auf Blancos “verzwickte” Situation.

Blanco wurde zur A-Jugend abgeschoben, doch dort wollte der Spanier weder trainieren noch spielen – schließlich sei ihm beim Wechsel im Mai Bundesliga-Fußball in Aussicht gestellt worden. Die Situation eskalierte, Blancos Berateragentur befand, dass sich die SGE nicht an Absprachen gehalten habe – und pochte deshalb auf einen Winter-Wechsel. Nun trennen sich die Wege im Januar wieder, das große Missverständnis ist beendet – und der FC Barcelona ist der Nutznießer.

FC Barcelona verpflichtet Fabio Blanco für Barça B

Blanco schließt sich ab sofort also der zweiten Mannschaft der Blaugrana an, die in Spaniens dritter Liga spielt. Wie die SPORT Ende Dezember berichtet hat, kostet Blanco “praktisch nichts”. Wie Barçawelt aus gut unterrichteten Quellen erfahren konnte, zahlt der FC Barcelona vorab nur wenige hunderttausend Euro an Ablöse an die Eintracht. Sollte es Blanco irgendwann in die erste Mannschaft schaffen, kämen je nach Einsatzzeit und Erfolg bei den Profis später ein paar “leistungsbezogene Variablen” dazu, die die Kaufsumme aber maximal auf rund 1,5 Millionen Euro anheben wird.

Damit endet das unschöne deutsche Kapitel für Fabio Blanco – und Barça bekommt mit etwas Verspätung doch ein spanisches Toptalent, das bislang alle U-Nationalmannschaften Spaniens durchlaufen hat.

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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