Gegen Ablöse: FC Barcelona holt Leihspieler Emerson von Betis zurück

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Der FC Barcelona hat Emerson Royal von Real Betis aus Sevilla verpflichtet. Der Rechtsverteidiger war zuletzt im Rahmen eines komplexen Deals an Betis ausgeliehen, nun gehört er vollständig den Katalanen. Doch diese müssen für seine „Rückholaktion“ sogar Geld bezahlen.

Der dritte Neuzugang des FC Barelona steht fest: Die Katalanen haben am Mittwochvormittag bestätigt, Emerson von Real Betis zurückzuholen. Der Rechtsverteidiger war im Rahmen eines komplexen Deals die letzten eineinhalb Spielzeiten an Real Betis verliehen, nachdem ihn Barça ursprünglich im Winter 2019 für zwölf Millionen Euro verpflichtet und mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet hatte. Um aber Transferkosten zu sparen und ihm Spielpraxis in Europa zu geben, wurde Emerson bei den Verdiblancos aus Sevilla geparkt, dafür zahlten diese wiederum dem Vernehmen nach sechs Millionen Euro an Barça.

Barça zahlt Ablöse für Emerson an Betis

Da sich Barça und Betis bei Emersons Transfer von Atletico Mineiro nach Spanien die Ablösesumme und auch die Transferrechte geteilt hatten, musste der FC Barcelona nun Berichten zufolge sogar eine Ablösesumme in Höhe von neun Millionen Euro an Betis zahlen

, um die Transferrechte des Spielers vollständig zu besitzen – obwohl Emerson eigentlich Barça gehört und wie erwähnt bei der Blaugrana sogar noch drei Jahre Vertrag besitzt. Die Zahlung dieser Summe berichten zahlreiche spanische Medien übereinstimmend, der FC Barcelona machte hierzu allerdings keinerlei Angaben. Betis teilte in seiner Pressemitteilung derweil mit, dass die Verdiblancos bei einem künftigen Weiterverkauf Emersons 20 Prozent der Ablösesumme erhalten werden.

Emerson selbst hatte die „Rückkehr“ zum FC Barcelona, für den er bis dato noch keine Sekunde gespielt hat, bereits vor einigen Tagen auf einer Pressekonferenz im Rahmen der brasilianischen Nationalmannschaft bestätigt. „Ich habe ab dem 1. Juli einen Vertrag mit Barcelona. Ich habe einen Dreijahresvertrag bei Barcelona und den möchte ich erfüllen„, so der brasilianische Nationalspieler, der künftig die Saison-Vorbereitung mit der Blaugrana absolvieren wird.

Barças Luxusproblem: Emerson, Dest und Sergi Roberto

Ein Weiterverkauf noch in diesem Sommer scheint derweil auch noch nicht völlig ausgeschlossen zu sein, schließlich besitzt Barça in Sergiño Dest und Sergi Roberto bereits zwei Rechtsverteidiger im Kader, zudem ist der finanziell stark angeschlagene katalanische Klub dringend auf Transfereinnahmen angewiesen. Mit Paris Saint-Germain und dem FC Villarreal soll es Berichten zufolge zudem bereits zwei interessierte Abnehmer geben. 

Ebenso gut ist vorstellbar, dass Barça Sergi Roberto ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags veräußert. Der Katalane hat nur noch einen laufenden Vertrag bis 2022, bisher konnte man sich noch nicht über eine Vertragsverlängerung einig werden. Berichten zufolge soll Manchester City – die schon letzte Saison an dem vielseitig einsetzbaren Rechtsverteidiger interessiert waren – Roberto erneut auf dem Zettel haben. Die Ankunft Emersons erhöht nun die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Abschieds Robertos.

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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