Gespräche in Katar: Xavi als Valverde-Nachfolger gehandelt

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Mehrere spanische Medien berichten über eine mögliche Rückkehr von Barçalegende Xavi Hernández als Cheftrainer. Im Zuge der Supercopa in Saudi-Arabien sollen sich Barça-Verantwortliche mit Xavi in Katar getroffen haben. Die Katalanen sondieren den Trainermarkt – denn Ernesto Valverdes Zukunft ist bereits besiegelt.

Die Gerüchte über eine Rückkehr von Barçalegende Xavi Hernández zum FC Barcelona sind nichts Neues, es ist kein Geheimnis, dass der Trainernovize irgendwann zu seinem Verein als Coach zurückkehren möchte – doch könnten wir den ehemaligen Mittelfeldmaestro doch früher auf der Trainerbank der Blaugrana sehen als erwartet?

Denn nun berichten gleich mehrere spanische Medien, dass Sportdirektor Eric Abidal und Geschäftsführer Oscar Grau nach Katar gereist sind, um Xavis Bereitschaft zur Übernahme des Cheftrainerpostens bei den Katalanen auszuloten. Zurzeit trainiert Xavi in Katar den Al-Saad Sport Club, bei dem er zuvor bis Mai 2019 als Spieler aktiv war.

Abidal und Grau sprechen mit Xavi

Offiziell sind Abidal und Grau nach Doha gereist, um Ousmane Dembélé zu besuchen, der zurzeit in Doha seine Reha absolviert. In Zuge dieses Besuchs des am Oberschenkel verletzten Rekonvaleszenten haben sich Abidal und Grau zu informativen Gesprächen mit Xavi getroffen, heißt es. Nun brodelt in den Medien natürlich die Gerüchteküche. Wie sehr wackelt Ernesto Valverdes Trainerstuhl? Könnte Xavi im Sommer schon zurückkehren? Oder Valverde gar in den nächsten Wochen ablösen? Denn dieser soll nach der Pleite im Halbfinale der Supercopa gegen Atlético Madrid (2:3) nun unter Druck stehen.

Bei ESPN heißt es aus vereinsnahen Quellen, man habe sich lediglich zu einem ersten generellen Sondierungsgespräch getroffen – völlig unabhängig von der Niederlage im Supercup. Da Barça in Saudi-Arabien weilte, hat es sich angeboten, den kurzen Trip nach Katar zu machen, um mit Dembélé und Xavi zu sprechen. Dieser sei sowieso vorab geplant gewesen, die Niederlage gegen Atleti sei demnach schlicht ein unglückliches Timing gewesen.

Barça wollte beim Sondierungsmeeting schlicht wissen, ob sich Xavi in Zukunft vorstellen könnte, den Klub zu coachen – in der eher naheliegenden Zukunft. Womöglich also schon ab Sommer, denn da läuft der Vertrag Valverdes aus. Es besteht zwar eine Option über ein weiteres Jahr, doch dass diese gezogen wird, ist äußerst unwahrscheinlich, schreibt ESPN

 

 

Catalunya Radio geht da derweil schon einen Schritt weiter und behauptet, Barcelona habe Xavi den Posten des Cheftrainers angeboten – ab Sommer! Valverde hat immer weniger Unterstützung im Verein, sein größter Fürsprecher, Präsident Josep Maria Bartomeu, steht derzeit hinter dem Trainer, der bis Sommer Rückendeckung erhält, dann aber trennen sich die Wege, heißt es. Barça möchte die Ruhe bewahren, da sie sonst fürchten, dass man die Saisonziele verpasst.

Auch Koeman ein Kandidat

Der FC Barcelona sondiert also schonmal den Trainermarkt. Im Sommer soll ein neuer Trainer übernehmen, einer der Topkandidaten ist auch der niederländische Nationalcoach Ronald Koeman, der jüngst den FC Barcelona als seinen “Traum” bezeichnet und zugegeben hat, eine Ausstiegsklausel speziell für Barça zu besitzen

Die Kritik an Valverde hält indes unvermindert an, zu selten spielte Barça in dieser Saison wirklich überzeugend, zu oft ließen die Katalanen Punkte liegen. Die beiden Auftritte nach dem kurzen Weihnachtsurlaub waren unter dem Strich enttäuschend, als man in La Liga gegen den Tabellenletzten Espanyol nur Remis spielte und in der Supercopa in Saudi-Arabien gegen Atlético Madrid – nach immerhin guter Leistung über 80 Minuten – im Halbfinale ausschied.

Valverde selbst ist sich der zunehmenden Kritik an seiner Arbeit bewusst: “Wir alle wissen, wie es im Fußball zugeht. Es gibt dort immer diese Ungewissheit, wenn die Resultate ausbleiben”, erklärte der Coach nach der Pleite im Supercup: “Wir haben verloren, und ich kann mir vorstellen, dass nun darüber gesprochen wird, das ist unvermeidlich.” Die nächsten Wochen werden darüber entscheiden, wie lange er noch weiterarbeiten darf. Barça will zwar bis zum Sommer die Ruhe bewahren – aber bleiben die Ergebnisse weiterhin aus, kann derzeit nicht ganz ausgeschlossen werden, dass der amtierende spanische Meister womöglich doch vorzeitig die Reißleine zieht.

Benjamin Schiffers / Alex Truica

 

 

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