Ilaix Moriba rassistisch beleidigt – Vertragsverhandlungen mit Barça gehen weiter

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Ilaix Moriba ist auf Social Media Opfer von rassistischen Beleidigungen geworden. Der Mittelfeldspieler machte dies auf TikTok öffentlich. Viele User werfen dem 18-Jährigen Gier vor, da die Vertragsverhandlungen mit dem FC Barcelona weiterhin andauern – während Moriba immer noch nicht mit den Profis trainieren darf.

Die Vertragsverhandlungen zwischen Ilaix Moriba und dem FC Barcelona ziehen sich seit Wochen hin – und sie haben sehr hässliche Auswirkungen.

Denn der Mittelfeldspieler wurde Opfer von rassistischen Beleidigungen in den sozialen Medien. Das machte Moriba auf seinen TikTok-Kanal selbst öffentlich. Der 18-Jährige postete ein kurzes Video, das Ausschnitte der rassistischen Beleidigungen zeigt, die er derzeit ertragen muss.

Zu den diskriminierenden Kommentaren gehörten Affen-Emojis sowie andere abstoßende rassistische Beleidigungen. Manche User forderten ihn auf, Barcelona zu verlassen. Der Grund ist, dass sich Moriba mit dem FC Barcelona aktuell in andauernden Vertragsverhandlungen befindet, die sich weiter hinziehen, sodass seine Zukunft im Camp Nou weiterhin ungewiss ist.

Ilaix Moribas Vertrag: Pokert Agentur ROGON zu hoch?

Moribas aktueller Vertrag läuft im Sommer 2022 aus, Klub und Spieler können sich bisher nicht einigen, die Vertragsverhandlungen gleichen einem Tauziehen. Barça möchte, dass er endlich einen langfristigen Profivertrag unterschreibt, jedoch sind sich Verein, Spieler und seine deutsche Berateragentur ROGON über die Höhe des Jahresgehalts uneinig. 

Moriba hat derzeit noch einen Vertrag als Jugendspieler – allerdings den bestdotierten aller La-Masia-Akteure, wie es heißt sogar in der Geschichte der Talentschmiede.

Die Katalanen wollen (oder können) ihm nur ein wenig mehr offerieren als er bisher erhält, da sie finanziell enorme Probleme haben und Moriba für einen 18-jährigen Jugendakteur sowieso bereits außerordentlich gut verdient – die Rede ist von einer Million Euro pro Jahr (ob brutto oder netto, ist nicht überliefert). In den spanischen Gazetten kursieren verschiedene Zahlen, es heißt, dass Moriba respektive seine Agentur angeblich doppelt so viel verlangen soll, wie Barça ihm nun anbietet. 

Ilaix Moriba nicht in Profikader des FC Barcelona berufen

Viele werfen dem Youngster daher Gier vor, jedenfalls tun das manche “Fans” in den sozialen Netzwerken – auch diejenigen, die ihn nicht rassistisch diffamieren. Der Stillstand bei den Vertragsverhandlungen hat nicht nur hässliche Auswirkungen auf Social Media, sondern auch sportliche Folgen für den talentierten Mittelfeldakteur. Da beide Seiten bisher keine Einigung erzielen konnten, wurde Moriba bisher nicht in den Profikader des FC Barcelona berufen, obwohl er in der Rückrunde der vergangenen Saison unter Ronald Koeman fest bei den Profis mittrainiert hatte und regelmäßig zum Einsatz gekommen war. Doch in der Vorbereitung zur neuen Saison ist er bislang außen vor.

Moriba wurde zum Training mit Barça B degradiert – der Klub übt so Druck auf den Youngster aus, seinen Vertrag endlich zu verlängern. In der vergangenen Woche kam der 18-Jährige in keinem der Freundschaftsspiele der ersten Mannschaft (4:1 gegen Nastic, 3:1 gegen Girona) zum Einsatz, ein mehr als deutliches Zeichen.

Barças Standpunkt ist klar: Entweder Moriba verlängert sein 2022 auslaufendes Arbeitspapier, oder er hat in Koemans Kader keinen Platz. Sollte der La-Masia-Schützling nicht verlängern, will ihn Barça sogar noch in diesem Sommer verkaufen, heißt es. Der Wunsch des Spielers sei es aber, bei Barça zu bleiben. Dafür muss er seine Gehaltsforderungen allerdings senken. Am Mittwoch steht Berichten zufolge die nächste Runde im Verhandlungspoker an.

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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