Jordi Cruyff liegt Angebot von Ajax Amsterdam vor – Barça macht mit russischem Sponsor weiter

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Der FC Barcelona hat sich vorerst dagegen entschieden, die Zusammenarbeit mit dem russischen Sponsor 1xBET zu beenden. Während der Klub nach wie vor ohne CEO ist, scheint es Probleme zu geben, das Budget von 765 Millionen Euro zu erfüllen. Ein Verkauf der Merchandising-Rechte wird wohl in Erwägung gezogen. Jordi Cruyff könnte die Katalanen nach kurzer Zusammenarbeit unterdessen in Richtung Ajax Amsterdam verlassen.

Barça arbeitet zunächst mit russischem Sponsor 1xBET weiter

Aus dem russischen Einmarsch in der Ukraine hat auch der Fußball seine Konsequenzen gezogen. So wird Russland nicht an der Weltmeisterschaft in Katar teilnehmen dürfen, der FC Schalke 04 hat die Beziehungen mit seinem Hauptsponsor Gazprom gekappt und Roman Abramowitsch sieht sich gezwungen, den FC Chelsea zu verkaufen. Während sich der FC Barcelona einerseits bereits klar gegen den Krieg ausgesprochen hat, will der Klub die Zusammenarbeit mit einem seiner russischen Sponsoren aber vorerst noch nicht beenden.

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Wie der katalanische Radiosender RAC1 berichtet, wird der Klub den Vertrag mit dem russischen Wettunternehmen 1xBET zunächst weiterlaufen lassen. Zum einen bringt dieser Barça 12 Millionen Euro im Jahr, zum anderen wäre eine Kündigung mit Strafzahlungen vonseiten der Blaugrana verbunden. Eine endgültige Entscheidung sei dies jedoch noch nicht, so soll innerhalb des Klubs nach wie vor diskutiert werden, ob man die Zusammenarbeit nicht doch aufkündigen solle.

Kann der FC Barcelona das Budget von 765 Millionen erfüllen?

Intern gibt es jedoch noch weitere Probleme, um die sich Präsident Joan Laporta & Co. kümmern müssen. Laut Informationen von RAC1 und der katalanischen Tageszeitung SPORT soll es Probleme geben, das von der Mitgliederversammlung abgesegnete Budget von 765 Millionen zu erfüllen. Zwar ist dafür noch bis zum 30. Juni Zeit, die SPORT schreibt jedoch, dass man innerhalb des Klubs „nicht sehr optimistisch“ sei, dieses Ziel zu erreichen.

Derzeit sollen knapp 100 Millionen Euro fehlen, wobei der SPORT zufolge 50 bis 100 Millionen durch den Verkauf von 49 Prozent der Rechte an den ‚Barça Studios‘ eingenommen werden könnten. Hier wolle der Klub jedoch nichts überstürzen und mit dem Verkauf notfalls auch bis zur nächsten Saison warten, ehe man nun ein zu niedriges Angebot annehmen würde.

Barça noch ohne CEO – Verkauf der Merchandising-Rechte?

All diese finanziellen Aspekte muss der FC Barcelona nun jedoch ohne Ferran Reverter prüfen. Der 49-Jährige war Anfang Februar von seinem Amt als CEO zurückgetreten, offiziell wurden familiäre Gründe für diese Entscheidung angegeben. Einen Nachfolger hat Barça bis jetzt noch nicht bekanntgegeben, wie die SPORT in Erfahrung gebracht hat, wird Schatzmeister Ferran Olivé nun jedoch vorübergehend die Aufgaben Reverters übernehmen.

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Dies hat wohl auch Auswirkungen auf die Politik des FC Barcelona: So sei diese der SPORT zufolge  „viel kurzfristiger“ angelegt als noch zuvor. So würden „Verträge, die es dem Verein ermöglichen, sofort mehr Einnahmen zu erzielen“ befürwortet. Unter diese fällt wohl auch die Möglichkeit, neben den ‚Barça Studios‘ auch einen Teil des ‚Barca Licensing & Merchandising‘ zu veräußern. Seit der Saison 2018/19 verwaltet der Klub seine Einzelhandels-, Lizenz- und Merchandising-Rechte selbst, nachdem diese Rechte zuvor beim Sportartikelhersteller Nike lagen.

Ob Laporta in nächster Zeit jedoch einen neuen CEO ernennen wird, ist derzeit noch unklar. Wie RAC1 berichtet, beabsichtigt der Präsident, diese Stelle vakant zu lassen und stattdessen womöglich einen CFO (Chief Financial Officer) einzustellen.

Verlässt Jordi Cruyff den FC Barcelona für Ajax Amsterdam?

Eine weitere Stelle, die beim FC Barcelona demnächst frei werden könnte, ist die von Jordi Cruyff, Mitarbeiter der sportlichen Leitung. Wie die niederländische Tageszeitung De Telegraaf unter Berufung auf Vereinsquellen berichtet, soll Ajax Amsterdam Cruyff als Nachfolger von Sportdirektor Marc Overmars auserkoren haben. Der Mundo Deportivo zufolge fühlt sich Cruyff bei Barça zwar wohl, hat dem niederländischen Rekordmeister jedoch auch nicht abgesagt. Aufgrund der besonderen Beziehung zwischen Ajax und der Familie Cruyff „schließt der derzeitige Barça-Angestellte keine Türen“.

Beim FC Barcelona arbeitet Cruyff im Bereich der Kaderplanung sowohl mit Xavi als auch mit Sportchef Mateu Alemany zusammen. So war der Niederländer im Wintertransferfenster unter anderem an den Verpflichtungen von Ferran Torres, Adama Traoré und Pierre-Emerick Aubameyang beteiligt. Vor wenigen Tagen soll er sich zudem zusammen mit Xavi in München mit Erling Haaland getroffen haben. Cruyffs Vertrag bei Barça läuft nach Informationen der MD derzeit noch bis Juni diesen Jahres. Anschließend könnte sich der 48-Jährige seinen neuen Arbeitgeber frei aussuchen.

Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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