Josep Maria Bartomeu: „Einige Institutionen sehen es nicht gerne, dass Neymar bei Barça ist“

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Josep Maria Bartomeu, seines Zeichens Präsident des FC Barcelona, sieht sich schwerwiegenden Vorwürfen ausgesetzt. Nachdem die sogenannte ‚Causa Neymar‘ mit Sandro Rosell bereits ein prominentes Opfer forderte, könnte es nun auch dessen direkten Nachfolger treffen. Denn auch Josep Bartomeu muss sich nun gegen den Vorwurf des Steuerbetrugs vor Gericht verantworten. In einem Fernsehinterview holte der Barça-Präsident deswegen zum Rundumschlag aus und sprach von staatlichen Institutionen, die Neymar nicht gerne im Dress der Katalanen sehen würden.

Steckt Real Madrid hinter diesen Anschuldigungen?

So weit möchte ich nicht gehen. Der Vater von Neymar hat gesagt, dass Real Madrid dahintersteckt und der Wechsel von Neymar zu Barça nicht gut gehen würde. Immer dann, wenn er gut spielt, kommen die Beschuldigungen wieder. Das ist die große Frage: Was steckt dahinter? Vielleicht löste unsere Verpflichtung von Neymar diese Anschuldigungen von irgendeiner Person, die nicht wollte, dass Neymar zu Barça wechselt, aus. Irgendjemand hat die ‚Rote Linie‘ überschritten und wir müssen nun ‚genug‘ sagen. Diese Geschehnisse müssen gestoppt werden, denn wir haben nichts Falsches gemacht.

Gab es rechtliche Verstöße beim Transfer von Neymar?

Barça hat nichts falsch gemacht. Wir haben Neymar mit der Unterstützung vieler führender Kanzleien wie ‚Cuatrecasas‘ verpflichtet. Alles lief korrekt ab. Wir hätten nie dafür belangt werden dürfen. Das Gericht hätte uns nie anklagen dürfen. Wir sind sehr verärgert.

Die Transferkosten von Neymar?

Wir sagen immer noch, dass Neymar für 57 Millionen Euro verpflichtet wurde. In Dokument der Staatsanwaltschaft werden noch weitere Beträge inkludiert, aber das Wichtigste ist, dass es noch andere einflussreiche Kräfte gibt, die nicht glücklich waren, dass wir ihn verpflichteten. Es ist das erste Mal, dass eine juristische Person dafür belangt wird in einem Staat wie Spanien, welcher so große Probleme mit Korruption hat. Darüber hinaus ist es eine sportliche Angelegenheit, was uns dazu veranlasst zu denken, dass es um andere Dinge geht. Vielleicht ist es nur ein Zufall, dass wir kurz davor waren, den Prozess zu gewinnen. Aber es ist nicht normal. Es ist lange her, seitdem etwas Ähnliches geschah. Es erscheint nicht normal, dass gegen mich, mein Unternehmen [ADELTE Group] und meine Vorstandsmitglieder nun plötzlich auch ermittelt wird. Außerdem wird auch noch gegen den Spieler [Neymar] ermittelt. Der FC Barcelona wird unter die Lupe genommen. Wir sind der Fokus der Aufmerksamkeit.

Josep Maria Bartomeu über die Unabhängigkeitsbestrebungen von Katalonien:

Ich stimme zu, dass diese einen Einfluss haben. Barça hat sein Stadion für das ‚Concert per la Lliberat‘ [Konzert für die Freiheit] zur Verfügung gestellt und am 11. September [Nationalfeiertag Kataloniens] in den Senyera-Trikots [katalanische Nationalfarben] gespielt. Vielleicht wurde das nicht mit Freude aufgenommen. Diese Dinge haben politische Elemente, aber wir arbeiten und kämpfen bis zum Ende dieser Angelegenheit [Unabhängigkeit von Katalonien] mit fähigen Anwälten wie jenen von ‚Cuatrecasas‘. Einige staatliche Institutionen sehen es nicht gerne, dass Neymar bei Barça ist – ein Klub, der katalanisch oder pro-katalanisch ist.

Über die Finanzbehörde:

[…] Wir verstehen nicht, warum ein Klub wie Barça dafür bestraft wird. Deshalb sind wir sehr verärgert. Es gibt einen Angriff auf Barça, gegen den wir uns verteidigen müssen. Wir werden bis zum Ende gehen, um zu zeigen, dass wir alles richtig gemacht haben. Barça wird keinen Deal akzeptieren. Barça hat alles richtig gemacht!

Bartomeu über die Präsidentschaftswahlen bei Barça:

Ich denke, es ist das Beste, am Ende des Jahres Wahlen zu halten, um die Situation im Klub zu beruhigen. Das wurde bereits jetzt erreicht. Was nun passiert [Ermittlungen gegen Josep Bartomeu], ändert gar nichts. Dass gegen mich nun rechtliche Schritte eingeleitet werden, ändert meine Intention, Präsident des FC Barcelona zu bleiben, nicht im Geringsten. Der Plan bleibt gleich. […]

Der Barça-Präsident über den Zusammenhalt im Verein:

Diesen haben wir verstärkt, seit wir die Wahlen verkündeten. Die Anhänger stehen hinter dem Team. Wir wollen das ‚Triple‘ gewinnen. Wir müssen aufgrund der Angriffe von außen vereint sein. Es ist kein Angriff auf eine einzelne Person, es ist ein Angriff auf den gesamten Klub. Jemand ist verärgert, weil wir Neymar verpflichteten.

Josep Maria Bartomeu über die Stimmung innerhalb des Teams:

Es gibt eine Übereinkunft mit dem Team: Wir glauben fest daran, die Besten zu sein und wir müssen stolz auf all unsere Spieler sein. Es spielt keine Rolle, dass Zubizarreta nicht mehr hier ist – der Austausch mit dem Team war immer vorhanden. […]

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