Krimi bei der FC Barcelona B: Nach einem 3:0 zur Pause wurde es nochmal eng

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Wie kann man diesen Spielverlauf zwischen der Barça B und Deportivo Alavés nur erklären? Nichts deutete darauf hin, dass es nochmal spannend wird, nachdem sich die Katalanen in der ersten Hälfte einen Vorsprung von drei Toren erspielt haben. Es gab einen schwer nachvollziehbaren Knick im Spiel der Barcelona B – Toti in der 73. Spielminute und Juli in der 77. Minute verkürzten auf 3:2. Dabei blieb es glücklicherweise dann auch. Derzeit belegt die Barça B mit neun Punkten aus vier Spielen den vierten Platz in der Segunda División.

Das Tor wurde wie gewohnt von Ortolá gehütet. Die Abwehr bestand aus Patric, Diagné, Edgar Ié und Lucas, der auch schon in den vorigen Partien diese Position bekleidete. Dafür rückte Grimaldo wenig überraschend wieder in das Mittelfeld der Katalanen ein. Seine Partner waren Sergi Samper und ‚Bicho‘. Das Sturmtrio bildete Joan Román, Dongou und Adama Traoré.

FC Barcelona B in allen Bereichen stärker

In der ersten Halbzeit konnte leicht festgestellt werden, wer die tonangebende Mannschaft war. Aus einer stabilen Defensive heraus fiel es der Barça B zunächst schwer, das Spiel aufzuziehen und Torchancen zu kreieren. Zumindest konnten die Spieler Alavés im Zaum halten. Der Gegner war zwar bemüht, die Barça B allerdings abgebrüht. So verwundert auch nicht der Halbzeitstand von 3:0 für die Barcelona B. Nach kleineren Startschwierigkeiten lief es rund. Die 13. Minute bricht an, Adama Traoré entwischt mit einem starken Sprint seinem Bewacher. Er bringt die Kugel scharf in Richtung Elfmeterpunkt, wo der eingerückte Joan Román steht. Román nimmt das Spielgerät direkt und hämmert das Ding unter die Latte – 1:0!

Nun saßen die Katalanen am längeren Hebel. Die Akteure von Alavés konnten nicht mehr allzu zielstrebig wie in den Anfangsminuten agieren und mussten sich fast ausschließlich auf Defensivarbeit beschränken. Ballsichere Spieler im orangenen Dress machten ihnen das Verteidigen allerdings ziemlich schwer. Man erspielte sich Torchancen, konnte jedoch keine Tore erzielen – vorerst. Ein altes Sprichwort lautet: Wenn man vorne keine Tore macht, schießt halt der Gegner welche. Manu von Deportivo Alavés legte dieses Sprichwort deutlich falsch aus. Wieder Adama Traoré mit einem Lauf an der Grundlinie entlang, er spielt den Ball wieder scharf rein und Manu erzielt das Tor. In diesem Fall ein Eigentor – 2:0 (32.‘). Nur sieben Minuten später war es Grimaldo, der sich nicht lange bitten ließ. Ahnlich wie in den vergangenen Spielen harmonierte er sehr gut mit Román und nahm mit seinen Laufwegen dem Gegenspieler die Luft zum Atmen. Doch zurück zum Geschehen: Freistoß, circa 20 Meter Distanz zum Tor von Manu Fernandéz. Grimaldo tritt an, Fernandéz ist machtlos und schon steht es 3:0. Übrigens, es war nicht Manu Fernandéz, der das Eigentor zuvor erzielte. Es war sein Namensvetter, der im zentralen Mittelfeld aufgestellt wurde – jetzt herrscht Klarheit. Somit hatte Alavés zwei unglückliche Manus auf seiner Seite.

Barça B gibt die Partie leichtfertig aus der Hand

Keiner weiß, was Alberto López seinen Spielern in der Halbzeitpause gesagt hat. Doch es hat auf jeden Fall gewirkt. Seine Mannschaft stand nun wesentlich höher und konnte auch wesentlich mehr Druck auf den ballführenden Akteur der zweiten Mannschaft des FC Barcelona ausüben. Die Barça B kam in der zweiten Halbzeit tatsächlich zu kaum einer nennenswerten Offensivaktion. Der Knick ist ziemlich schwer zu erklären. Scheinbar wogen sich die Katalanen mit diesem Ergebnis in Sicherheit und ließen mit der Zeit immer mehr nach. Von der defensiven Stabilität und der offensiven Durchschlagskraft in der ersten Halbzeit war nichts mehr zu erkennen. Dafür aber eine voll aufspielende Heimmannschaft. Die ‚Patateros‘ erspielten sich Chance um Chance, doch erging es ihr wie dem FC Barcelona in der gestrigen Partie gegen Athletic Bilbao: Der Ball wollte einfach nicht in das Tor!

Trotzdem war die Unsicherheit der Barça B mit diesem Ergebnis im Rücken ziemlich erschreckend. In der 73. Minute dann etwas Zählbares, zum Leidwesen der Truppe von Eusebio. Vélez setzt sich auf der Außenbahn durch und spielt die Kugel ähnlich wie Adama schon in der ersten Halbzeit scharf in den Strafraum. Dort steht Toti und bezwingt Ortolá mit einem Flachschuss. Fünf Minuten später dann schon das 3:2! Aber was war das für ein Fehler vom Keeper der Katalanen? Ortolá läuft raus, will den Ball wegfausten, trifft die Kugel allerdings nicht richtig. Seine Faustklärung wird zur Vorlage für Juli. Dieser kontrolliert den Ball und schließt total abgeklärt ab, sodass die Barcelona B nur noch mit einem Tor Vorsprung führte. 

Elfmeter für Alavés!

Nach dem Treffer zum 3:2 ging es munter weiter mit den Offensivläufen. Ortolá bügelte seinen Fehler, der zum Anschlusstreffer führte, mit einer Klasse-Parade aus. Dongou wurde in der 87. Minute ausgewechselt, für ihn kam Bruce Lee-Fan Roberto Costa rein, ein Innenverteidiger also für einen Stürmer. Bruce Lee-Fan? Das erklärt sich leicht mit seinem Foul im eigenen Strafraum. Die Barça B hatte es schwer, einen Flankenball im Strafraum zu klären. Der Ball fliegt hin und her wie beim Tischtennis. Notiz am Rande: Beim Tischtennis soll Grimaldo laut Deulofeu ziemlich gut sein. Jedenfalls, der Ball kann nicht geklärt werden. Per Volley will Robert Costa die Kugel klären und springt dabei voll in den Gegenspieler rein. Ein Elfmeter war die Folge. Juli, der Schütze zum 3:2, tritt an. Er läuft und schießt die Kugel über das Gehäuse der Barça B. Es blieb also beim 3:2, ein wahrlich glücklicher Sieg gegen stark kämpfende Basken.

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