Messi ätzt gegen den Referee – Argentinien macht Hoffnung

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Wieder wurde es nichts mit einem Titel für Argentinien und Lionel Messi – der Superstar des FC Barcelona redete sich nach dem Spiel in Rage und ließ seinen Frust am Schiedsrichter aus. Für Argentinien sieht die Zukunft derweil vielversprechend aus. Es gibt Anlass zur Hoffnung.

Ein Ausscheiden bei einem Turnier schmerzt immer, mit Argentinien umso mehr. Doch dass Lionel Messi und seine Mannschaft ausgerechnet gegen den Erzrivalen Brasilien bei der Copa América gescheitert sind, das dürfte am meisten weh tun. Und so reagierte Messi nach dem 0:2 im Halbfinale

ungewohnt wütend und wetterte gegen die Schiedsrichter.

„Wir haben alles gegeben, was wir hatten. Aber es gab Dinge, die gegen uns gelaufen sind“, erklärte Messi nach der Partie. Er sprach zwei nichtgegebene Elfmeter an, einmal wurde Kun Aguero im Strafraum abseits des Balles zu Fall gebracht – und zwar just vor dem Konter, der zum entscheidenden 0:2 führte. Das andere Mal wurde Nicolas Otamendi von Arthur per Bodycheck aufgehalten. Beide Mal blieb die Pfeife des Unparteiischen Roddy Zambrano aus Ecuador stumm, was Messi in Rage brachte. 

Messi: „Idiotische Handspiele und Fouls“

„Ich denke, dass es zwei Elfmeter hätte geben müssen, die nicht gepfiffen wurden“, so Messi. Während der Copa seien ständig „schwachsinnige Handspiele und Fouls“ und „idiotische Elfmeter“ gepfiffen worden, lamentierte Messi, „aber heute bleibt der VAR stumm.“ 

„Jeder minimale Kontakt“ habe zu einem Freistoß geführt, klagte Messi über den Schiedsrichter, doch dass dann bei den umstritteten und entscheidenen Elfmeter-Szenen nicht einmal der Videobeweis angewendet wurde, sei „Schwachsinn“ gewesen. 

Angesprochen auf die Leistung des Teams gab sich der Barça-Superstar nachsichtiger. „Wir haben alles gegeben, was wir hatten. Ich hoffe, wir werden respektiert, nicht kritisiert.“ Im zweiten Durchgang war die Albiceleste die bessere Mannschaft gegen die favorisierten Brasilianer, die sich sehr defensiv präsentierten. Ein Tor lag in der Luft, Messi traf beispielsweise nur den Pfosten, wie zuvor Aguero im ersten Durchgang. Am Ende sollte es aber nicht reichen – auch, da man Pech mit dem Unparteiischen hatte.

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Argentiniens Zukunft sieht wieder rosiger aus

Mit Blick auf die ziemlich neu-formierte Mannschaft Argentiniens gab sich Messi zuversichtlich: „Es ist der Beginn von etwas Neuem. Wir haben eine gute Gruppe“, erklärte La Pulga und meinte, dass es „eine Zukunft gibt“. In der Tat bilden beispielsweise Rodrigo de Paul (25), Juan Foyth (21), Leandro Paredes (25), Lautaro Martinez (21), Giovani Lo Celso (23) und Nicolas Tagliafico (26) einen vielversprechenden Kern, auf dem man aufbauen kann.

Eine unerschrockene, giftige und hochmotivierte Mannschaft war da zeitweise bei der Copa zu sehen. Grobschlächtig und unerfahren an einigen Stellen, noch nicht vollends aufeinander abgestimmt und eingespielt, aber eben auch vielversprechend und talentiert.

Der beherzte Auftritt des jungen Teams macht den Fans Hoffnung, dass Messi und Co. im kommenden Jahr bei der nächsten Copa América, bei der Argentinien neben Kolumbien Gastgeber des Turniers sein wird, vielleicht endlich den ersehnten Titel gewinnen können. „Hier wächst etwas zusammen“, bilanzierte Messi.

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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