Lionel Messi: „Wenn wir die Champions League nicht gewinnen, wäre ich enttäuscht“

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Lionel Messi sprach in einem Interview beim katalanischen Radiosender RAC1 über Ernesto Valverde, Xavis Rückkehr zum FC Barcelona und sein großes Ziel: Den Gewinn der Champions League. Teil zwei seines ausführlichen Interviews.

Lionel Messi gab dem katalanischen Radiosender RAC1 in der Sendung El Món a RAC1 ein ausführliches, 45 Minuten langes Interview. Barçawelt fasst für euch die interessantesten Aussagen zusammen. Teil zwei seines Interviews bei RAC1:

Frage: Ernesto Valverde war sehr umstritten – sind sie glücklich, dass er weitermacht?

Lionel Messi: „Das habe ich bereits an anderer Stelle beantwortet. Die Niederlage gegen Liverpool war unsere Schuld. Was uns passiert ist, darf nicht passieren, weil es uns gegen Rom schon widerfahren ist. Es war nicht die Sache [er meint Schuld, Anm. d. Red.] des Trainers, aber es war auch nicht meine Entscheidung, ihn zu behalten. Der Klub entschied, dass Valverde weitermachen würde, und mich hat das erfreut. Er ist ein Coach, den wir unterstützen und den wir mögen. Und wenn ein anderer kommen sollte, werden wir an seiner Seite sein. Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir alle am gleichen Strang ziehen.“

Die Leute sagen, dass Barça lediglich fünf Champions-League-Trophäen gewonnen hat, obwohl sie den besten Spieler der Geschichte in ihren Reihen haben.

„Ich glaube, das stimmt. Wir haben viele Möglichkeiten ausgelassen, die eine oder andere Champions League mehr zu gewinnen, aber es ist eine Sache, was man sich erhofft und eine andere, was letzten Endes passiert. Es hat nunmal nicht geklappt, schon seit einer Weile nicht.“

Wissen sie, wer den Ballon d’Or gewinnen wird?

„Keine Ahnung.“

Wäre es eine Enttäuschung für sie, sollten sie ihn nicht gewinnen?

„Nein. Ich wiederhole mich: Individuelle Auszeichnungen sind eine Wertschätzung, aber sie haben keine Priorität. Ich wäre enttäuscht, wenn wir erneut die Champions League nicht gewinnen würden, denn das ist das Ziel, das wir in Barcelona alle haben.“

Die letzte Champions League wurde mit Xavi und Iniesta gewonnen. Ihre Lücke zu schließen ist schwierig.

„Es war offensichtlich, dass das passieren würde. Sie zu ersetzen ist unmöglich. Wir haben spektakuläre Mittelfeldspieler, aber Iniesta und Xavi waren einmalig. Deshalb hat sich auch die Philosophie des Teams ein wenig verändert. Alles spielte sich damals im Mittelfeldzentrum ab, und die beiden nicht zu haben macht sich sehr bemerkbar.“

Können sie sich Xavi als Trainer vorstellen?

„Xavi wird hierher zurückkehren, wann immer er das möchte. Er lernt, bereitet sich vor. Wenn er zurückkommen wird, dann denke ich, dass er einen ähnlichen Weg wie Guardiola gehen wird.“

Wie sehen sie ihren natürlichen Leistungsrückgang, der mit dem Alter eintritt? Haben sie ein ‚Ablaufdatum‘?

„Nein, ich bewerte mich jedes Jahr aufs Neue. Jedes Jahr schätze ich ein, ob ich weitermachen kann oder nicht. Ich komme in ein Alter, in dem es normal ist, dass gewisse Dinge schwerer fallen. Ich könnte jetzt sagen ich spiele bis ich 35 oder 36 bin, und dann kann ich mich aber nicht mehr bewegen… Ich möchte in guter Form und wettbewerbsfähig sein.“

Was halten sie von VAR?

„Ich finde es gut und bin dafür, aber es hinterlässt immer noch viele Zweifel, es wird nicht gut genutzt. Es gibt viele Wege, eine Situation zu betrachten. Wenn du VAR nutzt, dann dafür, um viele Zweifel zu beseitigen – aber das geschieht aktuell nicht.“

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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