Lohnanpassungen inklusive: Neue Verträge für Piqué, de Jong und Lenglet

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Gerard Piqué, Frenkie de Jong, Marc-André ter Stegen und Clement Lenglet haben allesamt ihre Verträge beim FC Barcelona langfristig verlängert. Grund dafür sind „temporäre Gehaltsanpassungen“ – die vier Akteure verzichten so kurzfristig auf Geld und helfen dem Klub, die Lohnkosten zu reduzieren.

Kaum war das Spiel des FC Barcelona gegen Ferencvaros Budapest vorbei, verkündeten die Katalanen gleich vier Vertragsverlängerungen. Marc-André ter Stegen stand schon länger in Verhandlungen mit dem Klub und hat sein Arbeitspapier bis 2025 verlängert, doch auch die Innenverteidiger Gerard Piqué (bis 2024)

und Clement Lenglet (bis 2026) bekamen neue Verträge, ebenfalls bis 2026 bindet sich auch Frenkie de Jong an den Verein.

Piqués Vertragsklausel greift 2021/22

Piqués Ausstiegsklausel beträgt nun 500 Millionen Euro, in der Saison 2021/22 muss der Abwehrchef aber eine bestimmte Anzahl von Spielen erreichen, damit seine Vertragsverlängerung bis 2024 automatisch greift. Lenglets Ausstiegsklausel beträgt 300 Millionen Euro, die von de Jong beläuft sich auf 400 Millionen Euro.

Ter Stegens Vertragsverlängerung bahnte sich schon seit einiger Zeit an, doch die Ausdehnung der anderen drei Arbeitspapiere kommt überraschend. Wie Barcelona in der Pressemitteilung erklärt, habe man „nach wochenlangen Verhandlungen“ eine Übereinkunft mit den vier Spielern treffen können, diese beinhalte auch „temporäre Gehaltsanpassungen“, die aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten des Klubs in Zeiten der Corona-Krise nötig seien.

Barças finanzielle Probleme

Der FC Barcelona hatte Anfang des Monats Verluste in Höhe von 97 Millionen Euro für die Saison 2019/20 bekanntgegeben, Corona-bedingt sind die Schulden des Klubs auf 488 Millionen Euro angestiegen. Barça versucht seit Sommer händeringend, seine Kosten zu senken, besonders die exorbitanten Gehaltsausgaben für die Profifußballer mussten und müssen weiter reduziert werden. So trennte sich Barça von den Großverdienern Luis Suarez, Ivan Rakitic und Arturo Vidal, doch damit nicht genug. Mit den Spielern des aktuellen Kaders wird über eine Gehaltssenkung verhandelt – worüber nicht ein jeder Akteur glücklich ist.

Gehaltsanpassungen als Grund

„Die neuen Bedingungen beinhalten eine vorübergehende Gehaltsanpassung aufgrund der aktuellen Umstände, die durch die von Covid-19 ausgelöste Krise hervorgerufen wurden“, heißt es in einer Erklärung des Klubs. Mit anderen Worten: Ter Stegen, Piqué, Lenglet und de Jong haben ihre Arbeitspapiere modifiziert und verzichten kurzfristig auf Gehalt.

Im Zuge dessen erscheinen die plötzlichen Vertragsverlängerungen auch in einem anderen Lichte: Wie ESPN mit Berufung auf vereinsinterne Quellen berichtet, bedeuten die neuen Verträge, dass die vier Akteure Gehaltskürzungen akzeptiert haben, um es dem Verein zu ermöglichen, die Lohnsumme zu senken. Die langen Laufzeiten bedeuten aber, dass die Spieler zu einem späteren Zeitpunkt mehr erhalten werden, ein gestaffelter Gehalts-Anstieg sei also ausgehandelt worden.

Barça will am Mittwoch mit anderen Spielern und Vereinsangestellten über eine Kürzung der Gehälter verhandeln, durch die Unterzeichnungen der neuen Arbeitspapiere sind die vier Akteure von diesen Verhandlungen nun nicht mehr betroffen. 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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