Luis Suárez vor dem Spiel gegen PSG: „Es passierte einfach, es war nicht meine Absicht“

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Vor der heutigen Partie gegen PSG (20:45) offenbarte Luis Suárez im Zuge einer Pressekonferenz viel Interessantes. So sprach der Uruguayer zum Beispiel über den Gegner aus Paris – und in diesem Zusammenhang auch Zlatan Ibrahimović und David Luiz – sowie viele Themen rund um Barça. Zudem gewährte er einen Einblick in seine ganz eigene Gedankenwelt.

Barça geht mit einer Führung in die Partie gegen PSG. Sorgt das für eine Überdosis an Selbstbewusstsein?
Nein, zwar sind wir uns im Klaren, dass wir ein gutes Resultat aus dem Hinspiel im Rücken haben, aber PSG ist ein starker Gegner und das wissen wir.

Hat Luis Suárez das Gefühl, momentan in der besten Form zu sein, seit er bei Barça unter Vertrag steht?
Ja, ich habe das Gefühl eine Hilfe für das Team zu sein, sei es nun mit Assists oder mit Toren. Ich bin glücklich, aber das ist kein Wunder. Wenn das Team gute Leistungen abliefert, bleibt mir nichts anderes übrig als glücklich zu sein – vollkommen unabhängig von meinen individuellen Erfolgen. Im Vordergrund steht nicht, dass ich treffe, sondern dass wir gemeinsam als Team gut abschneiden.

Gegen Valencia spielte Luis Suárez keine 90 Minuten durch. Hatte das konditionelle Gründe?
Nein, nein. Es gab kein Problem mit meiner Fitness, wir nähern uns jedoch dem Ende der Saison und in dieser Phase muss man vorsichtiger sein. Wir dürfen nicht überfordert werden und deshalb werden wir manchmal geschont. In der Situation sprach das Ergebnis für uns und der Trainer hielt es für schlauer, mich auszuwechseln.

Der Spielplan ist vollgepackt. Führt das zu einem Mangel an Intensität?
Nein, darum machen wir uns keine Sorgen. Aber man bemerkt natürlich, dass es auf die Physis geht. Wir sind zwar Profisportler, aber dennoch sind wir auch normale Menschen. Da ist es nur verständlich, wenn wir auch erschöpft sind. Wir haben eine harte Saison und wir wissen alle, dass wir die nötigen Pausen nicht vergessen dürfen. Allerdings müssen wir das meiste aus jedem Moment schöpfen. Ich würde lieber viele Partien bestreiten als gar keine. Das ist ein Indiz dafür, dass man noch in allen Wettbewerben dabei ist.

Wovor muss sich Barça gegen PSG am meisten hüten?
Die schwierigste Sache wird, stets im Bewusstsein zu bewahren, dass wir noch nicht durch sind. Wir bestreiten ein Spiel gegen ein Team mit Leistungsträgern auf einem Topniveau. Wir müssen genauso an dieses Spiel herangehen, wie im Hinspiel. Mindestens die gleiche Intensität muss aufgebracht werden und dann sehen wir, wie die Dinge verlaufen. Dennoch müssen wir von Anfang an versuchen, kontrollierend aufzutreten.

In der Champions League erzielt Luis Suárez viele Tore: Gibt es in diesem Wettbewerb einen besonderen Motivationsboost?
Ich habe immer davon geträumt, in der Champions League zu spielen und genieße diesen aktuellen Moment mit Barça sehr. Es ist großartig, in der Champions League zu spielen. Wir sind momentan auf dem richtigen Weg unser Ziel, die Champions League zu gewinnen, zu erreichen.

Warum klappt es also für den Uruguayer mehr Treffer gegen größere Mannschaften – wie Manchester City oder PSG – zu erzielen?
Es liegt nicht an meiner Motivation. Solche Teams stellen dir persönlich und deinem Team eine größere Aufgabe und du musst versuchen, mehr aus dir selbst herauszuholen. Aber im Großen und Ganzen gehe ich in alle Spiele mit der gleichen Motivation. Manchmal klappt es eben und andere Male eben nicht. Das Gute an einem Verein wie dem FC Barcelona ist, dass du falls du einen schlechten Tag hast, diesen innerhalb von drei Tagen im nächsten Spiel wieder gutmachen kannst.

Wer sind die Vorbilder von Luis Suárez?
Batistuta ist einer meiner großen Vorbilder. Er war ein zentraler Stürmer, der eine sehr spezielle Spielart an den Tag legte. Die Art, wie er sich bewegte, war es, was mich packte. Er stand nie still.

Im Hinspiel gegen PSG tunnelte der Stürmer David Luiz zweimal und erzielte anschließend zwei Treffer. Was denkt er darüber?
Es geschah einfach. Du versuchst vorbeizukommen und es gibt verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Ich habe nicht überlegt, gegen wen es war oder ob ich ihn schockieren würde mit dem Beinschuss. Es passierte einfach, es war nicht meine Absicht.

Was denkt der Uruguayer über Zlatan Ibrahimović?
Wir alle kennen seine Karriere. Er spielt schon so viele Jahre und hat wahnsinnig viele Erfolge gefeiert. Zlatan ist schon immer einer der besten drei oder vier Stürmer, die es gibt. Man sieht ihm seine Qualität an. Er ist ein wichtiger Spieler für das Team, er ist mehr als nur wichtig für Paris. In der Partie gegen sein Team müssen wir sehr auf ihn aufpassen.

Luka Modrić ist verletzt, was hat Luis Suárez dazu zu sagen?
Es ist nie schön, wenn man weiß, dass ein Fußballer verletzt ist. Das macht niemanden glücklich. Er hatte eine tolle Saison bei Real Madrid. Allerdings haben sie einen guten Kader. Es gibt bei ihnen keinen Spieler, der mit Modrić vergleichbar ist, aber ich denke, sie können seinen Ausfall kompensieren.
 
Die Medien in England sprechen ihm großes Lob für seine Leistungen aus. Seine Gedanken hierzu:
Nur weil ich treffe, heißt es nicht, dass ich denke, dass ich der Beste bin und andersrum denke ich auch nicht, dass ich der Schlechteste bin. Man macht Fehler und man muss damit zurechtkommen. Lob ist immer gut, aber manchmal kann zu viel davon auch zu einer Gefahr werden. Man kann überheblich werden.
 

Ist das Trio Messi-Neymar-Suárez das derzeit Beste?
[Suárez lacht] Es ist euer Job, das zu entscheiden – nicht meiner. Aber ich fühle, dass wir eine gute Offensive haben. Es ist eine Ehre, das tägliche Leben mit solchen Leuten zu verbringen. Wir haben auch gute andere Spieler, wie zum Beispiel Pedro oder Munir. Wir arbeiten alle als Gruppe für das Team und nicht als Einzelkämpfer oder nur als Trio.

Toptorschütze in der Champions League?
Nein, daran denke ich nicht. Ich bin gedanklich beim morgigen [heutigen] Spiel, und anschließend denke ich an das Halbfinale. Falls wir dort siegen an das Finale. Wir sind auf unsere Leistungen als Gruppe fokussiert und nicht auf individuelle Erfolge.

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