Messi spricht über Neymar, Lautaro und Abidal: „Habe mich angegriffen gefühlt“

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In einem Interview spricht Lionel Messi über den Social-Media-Skandal, Ernesto Valverdes Abgang, eine mögliche Rückkehr Neymars, was ihm an Lautaro Martínez gefällt und warum ihn die Aussagen Eric Abidals zu seiner Aussage auf Instagram verleitet haben. 

Lionel Messi gab der Mundo Deportivo ein ausführliches und exklusives Interview. Wir haben die interessantesten Aussagen in Teil 2 des Interviews übersetzt. Hier geht es zu Teil 1 seines Interviews, in dem Messi über seinen Verbleib bei Barça, die Form der Mannschaft und die Änderungen unter Quique Setién spricht.

Frage: Wie haben sie den Abgang Ernesto Valverdes miterlebt?

Lionel Messi: „Natürlich war das nicht schön, denn es verließ uns nicht nur ein großer Trainer, sondern auch eine große Person. Die Situation wurde gelegentlich gekennzeichnet von Spielen, in denen wir [die Spieler] hauptverantwortlich waren, nicht er. Aber am Ende ist es immer leichter, den Trainer zu wechseln statt die Spieler; die Trainer wissen, dass das so ist. Dann kam die Niederlage gegen Atlético Madrid, bei der wir alles unter Kontrolle hatten und binnen fünf Minuten schieden wir aus der Supercopa aus. All diese Dinge führten dazu, dass es so endete wie es endete, und ehrlich gesagt war das sehr schade.“

An Valverdes Entlassung war auch Eric Abidal beteiligt. Was ist da vorgefallen, wie hat die Mannschaft seine Aussagen aufgenommen?

„Ich weiß nicht, was ihm durch den Kopf gegangen ist, so etwas zu sagen. Ich habe geantwortet [auf Instagram, Anm. d. Red.], weil ich mich angegriffen gefühlt habe, weil ich empfunden habe, dass die Umkleidekabine angegriffen wird. Es werden sowieso schon zu viele Dinge über die Umkleidekabine behauptet: Dass alles gemanagt wird, dass Trainer installiert und entfernt und Spieler geholt werden. Auch über mich wird das behauptet, so als hätte ich viel Macht und würde Entscheidungen treffen. Das wird oft geschrieben und stimmt einfach nicht. Daher stört es mich, wenn eine Person des Vereins, der Sportdirektor, die Spieler in den Mittelpunkt dieser Trainer-Entlassung rückt. Das ist verrückt. Der Sportdirektor trifft die Entscheidungen und ist für derlei Dinge verantwortlich. Aber er hat die Umkleidekabine attackiert. Deshalb habe ich mich öffentlich geäußert. Ich konnte es nicht so stehen lassen, dass der Sportdirektor mich in dieser Art und Weise attackiert.“

Dienstag sprach Präsident Josep Maria Bartomeu mit euch Kapitänen über den Social-Media-Vorfall. Haben seine Erklärungen euch überzeugt?

„Ich war ehrlich gesagt überrascht, da ich nicht hier [in Barcelona] sondern auf Reisen war. Als ich angekommen bin, wurde ich Stück für Stück darüber informiert. Der Präsident hat uns das Gleiche erzählt, was er auch öffentlich gesagt hat, was er auf der Pressekonferenz erklärt hat: Was die Situation war, was geschehen ist – viel mehr kann ich nicht sagen.“

Aber haben die Ausführungen sie überzeugt?

„Ehrlich gesagt finde ich es seltsam, dass so eine Sache passiert. Es wurde auch geschrieben, dass es Beweise gibt. Wir müssen abwarten und sehen, ob es wahr ist oder nicht. Wir können dazu nicht viel sagen, müssen einfach abwarten, wie sich die Sache entwickelt. Ich finde das ist wirklich ein merkwürdiges Thema.“

Zum Thema:

In letzter Zeit geht es turbulent zu im Verein.

„Das stimmt, seit Januar gibt es ein Problem nach dem anderen. Was wir benötigen ist Ruhe, damit wir uns auf den Fußball und die Spiele konzentrieren können. Zumindest müssen wir uns [von all den Turbulenzen im Verein] isolieren, sonst werden es schwere Monate.“

Sie bilden ein Tandem mit Antoine Griezmann im Angriff – wie kommen sie mit ihm zurecht?

„Wir haben eine gute Beziehung zueinander, auch außerhalb des Platzes, so wie es mit allen Mitspielern ist. Natürlich war es normal, dass er am Anfang Eingewöhnungsprobleme hatte, denn er ist eine andere Spielweise gewohnt. Er musste auch auf links spielen, wo er sich vielleicht nicht unbedingt am wohlsten fühlt. Aber derzeit, in den letzten Spielen, spielt er als Mittelstürmer und wir haben so mehr Möglichkeiten, zusammenspielen, wir sind näher aneinander und enger verbunden. Wenn es mal nicht klappt [mit dem Zusammenspiel], dann nicht weil es zwischen uns nicht stimmt, sondern weil das in manchen Spielsituationen nunmal so ist. Wir verstehen uns sehr gut.“

Es wirkt, als würden sie Ansu Fati unter ihre Fittiche nehmen – so wie es damals mit Ronaldinho und ihnen war.

„Er ist ein sehr wichtiger Spieler, eine super Verstärkung für den Verein und uns alle. Aber man muss die Sache ruhig angehen, so wie damals bei mir auch, und ihm nicht zu viel Verantwortung übertragen. Es herrscht auch eine Zeit vor, in der es schwieriger ist, für die erste Mannschaft zu spielen, als das damals zu meiner Zeit der Fall war. Damals waren die Dinge anders, wir hatten eine Fluidität im Spiel, es war für denjenigen der rein kam viel leichter. Aber manchmal, wenn die Dinge nicht so gut laufen, ist es viel schwieriger, ins Spiel zu kommen. All diesen Druck auf einen 17-Jährigen auszuüben ist nicht normal. Er hat sehr viel Qualität und sehr viel Potential, aber man muss es ruhig angehen, das ist das Beste für ihn.“

Wie ist es mit Neymar – sollte er zurückkehren?

„Ich habe das schon oft gesagt: Auf einer sportlichen Ebene ist Ney einer der besten Spieler der Welt – ich würde mich sehr freuen, wenn er zurückkehren sollte.“

Was würden sie denjenigen sagen, die einer Rückkehr skeptisch gegenüberstehen oder diese ablehnen?

„Es ist normal, dass die Leute das so sehen – aufgrund der Art und Weise, wie er gegangen ist. Das hat keinem gefallen. Mich hat das damals auch gestört, wir hatten versucht, ihn davon abzubringen. Was wir alle am Ende des Tages wollen, ist gewinnen und die besten Spieler haben – wir und die Anhänger. Wie erwähnt: Er ist einer der Besten und gibt uns auf dem Platz sehr viel. Er hat ein unglaubliches Niveau, er ist ein besonderer Spieler: Stark im Eins-gegen-eins, torgefährlich und er kann den Gegner aus der Balance bringen.“

Er müsste sich schon auf die richtige Art und Weise entschuldigen, um zurückkommen zu dürfen.

„Er möchte wirklich sehr gerne zurückkehren. Es tat ihm schon seit langem leid [gegangen zu sein]. Er hat viel dafür getan, zurückkehren zu können, das war der erste Schritt, um das vollbringen zu können.“

 

 

Abidal hat erklärt, dass es nicht unmöglich wäre, dass Neymar und Lautaro Martínez im Sommer verpflichten werden können. Wie sehen sie Lautaro?

„Er ist spektakulär, hat beeindruckende Eigenschaften. Man konnte schon früh sehen, dass er ein großartiger Spieler werden würde, nun ist er explodiert und zeigt das. Er ist sehr kräftig, gut im Eins-gegen-eins, ist torgefährlich, im Strafraum kämpft er gegen jeden und hält dagegen, er kann den Ball halten oder alleine gehen. Er hat sehr viel Qualität und ist sehr komplett.“

Luis Suárez selbst sagte bereits, dass der Verein einen jüngeren Stürmer für die Zukunft verpflichten müsste.

„Lautaro ist Luis sehr ähnlich. Beide wissen ihren Körper sehr gut einzusetzen und den Ball zu halten. Sie haben einige Dinge gemein. Alle guten Spieler können sich anpassen und adaptieren. Luis hat sehr viel Erfahrung, er könnte Lautaro helfen, sich an die Liga und den Verein zu gewöhnen.“

 

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