Offiziell: Barça zieht Ausstiegsklausel und holt Braithwaite aus Leganés

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Der FC Barcelona hat seinen neuen Angreifer gefunden und Martin Braithwaite vom CD Leganés verpflichtet. Barça zog die Ausstiegsklausel des 28-Jährigen, der dank einer kontroversen Sonderregelung der spanischen Liga verpflichtet werden durfte.

Der FC Barcelona hat von der Sonderregelung des spanischen Verbandes Gebrauch gemacht und außerhalb des Transferfensters einen Stürmer nachverpflichtet: Wie die Katalanen am Dienstag bekanntgaben, haben sie Martin Braithwaite vom CD Leganés verpflichtet. 

Barça zog die Ausstiegsklausel in Höhe von 18 Millionen Euro und stattet den Dänen mit einem Vertrag bis 2024 aus.

Braithwaite ist nur in La Liga einsatzfähig, in der Champions League hat der 28-Jährige keine Spielberechtigung, da es sich um eine Sonderregelung der spanischen Liga handelt, die von UEFA und FIFA nicht angewendet wird.

Leganés, das gegen den Abstieg kämpft und aktuell auf dem vorletzten Platz rangiert, war gegen die Verpflichtung machtlos, da Barça sich mit dem Spieler einigte und die festgeschriebene Ausstiegsklausel zog. Ausstiegsklauseln sind in allen Spielerverträgen in Spanien verankert, hier zum großen Nachteil Leganés’ – die nun selbst keinen Akteur nachverpflichten können, da das Transferfenster geschlossen ist. 

Unfaire Sonderregelung in La Liga

“Barça hat sich korrekt verhalten, sie haben uns am Montag kontaktiert – die einzige Möglichkeit war, die Klausel zu ziehen”, erklärte Leganés’ Direktor Martin Ortega: “Wir können ihnen das nicht vorwerfen, da sie die derzeit bestehenden Regeln angewendet haben. Aber wir denken, dass die Regeln nicht fair sind. Wir würden es verstehen, wenn diese Regel Anwendung fände, wenn es ein gegenseitiges Einvernehmen zwischen den Klubs gäbe, aber die derzeitigen Regeln stehen im Widerspruch zur Gleichheit zwischen den Vereinen.”

Die Sonderregelung, dass ein Verein beim langfristigen verletzungsbedingten Ausfall eines Spielers (über fünf Monate oder länger, wie im Falle Ousmane Dembélés) einen Akteur auch außerhalb des Transferfensters nachverpflichten kann, ist vom Prinzip her eigentlich eine sinnvolle Idee, die Klubs helfen soll, auf außerplanmäßige Verletzungen zu reagieren.

In diesem Fall ist sie jedoch schlichtweg schlecht und letztlich unfair umgesetzt, da Leganés für Barcelonas Verletzungspech und schlechte Planung bestraft wird. Denn dem kleinen Verein aus dem Madrider Vorort wird ein wichtiger Stammspieler genommen, ohne die Möglichkeit zu haben, zu reagieren. So profitieren besonders wohlhabende Vereine von der Ausnahmeregelung, während kleine Klubs machtlos mit ansehen müssen, wie ihre besten Spieler weggekauft werden. Eine Sonderregelung, die dringend überarbeitet gehört – oder abgeschafft.

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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