Paukenschlag: Bartomeu tritt als Präsident zurück!

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Politisches Beben bei Barca: Der Vorstand des FC Barcelona um Präsident Josep Maria Bartomeu ist zurücktreten. Das berichten am Dienstagabend erst zahlreiche spanische Medien, ehe Bartomeu den Rücktritt auf einer Pressekonferenz offiziell bestätigte. Somit entfällt das anstehende Misstrauensvotum, denn nun stehen direkt Neuwahlen vor der Türe. 

Nun also doch! Der Vorstand des FC Barcelona um Präsident Josep Maria Bartomeu ist am Dienstagabend zurückgetreten. Das berichteten vorab zahlreiche spanische und katalanische Medien übereinstimmend. Der FC Barcelona hat eine Pressekonferenz für den Abend einberufen, auf dieser hat Bartomeu höchstpersönlich seinen Rücktritt erklärt. “Hiermit gebe ich meinen Rücktritt und den der Vorstandsmitglieder bekannt.”

 

Damit kommen Bartomeu und der Vorstand dem gegen sie gestellten Misstrauensvotum zuvor, das am 1. und 2. November hätte abgehalten werden sollen. Der Klub versuchte noch, diesen Termin aufzuschieben. Einen entsprechenden Antrag hat die Generalitat Catalunya laut des spanischen Journalisten Alfredo Martínez am Montagvormittag jedoch abgelehnt. Noch am Montag hatte Bartomeu auf einer Pressekonferenz erklärt, er habe nie einen Rücktritt in Betracht gezogen. Nun also kaum 24 Stunden später die Rolle rückwärts.

Dadurch ist das Misstrauensvotum nun hinfällig, die Präsidentschaftswahlen werden vorgezogen. In den nächsten 40 bis 90 Tagen werden diese nun stattfinden, also zwischen Anfang Dezember und Ende Januar.

Vier Anwärter auf den Präsidentschaftsjob haben ihre Kandidatur bereits bestätigt. Dies sind neben Víctor Font und Jordi Farré auch Lluís Fernàndez und Augustí Benedito. Darüber hinaus spielt Joan Laporta, der bereits von 2003 bis 2010 Präsident der Blaugrana war, mit der Idee, erneut zu kandidieren. Eine offizielle Bestätigung seitens des 58-Jährigen gibt es jedoch noch nicht.

Font schrieb auf Twitter nach Bartomeus Rücktritt: “19.000 Socios haben den Weg gewiesen. Jetzt benötigt Barça eine Rettung. Heute sage ich euch mit mehr Enthusiasmus denn je, dass wir die Ideen, das Team und den Antrieb haben, den Klub wieder aufzubauen.”

Bartomeu begründete den Rücktritt des Vorstands damit, dass die katalanische Regierung das Misstrauensvotum nicht verschieben wollte, “diese Entscheidung ist widersprüchlich und unverantwortlich”, so Bartomeu in seiner Rede. Die Gesundheit der Vereinsmitglieder könne in Zeiten der Pandemie bei der Wahl nicht gewährleistet, das Referendum daher nicht ordnungsgemäß geplant und durchgeführt werden, begründete Bartomeu. “Wir möchten nicht zwischen Gesundheit und Abstimmung wählen müssen, deshalb treten wir sofort zurück.”

 

Stark beschädigter Bartomeu

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Bartomeu die Abwahl fürchtete und dieser nun zuvorkam, da er nicht der erste Barça-Präsident sein wollte, der aus dem Amt gewählt wird. Zu sehr wurde er in den vergangenen Monaten und Wochen beschädigt, durch ‘Barçagate‘, durch Messis Interview, durch Piqués Aussagen nach dem Bayern-Debakel sowie durch dessen Interview zuletzt, durch die Streitigkeiten um die Gehaltskürzungen und natürlich vor allem durch die gut 19.000 Unterschriften beim Misstrauensantrag, die während einer Pandemie und ohne Zuschauer bei Heimspielen gesammelt wurden und die eine mehr als deutliche Sprache sprechen.

Bartomeu rechtfertige sich bei seiner Rücktrittsrede derweil, warum er nicht schon im Sommer zurückgetreten ist: “Nach dem Ausscheiden aus der Champions League wäre es am einfachsten gewesen, zurückzutreten, aber es mussten Entscheidungen getroffen werden, und außerdem befanden wir uns mitten in einer Weltkrise. Wir konnten den Verein nicht in den Händen eines Interims-Vorstands verlassen. Wer hätte den neuen Trainer eingestellt? Wer hätte Neuverpflichtungen getätigt? Wer hätte Messis Verbleib verteidigt ? Wer hätte den Vorschlag gemacht, die Gehälter anzupassen? Wir haben verstanden, dass verantwortungsbewusste Entscheidungen getroffen werden müssen, auch wenn sie unangenehm und unpopulär sind.”

Doch nun wurde der Druck auf den ungeliebten Präsidenten, der seit 2014 im Amt war, zu groß. Am Dienstagabend traten Bartomeu und der Vorstand zurück. Viele Culés werden gedacht haben: Endlich.

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