PES 2018: Barça und Rivalen in charismatischer Preview

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Der FC Barcelona genießt weiterhin eine exklusive Partnerschaft mit Publisher KONAMI. Auch in der diesjährigen Auskopplung von PES ist Barça mit Stil und Würde vertreten. Lionel Messi und Co. glänzen im Spieleklassiker mit ästhetischen und taktischen Skills. Gleich vorweg: Die Frage ob Pro Evo FIFA den Rang abgelaufen hat, sind wir in etwa so leid wie die impulsiven Debatten zwischen den weltweiten Messi- und Ronaldo-Jüngern. Während wir auf letztere Diskussion eine klare Antwort finden, scheint auch der japanische Hersteller die Intensität im Duell um den Status des besten Soccergames merklich forciert zu haben.

Camp Nou. Neymar chipt den Ball über die zerstreute Abwehrkette von Paris. Geistesgegenwärtig stielt sich Sergi Roberto zwischen die Reihen des Gegners und lenkt das Spielgerät im Ausfallschritt an Torhüter Kevin Trapp vorbei. Gleich zu Beginn des E3 Trailers tobt Barcelonas Fußballtempel. Die Erfolgsverwöhnten Anhänger der Katalanen schwanken im Takt des Kamerabildes bis ein elektronischer Beat und Barças Hymne zu vernehmen sind. Das in der Realität seismographisch gemessene Mini-Erdbebender der Stärke 1 war plötzlich digital zu spüren. Auf die ikonische Szene des Champions League Achtelfinals von 2017 folgt dann ein beeindruckendes Showreal, in welches die Japaner all das packen, was PES 2018 so liebenswert machen soll.

Täuschend echt

Auch zu sehen im Trailer –  ein Lionel Messi, der sich mit ein paar einfachen Körpertäuschungen durch die Abwehrkette von Atlético Madrid schlängelt, Neymars aufreizende Ballannahme hinter dem Standbein und Marc-André ter Stegen, der seinen Vorderleuten lautstarke Kommandos zubrüllt. Die Spieler strotzen nur so vor Details und Ausstrahlung und verhelfen dem Spiel zu seiner selbständigen Signatur: Charismatisch, praktisch, gut. PES sieht auf den Ersten und zweiten Blick nach unglaublich schlüssigem Handwerk aus, sowohl auf funktionaler, als auch auf bildhafter Ebene. Doch die neuste Version hat mehr zu bieten als wunderschöne Visuals und berauschende Atmosphären. Neben den Herrschaften im blauroten Dress turnen im E3 Trailer nämlich auch Borussia Dortmund, Liverpool, Schalke und eben Atlético rastlos auf und ab über die Rasenplätze.

Authentische Bewegungen sind in einer Fußballsimulation nun mal das A und O. In der Tat war das sogenannte Motion-Capturing so on point – wie in den ersten Gameplays auf Youtube – zu bewundern. Drehungen, Sprints und Dribblings der Spieler sind jetzt an die Talente ihrer realen Vorbilder angelehnt. Die Chance, dass beispielsweise Sergio Busquets das Sprintduell gegen Ousmane Dembélé gewinnt, tendiert also gegen Null. Dass der routinierte Sechser aus Barcelona dem Speed von Dortmunds Jungspund allein durch geschicktes Stellungsspiel oder eine clevere Finte den Wind aus den Segeln nehmen könnte klingt dann schon machbarer.  Mit ein wenig Geschick und Übung funktionieren all diese Aktionen nicht nur, sondern machen auch optisch einiges her.

Und damit sind wir dann doch schon wieder ganz schnell bei der Grafik: Vor allem Emotionen wie Freude oder Trauer wirken weitaus glaubhafter als in älteren PES-Versionen und lassen sich mit hohem Unterhaltungswert aus den vielfältigen Gesichtern ablesen und mitfühlen. Selbst kleine Aufreger oder Freudenausbrüche in den Zwischensequenzen erinnern beachtlich stark an die Wesenszüge der echten Superstars. Auch die Lichtverhältnisse innerhalb der Stadien sind an die Bedingungen der realen Fußballtempel je nach Uhrzeit angepasst. Laut den Entwicklern bekam KONAMI dabei unter anderem von Borussia Dortmund freie Hand den Signal Iduna Park zu Gunsten der Belichtung zu vermessen. Wie viele Stadien, Ligen und Mannschaften es in diesem Jahr tatsächlich in die finale Verkaufsversion schaffen wird sich zeigen. Auf Deutschlands höchste Spielklasse muss aus Lizensgründen aller Voraussicht nach vorerst erneut verzichtet werden.

Neu sind außerdem …

… Goalkeepers

Auch die Torhüterleistung soll sich im Vergleich zum Vorgänger stark verbessert haben. Der Goalie ist fortan ein tatsächlicher Rückhalt seiner Mannschaft der im Notfall als letzter Mann das sinkende Schiff verlässt.
… Hagemann und Küpper
Nicht wirklich neu und dennoch immer wieder erfrischend zu hören, wird der ganze Spaß von zwei bekannten Gesichtern aus der deutschen TV-Landschaft vertont. Marco Hagemann und Hansi Küpper leihen den virtuellen Kommentatoren ihre Stimmen und sorgen für bissige Analysen und spannende Unterhaltung.

… fairer PC-Support
Pro Evolution Soccer wird auf allen gängigen Spieleplattformen verfügbar sein. Dazu zählen: PlayStation 4, Xbox One, Android, Xbox 360, PlayStation 3, Microsoft Windows und iOS. Angeblich soll primär die PC-Version stärker als in der Vergangenheit unterstützt werden und in Sachen Grafikleistung und Systemanforderungen mit den Konsolen mithalten können.
… Standards mit ganz viel Gefühl
Richtungspfeile bei Freistößen und Ecken sind passé. Wie stark oder sanft man einen Ball in Richtung Tor prügelt oder touchiert ist dem Urteilsvermögen und Fingerspitzengefühl des Spielers überlassen.
… Gesichter im Interfacedesign
Die Menüs aus PES 2017 sollen zudem komplett überarbeitet wurden sein. So werden in den Statistiken die Profilbilder der Spieler nun als kleine Fotografien der Spieler auftauchen.
… taktische Kniffe
Während die Außenstürmer bei Ballverlust mit in die eigene Hälfte stürmen, bieten sich einige Spieler auch ganz bewusst für diagonale Seitenwechsel an. Das Abschirmen des Balls sowie der gezielte Einsatz von Fuß, Brust, Oberschenkel, Kopf oder Schulter zur Verarbeitung der Kugel sind fundamental für ein optimales Spielgeschehen. Überhaupt müssen Angriffs- und Verteidigungspraktiken besser ausgeklügelt sein als je zuvor. Ziel ist wohl eine anspruchsvolle Simulation, die dennoch einsteigerfreundlich sein möchte.
… Spieltempo
Dadurch, dass das Tempo leicht gesenkt wurde, ist ab jetzt Teamwork gefragt. Den Ball an den Spielmacher oder Flügelflitzer abtreten und dann nach vorne dribbeln oder peitschen geht gar nicht! Gefragt sind Kombinationen, Verständigung und der Einsatz der bestimmten Spielerattribute zur richtigen Zeit.
… Modi
Im Mehrspielermodus kann man mit gemeinsam mit zwei Freunden gegen drei Gegner antreten. Auch 2vs2 soll möglich sein. Die von einigen Fans erwünschte Zufallspartie wurde ebenso wiedereingeführt. Dazu gesellt sich ein Spielmodus, bei welchem alle Klubwerte der vorhandenen Teams dieselbe Stufe besitzen. Der Kraftakt, mit den vermeintlich kleineren Herzensklubs gegen die Übermächte aus Europa anzutreten, scheitert somit nicht mehr an der Qualitätsdifferenz.
… Specials von Maradona bis Bolt
Geplant war es eigentlich nicht, dass der schnellste Mann der Welt nun auch auf virtuellen Bolzplätzen umherflitzt. Laut Global Product- und Brandmanger Adam Bhatti hatte Usain Bolt, der sich selbst am ehesten mit Zlatan Ibrahimovic assoziiert, dermaßen Bock sich mit einem digitalen Abbild zu verewigen, das die Entwickler den sympathischen Jamaikaner und bekennenden Fußballenthusiasten kurzer Hand in das Game integrierten. 
Neben Bolt wird auch Diego Maradonna mit von der Partie sein. Der Argentinier wird zwar, nicht wie zunächst erwartet PES-Markenbotschafter, dafür aber ein integraler Bestandteil des Spiels werden. So oder so – die letzten 20 Sekunden des E3 Trailers machen da schon mal Lust auf mehr.

Fazit und Prognose: PES 2018 muss sich keineswegs vor der Hauptkonkurrenz aus den Vereinigten Staaten verstecken. Das Game wird nach dreijähriger Entwicklung trotz – oder gerade aufgrund –  einer gedrosselter Ingamegeschwindigkeit neue Maßstäbe in Sachen Spielfluss, Ballphysik, Atmosphäre und Look setzen. Trotz des kinoreifen E3 Trailers dürfte sich KONAMI in der Entwicklungsphase nicht auf einer Style-Over-Substance-Philosophie ausgeruht haben. Alles was auf dem Bildschirm schön anzusehen ist hat in der Regel auch die Funktion, sowohl das Zweikampfverhalten, als auch die Entscheidungsfindung und Ballbehandlung der Pixelakteure maßgeblich voranzubringen. Das schöne Spiel wird zur taktischen Philosophie – ein Traum für Barcelona-Fans. Und auch wer sonst wegen der fehlenden Bundesligalizens ein Auge zudrücken kann, darf sich auf einen der heißesten und ambitioniertesten Videospielartikel des Jahres gefasst machen.

Das neue Pro Evo erscheint am 14. September dieses Jahres. Im Netz reagiert der Hersteller auf sämtliche Fragen und Feedback. Wer also die Online Beta zwischen dem 20. Und 30. Juli auf Herz und Nieren geprüft hat, kann sich Lob oder Frust auf KONAMIS hauseigener Facebookseite des Spiels frei von der Seele reden.

Der actionreiche Trailer zum Spiel

https://www.youtube.com/watch?v=jGgNxN0rQYw

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