Präsidentschaftswahlen auf Mitte März vorgezogen

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Die für Montag einberufene Dringlichkeitssitzung des Vorstandes des FC Barcelona hat ergeben, dass die Präsidentschaftswahlen auf den 15. März 2021 vorverlegt werden. Damit kommt Josep Maria Bartomeu seinem Nachfolger entgegen, bleibt aber auch vorerst im Amt.

Was einige spanische Medien bereits in den vergangenen Tagen vermeldeten, hat nun auch der FC Barcelona offiziell bestätigt: Die Präsidentschaftswahlen, die erwartungsgemäß für den Sommer 2021 angesetzt waren, werden auf den 15. März 2021 vorverlegt. Die formelle Bekanntgabe dieses Datums wird Ende Januar 2021 erfolgen.

Das ist das Ergebnis der außerordentlichen Vorstandssitzung, die am Montag stattfand. Dabei wurde auch die Möglichkeit von Neuwahlen in den nächsten Wochen diskutiert, die aber aufgrund des nahenden Saisonbeginns Mitte September sowie der derzeit schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Situation aufgrund der Coronakrise als nicht durchführbar erachtet wurden.

Der Umstand, dass die Wahlen nun zum Ende des ersten Quartals des kommenden Jahres abgehalten werden, bedeutet, dass der aktuelle Vorstand die volle Verantwortung für das Finanzjahr 2020/21 übernehmen wird. 

 

Kein Rücktritt Bartomeus

Präsident Josep Maria Bartomeu tritt somit nicht von seinem Amt zurück – nur ein Rücktritt oder ein Misstrauensvotum hätten die Präsidiumswahlen beschleunigt und schon in diesem Jahr Neuwahlen zur Folge gehabt, doch Bartomeu verharrt weiter im Amt – so bleibt beim FC Barcelona aktuell alles beim Alten.

Gemäß der Satzung des FC Barcelona muss der Urnengang – sofern es vorher nicht zu vermehrten Rücktritten im Vorstand kommt – zwischen März und Juni ausgetragen werden. Der 15. März ist somit ein frühestmöglicher Termin für die Wahl eines neuen Präsidenten. Dies soll dem dann neu zusammengestellten Vorstand genug Zeit geben, sein Projekt für die Spielzeit 2021/22 vorzubereiten. 

Der bisher einzige offiziell bestätigte Kandidat ist Victor Font, der mit seinem ‘Si al futur’-Projekt eine Reformation des FC Barcelona anstrebt. Neben dem Ziel einer stärkeren Demokratisierung plant Font unter anderem die stärkere Einbindung ehemaliger Spieler sowie das Stärken der Jugendakademie ‘La Masia’. 

Erwartet wird, dass auch Ex-Präsident Joan Laporta, der langjährige Präsidentschaftsanwärter Agustí Benedito und Ex-Vorstandsmitglied Emili Rousaud als Präsidentschaftskandidaten an den Start gehen werden. Ob es vom aktuellen Vorstand um Josep Maria Bartomeu einen Nachfolgekandidaten geben wird, steht aktuell noch nicht fest. Bartomeu selbst kann nicht wiedergewählt werden.

Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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