Quique Setiéns erste Pressekonferenz: “Habe eine klare Philosophie”

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Der FC Barcelona hat Quique Setién offiziell als neuen Trainer präsentiert. Auf seiner Vorstellungspressekonferenz sprach Setién über die Aufgaben bei Barça, seine Ziele und seine Spielphilosophie – und darüber, dass er die Jugend aus La Masia fördern will.

Der FC Barcelona hat Quique Setién am Dienstagnachmittag offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Erst unterschrieb der 61-Jährige im Beisein von Präsident Josep Maria Bartomeu seinen Vertrag, anschließend sprach er auf der Pressekonferez zu den versammelten Journalisten.

Wir haben die erste Pressekonferenz des neuen Trainers des FC Barcelona zusammengefasst:

Quique Setién:

“Niemals in meinen wildesten Träumen hätte ich mir vorstellen können, dass ich hier sein würde. Das ist etwas ganz Besonderes. Gestern ging ich in meinem Dorf an den Kühen vorbei, heute bin ich hier in Barças Ciutat Esportiva und trainiere die besten Spieler der Welt. Zuerst muss man dankbar sein und dann voller Vorfreude und Enthusiasmus dieses Projekt angehen – wichtig ist, diese Dinge auf die Spieler zu übertragen.”

“Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu Ernesto Valverde, ich schätze ihn als korrekte Person ein und schätze seine Arbeit. Ich werde versuchen, mit ihm in Kontakt zu treten, denn es gibt viele Bereiche seiner Arbeit, die uns sehr gut tun werden. Jeder von uns trägt mit seiner eigenen Arbeitsweise durch Nuancen bei. Auch will ich ihm danken, dass er mir eine Mannschaft hinterlassen hat, die auf dem ersten Platz steht. In diesen Monaten, in denen du auf eine neue Chance [als Trainer] wartest, denkst du immer, dass es sich um eine Mannschaft handeln würde, die aufgrund eines Negativlaufes am Boden liegt. Es ist nicht normal, eine Mannschaft zu übernehmen, die Tabellenführer ist.”

“Mein Ziel ist natürlich, alles zu gewinnen, was man gewinnen kann. Ich will alle möglichen Titel holen. Zudem wollen wir aber natürlich gut spielen. Um zu gewinnen, musst du viele Dinge richtig machen. Der beste Weg zum Sieg ist gut zu spielen.”

“Ich habe einigen Spielern – nicht nur Messi – gesagt, dass er ein besonderer und einzigartiger Fall ist. Es tut mir nicht weh zu sagen, dass ich diese letzten zwölf bis vierzehn Jahre vor dem Fernseher genossen habe, als ich dieses Team und diese Spieler sah, die mich den Fußball genießen ließen. Jetzt, da ich den besten Spieler der Welt und seine Mannschaftskameraden trainieren darf, weiß ich immer noch nicht, was das genau bedeutet. Die Beziehung wird großartig sein; sie werden sehen, dass ich aufrichtig und direkt bin und dass wir sie davon überzeugen werden zu arbeiten, weil sie das Talent dazu haben.”

 

 

“Jedesmal, wenn ein neuer Trainer erscheint, spürt man in der Umkleidekabine direkt einen erkennbaren Antrieb. Dieser kann natürlich abschwächen, aber den Antrieb, den wir heute im Training gespürt haben, den wollen wir beibehalten. Ich habe noch nie einen Trainer kennengelernt, der genauso wie der andere ist. Wir haben alle unsere eigenen Ansichten. Ich weiß nicht, ob mein Weg der beste oder schlechteste ist, aber es ist meiner und ich bin davon überzeugt, dass ich viele der Dinge, die mir gefallen, vermitteln kann, sodass wir uns verbessern können.”

“Natürlich kann man eine Vorstellung davon haben, wie dieses Team und die Spieler aussehen sollen, aber die Realität ist, dass man nicht weiß, wie weit man gehen kann, solange man nicht mittendrin ist. Heute war alles sehr überstürzt. Gestern war ich zu Hause und heute bin ich hier. Alles ist neu. Wir haben das Team zum ersten Mal trainieren sehen. Es gibt viel zu besprechen, zu nuancieren und wahrzunehmen. Es wird eine Reihe von Veränderungen geben und ich muss eine Komposition treffen. Wir haben eine klare Philosophie, aber wir müssen erst sehen, wie die Dinge stehen.”

 

“Dieser Verein hat ein außergewöhnliches Jugendsystem. Ich kenne die meisten Spieler nicht genau, aber sie werden kommen, um zu trainieren und teilzunehmen. In der ersten Mannschaft müssen sie sich darüber im Klaren sein. Wenn Talente von unten hochkommen, dann weil sie es verdienen. Ich habe eine absolute Neigung dazu, mich um die Jugend zu kümmern, denn immer wenn ein neuer Junge auftaucht, bringt er Energie mit, die es denjenigen in der ersten Mannschaft nicht erlaubt, sich zu entspannen. Das ist eine Botschaft, die ich schon immer ausgesendet habe. Wenn sie [die Nachwuchsspieler] Fortschritte machen, können sie in der ersten Mannschaft spielen und einer von uns sein.”

“Bezüglich des Spielsystems: Das Wichtigste ist die Philosophie – die Klarheit zu haben, wie wir spielen. Es ist möglich, dass wir irgendwann einige Veränderungen bezüglich des 4-3-3 oder 4-4-2 vornehmen, das in letzter Zeit gespielt wurde. Aber ich lasse es in Anführungszeichen stehen, weil wir viele Dinge erst sehen müssen. Die Philosophie ändert sich nicht – das System kann es tun.”

“Normalerweise garantiere ich den Mannschaften, zu denen ich in letzter Zeit gegangen bin, nur, dass mein Team gut spielen wird. Sowohl in Las Palmas als auch in Lugo und bei Betis hat die Mannschaft guten Fußball gespielt. Sie haben alle gesehen, dass es eine Identität gibt. Ich kann keinen großen Lebenslauf, keine Titel vorweisen. Ich habe lediglich bewiesen, dass ich diese Philosophie liebe. Das einzige, was ich erreicht habe, ist, dass Betis, Las Palmas und Lugo sehr guten Fußball gespielt haben.”

 

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