Rousaud: „Bartomeu wusste über Barçagate Bescheid“

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Emili Rousaud geht erneut in die Offensive. Der Ex-Vizepräsident des FC Barcelona bezeichnet den Barçagate-Skandal rund um die Firma I3 Ventures als „Korruption“ und „absichtliche“ Verschleierung von Zahlungen und belastet Präsident Josep Maria Bartomeu: „Er wusste Bescheid.“

Nachdem der FC Barcelona ankündigte, rechtliche Schritte gegen das zurückgetretene Vorstandsmitglied Emili Rousaud einzuleiten

, wehrt sich dieser weiter. Rousaud hatte Korruption und Veruntreuung innerhalb des Vorstands angedeutet und vor Tagen in einem Radiointerview gesagt: „Jemand hat die Hand in der Schatulle.“ Dabei ging es um die dubiosen Machenschaften rund um den ‚Barçagate‘ getauften Social-Media-Skandal der Firma I3 Ventures.

Der FC Barcelona erklärte daraufhin: „Angesichts der schwerwiegenden und unbegründeten Anschuldigungen von Emili Rousaud, hat sich der Verein bereit erklärt, die entsprechende Strafverfolgung einzuleiten.“ Doch Rousaud legte Dienstagnacht in der Radioshow El Larguero nach und verteidigte sich und seine Anschuldigungen gegen Barça: „Es gibt Fakten, die beweisen, dass es bestimmte Verhaltensweisen gibt, die als Korruption typisiert werden.“

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Rousaud: „Zahlungen absichtlich zersplittert“

Rousaud bekräftige einmal mehr, dass der FC Barcelona für Social-Media-Dienste insgesamt rund eine Million Euro an I3 Ventures zahlte, weit höher als der normale Marktpreis – die Überweisungen seien in mehrere Beträge von jeweils unter 200.000 Euro aufgeteilt worden, damit sie nicht von der Prüfungskommission des Klubs erfasst werden.

Denn jede Zahlung über 200.000 Euro wird von einer Kommission überprüft und analysiert, erläutert Rousaud. Doch das sollte verschleiert werden. „Dies geschah absichtlich. In dem Moment, in dem nachgewiesen wird, dass ein Vertrag und seine Zahlungen absichtlich zersplittert werden, um Kontrollen zu umgehen, haben wir es mit einem klaren Fall von Korruption zu tun“, so Rousaud bei El Larguero.

Das zurückgetretene Vorstandsmitglied erklärte, dass alle zerstückelten Verträge gleich gewesen wären – und somit alle zu I3 Ventures gehörten. „Sie sind miteinander verbunden, weil die Verträge identisch sind, nur der Name des Unternehmens ändert sich. Die Hinweise sind sehr klar, daran besteht kein Zweifel. Die Anzeichen [auf Korruption] sind von überwältigender Stärke.“ 

„Oberste Führungsebene“ betroffen

Rousaud erklärte, dass solche Entscheidungen über die Zerstückelung der Verträge mit Firmen „nur von jemandem aus dem Top-Management des Klubs“ getroffen werden könnten, „es ist die oberste Führungsebene, die das tun kann. Aber das erfordert eine Untersuchung. Ich beschuldige niemanden, ich weiß nicht, wer was getan hat.“

Gleichzeitig belastete Rousaud Barcelonas Präsident Josep Maria Bartomeu schwer. „Bartomeu wusste davon. Ich weiß nicht, ab welchem Zeitpunkt er Bescheid wusste – ob von Anfang an oder erst später„, so Rousaud: „Wir, die Mitglieder des Verwaltungsrates, wissen durch die Presse über dieses Thema Bescheid. Dann beginnt man, die Fäden zu ziehen und den Ball zu entwirren.“

Auf die Frage, warum er die Korruption nicht gemeldet habe, während er noch im Vorstand des FC Barcelona war, sagte der ehemalige Vizepräsident: „Ich habe es gemeldet, während ich im Klub war – das ist der Grund, weshalb ich heute nicht mehr im Vorstand bin.“ Gegenüber ESPN legte Rousaud nach: „Ich bestand darauf, dass wir das aufklären. Hätte ich weggeschaut und der Sache keine Bedeutung beigemessen, wäre ich möglicherweise immer noch im Vorstand“. 

 

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