Rousaud legt nach – Zurückgetretener Calsamiglia distanziert sich von Vorwürfen

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Jordi Calsamiglia, eines der sechs zurückgetretenen Vorstandsmitglieder des FC Barcelona, hat sich von den Anschuldigungen Emili Rousauds distanziert und seine Gründe für den Rücktritt aus dem Vorstand dargelegt. Rousaud bekräftige seine Vorwürfe gegen Josep Maria Bartomeu derweil – und sieht einer möglichen Klage gelassen entgegen.

Jordi Calsamiglia, eines der sechs Vorstandsmitglieder des FC Barcelona, die ihren Rücktritt erklärt hatten, hat sich von den Aussagen des ehemaligen Vizepräsidenten Emili Rousaud distanziert. Rousaud hatte schwere Vorwürfe erhoben, rund um den ‚Barçagate‘-Skandal der Firma I3 Ventures Korruption und Veruntreuung innerhalb des Vorstands angedeutet 

und in einem Radiointerview gesagt: „Jemand hat die Hand in der Schatulle.“ 

Calsamiglia widerspricht Rousaud

Calsamiglia publizierte am Freitagabend eine Erklärung, in der er um Einigkeit in diesen turbulenten Zeiten bat: „Es ist nicht der Moment, öffentliche Anschuldigungen zu erheben.“

Calsamiglia war aus Solidarität zusammen mit Rousaud, Enrique Tombas, Josep Pont, Sílvio Elías und Maria Teixidor zurückgetreten, in seinem Statement erklärte das Ex-Vorstandsmitglied: „Es ist ein trauriger Tag für mich. Es war eine schwierige Entscheidung, die ich einige Zeit lang abgewogen hatte und die auf persönlichen Gründen und gewissen Diskrepanzen in der Führung des Klubs beruht. Ich hatte das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt ist, meinen Rücktritt zusammen mit den anderen zu erklären, aber das heißt nicht, dass wir alle die gleichen Gründe für den Rücktritt haben.“

 

Calsamiglia erklärte, dass er „nach dem Lesen und Hören“ der Kommentare, die Rousaud tätigte, seine „totale Uneinigkeit“ mit den öffentlichen Anschuldigungen zum Ausdruck bringen wollte. „Solche Anschuldigungen beeinträchtigen die Ehre und Glaubwürdigkeit des Vorstands und jedes seiner Mitglieder. Es ist nicht der Moment, öffentliche Anschuldigungen in Bezug auf Sachverhalte zu erheben, die Gegenstand einer externen Prüfung sind“, so Calsamiglia in seinem Statement. 

Rousaud: „Klage ist nur eine Drohung“

Rousaud legte derweil in der Sendung Tot Costa auf Catalunya Radio nach: Der Ex-Vizepräsident sagte, die Androhung des FC Barcelona, rechtliche Schritte gegen ihn einzuleiten, würde ihn nicht beunruhigen. „Für mich ist klar, dass das nur eine Drohung ist. Diese Drohung ist inkonsequent und wird nicht umgesetzt.“

Rousaud bekräftigte seine Anschuldigungen, dass in Barças Vorstand rund um den Vertragsabschluss mit der Social-Media-Firma I3 Ventures, der nach Hetzkampagnen gekündigt worden war, jemand in die eigene Tasche gewirtschaftet hat: „Was ich gesagt habe, ist eine informierte Meinung. Ich habe Beweise, dass meine Einschätzungen fundiert sind. Ich verleumde niemanden, ich sage nur, dass hier ein überhöhter Betrag gezahlt wurde.“ Barça zahlte I3 Ventures eine Million Euro, gemäß Rousaud haben die Dienste der Firma aber nur einen Marktwert von rund 100.000 Euro. 

Vor einer Klage hat er keine Angst. „Wenn die Justizbehörden das überprüfen, werden sie sehen, dass es keine Grundlage für eine Klage gibt. Wenn jemand eine Klage einreicht, würde mich das nicht stören, weil es eine Möglichkeit wäre, diesen Fall und all seine Beweise überprüfen zu können. Was mich betrifft: Wenn sie das tun wollen, nur zu.“

 

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