Setién entschuldigt sich für Sarabias Wutausbruch: „Verhalten muss einwandfrei sein“

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Quique Setién entschuldigte sich in einem Interview für den Wutausbruch seines Co-Trainers Eder Sarabia während des Clásicos. Setién fand die Verhaltensweise Sarabias falsch, hält aber weiterhin zu seinem Assistenten und übt Kritik an den Medien.  

Quique Setién sprach in einem Interview mit der Zeitung El Periodico über den Wutausbruch Eder Sarabias. Wir haben das Interview übersetzt.

Frage: Wie ist ihre Meinung zu der Angelegenheit?

Qique Setién: „Diese Situation hat mich sehr getroffen. Bei mir steht immer der Verein und dessen Image an erster Stelle und dieses Bild muss makellos sein beziehungsweise es muss darauf geachtet werden. Ich halte es für eine wichtige Angelegenheit, die mir viele Sorgen bereitet. Ich kann damit leben, wenn wir aufgrund von taktischen Fehlern oder wegen Personalentscheidungen kritisiert werden, aber im Bereich ‚Verhaltensweise‘ dürfen wir den anderen niemals eine Angriffsfläche anbieten. Auf der anderen Seite muss man auch sagen, dass man bei solchen Vorkommnissen die betreffenden Personen und die jeweilige Situation auch bedenken muss. Eder ist ein temperamentvoller Bursche und seine Mentalität kommt uns in zahlreichen Situationen zugute. Trotzdem muss er lernen, sich zu beherrschen. Es ist ihm bekannt, er arbeitet schon daran, denn wir haben schon ähnliche Situationen durchgemacht. Fortschritte macht er, es kommt bereits nur selten vor, aber da muss man ehrlich sein: es ist etwas, was mir missfällt.“

Solche Reaktionen sind auf der Trainerbank üblich, das passiert überall, oder?

„Ja, da stimme ich zu, aber es darf für uns nicht als Ausrede gelten. Eder befasst sich damit, das zu korrigieren. Er ist ein junger Bursche, ein impulsiver Kerl mit viel Energie, die uns bei vielem weiterhilft. Auf der Trainerbank vertreten wir aber einen Verein und daher muss unser Verhalten einwandfrei sein. Natürlich gibt es immer wieder vereinzelte Situationen, in denen alles passieren kann, in denen du verrückt wirst und deinen Verstand verlierst, aber man muss versuchen, das zu kontrollieren.“

Haben sie schon miteinander darüber gesprochen, und was hat er gesagt?

„Natürlich haben wir das. Er ist auch darum besorgt. Dieses Thema ist uns nicht einerlei, wir müssen diese Angelegenheit verbessern. Er arbeitet schon daran. Wir haben uns auch bereits entschuldigt. Vor allem war es ich, der um Entschuldigung bitten musste, weil es letzten Endes meine Schuld war. Ich muss diese Dinge kontrollieren.“

Bei wem haben Sie sich entschuldigt? Beim Verein, bei den Spielern?

„Bei allen. Das war eine unerwünschte Verhaltensweise, weil es ja eine andere Weise gibt, wie man Dinge ansprechen kann. Dabei geht es nicht darum, dem Team Erklärungen abzugeben und uns zu rechtfertigen. Wir sind mit diesen Dingen [den Wutausbrüchen] nicht einverstanden. Das war ein Fehler, den wir begangen haben und wir versuchen, ihn zu vermeiden.“

Stört sie das, dass die Sätze von Sarabia in der Öffentlichkeit stehen?  

„Dass es solche Dimensionen erreicht hat und darüber geschrieben worden ist, ist ein bisschen beschämend. Es ist bis zu einem gewissen Maß eine Schande, dass Medien Kameras einsetzen, die uns auf der Bank ständig filmen.  Dem sollte man ein Ende setzen, weil es unmöglich ist, die ganze Zeit auf der Trainerbank mit den Händen vor dem Mund zu sprechen. Es sollte nicht meine Pflicht sein, jede Zeit meine Hände vor den Mund zu halten. Es ist bedauernswert, dass so etwas passiert.“

Es ist nicht das erste Mal.

„Ganz genau, so etwas haben wir schon viele Male bei anderen Vereinen erlebt. In Sevilla oder Las Palmas, es passiert überall. Jetzt hat es wegen der Größe des Vereins eine höhere Dimension erreicht. Es liegt im Interesse anderer, uns durch diese Dinge zu schädigen und zu destabilisieren. Das wird aber nicht passieren.“

Für Sarabia ist das eine Lektion.

„Natürich. Aber wir wurden auch gewarnt, wir wussten, dass uns so etwas passieren kann. Wir übernehmen die volle Verantwortung. Es tut mir wirklich Leid. Ich will ein gutes Bild abgeben und mich makellos verhalten. Jede Kritik in Bezug auf meine Taktik, meine Strategie oder die Tatsache, dass ich aus den Spielern nicht das Beste herausholen kann, akzeptiere ich vollkommen. Die Art und Weise, wie ich mich benehme, muss aber einwandfrei sein, denn ich vertrete einen Verein wie den FC Barcelona und es ist meine Verantwortung, auf alles zu achten.“

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