Setién analysiert: “Machen einiges besser als das Barça der Vorjahre”

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Quique Setién sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg, das hat seine Analyse von Spielen und Daten ergeben, wie der Trainer des FC Barcelona in einem Interview erklärte. Beim dominanten Spielstil seien aber Ausführung, Geduld und Qualität wichtig, so Setién: “Das Wichtige ist die Ordnung.”

Kaum als neuer Trainer beim FC Barcelona angekommen, schon musste Quique Setién aufgrund der Coronavirus-Krise seinen Job als Trainer auf Eis legen. Die rigorose Ausgangsperre in Spanien sorgt dafür, dass er seine Spieler höchstens per Videochat mal zu Gesicht bekommt – doch an Teamtraining oder Arbeit mit der Mannschaft ist natürlich nicht zu denken.

“Der Alltag fehlt”, gibt Setién in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zu, “man kann nicht viel arbeiten.” Doch Setién erklärt, dass er die Zeit für die Videoanalyse seiner ersten Spiele als Barça-Coach nutzen konnte: “Die Pause hilft tatsächlich, ein paar Sachen zu analysieren und klarer zu sehen. Vor der Pause war das nicht möglich, weil wir die ganze Zeit im Wettkampf standen. Jetzt habe ich in der Tat einige Spiele gesehen”, so Setién.

Dabei konnte er eine Verbesserung der Leistungen der Blaugrana im Vergleich zu den vergangenen Spielzeiten feststellen: “Eine Reihe von Daten zeigen uns, dass wir einiges besser gemacht haben als Barça-Teams der Vorjahre: Wir sind länger in der gegnerischen Hälfte, wir erobern schneller den Ball, um längere Ballbesitzphasen zu haben

“, erläutert Setién: “All das hilft uns dabei, vor unserem eigenen Tor wenig zu leiden und dem Gegner das Leben schwer zu machen – selbst dann, wenn man viele Ballbesitz-Aktionen nicht zu Ende führen kann.”

Der dominantere Spielstil, den er implementieren will, sei ganz nach seiner Vorstellung, wie Setién ausführt: “Du reibst den Gegner auf und raubst ihm die Fähigkeit, Konter zu fahren. Es ist ein Unterschied, wenn der Gegner nicht nur 15 Sekunden, sondern zwei Minuten hinter dem Ball herrennen muss – und wenn er auch noch 50, 60, 70 Meter zurücklegen muss, um unser Tor angreifen zu können.”

Doch wie münzt man Ballbesitz in Dominanz und Torgefahr um? “Das wirklich Wichtige ist die Ordnung, damit das Feld perfekt besetzt ist“, so Setién gegenüber der SZ: “Wenn wir in diesem Sinne gut angreifen, können wir bei Ballverlust auch gut verteidigen. Wenn wir aber eigene Spieler in Zonen haben, wo sie nicht hingehören, dann haben wir eine Schwäche – und ein guter Gegner wird das ausnutzen.”

Dabei sei nicht nur der gesamtheitliche Spielplan, sondern auch die Qualität der Einzelspieler äußerst wichtig: “Du musst Geduld haben, in engen Räumen schnell reagieren und neue Räume generieren, durch Bewegungen, durch Täuschungen oder Durchbrüche, gute Pässe und gutes Freilaufen. Aber am Ende hängst du von der individuellen Qualität der Spieler ab. Es gib viele Dinge, die Spieler in Eigenregie lösen müssen. Und wenn du hervorragende Spieler hast, wird vieles einfacher.”

 

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