Sparzwang für Barcelona: La Liga stuft Barças Gehaltsobergrenze herab

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La Liga passt zur neuen Saison die Gehaltsobergrenzen der Vereine an. Der ‚Salary Cap“ zum Schutze der spanischen Klubs wird schon in der aktuellen Spielzeit angewendet, künftig darf der FC Barcelona laut Vorgabe La Ligas noch weniger für Gehälter ausgeben. 

Die spanischen Vereine werden in Zeiten der Corona-Pandemie zum guten Haushalten und Sparen gezwungen, und zwar von La Liga selbst. Schon in dieser Saison hat der Ligaverband einen „Salary Cap“, also eine Gehaltsobergrenze, für jeden Verein eingeführt, an den sich die Klubs halten mussten.

Der Hauptgrund dafür, dass der FC Barcelona Wunschspieler Memphis Depay vor der Saison nicht verpflichten konnte. Der Niederländer selbst hatte im Oktober erklärt, dass „bestimmte Regeln“ seinen eigentlich bereits abgesprochenen Transfer zur Blaugrana verhinderten.

Eben jene Regeln – nämlich die Maximalbeträge, die ein Verein für Gehälter ausgeben kann – werden in der nächsten Saison erneut angewendet und wurden von La Liga angepasst. Für den finanziell so gebeutelten FC Barcelona bedeutet dies erneut einen weiteren Sparzwang. Denn: Die Gehaltsobergrenze des FC Barcelona wird 2021/22 bei 347 Millionen Euro liegen – und damit 35 Mio. niedriger sein als in der aktuellen Saison.

Zum Vergleich: Real Madrids Obergrenze wird angehoben. Die Blancos durften in diesem Jahr 468 Mio. für ihre Gehälter aufwenden und dürften nun nächstes Jahr gut fünf Mio. Euro mehr ausgeben. Sparen muss derweil auch Atletico Madrid, die genau wie Barça gut 35 Mio. Euro weniger ausgeben dürfen (vorher 252 Mio., nächstes Jahr 217 Mio.). 

So wollen es die Vorgaben La Ligas, die damit die Klubs zum vernünftigen Wirtschaften während der Corona-Lage zwingen. Wer sich nicht daran hält, dem drohen Geldstrafen, Punktverluste oder im schlimmsten Fall Lizenzentzug. Hauptsächlich hat La Liga diese für jeden Verein individuell an Budget/Einnahmen orientierten Gehaltsobergrenzen aber eben just deswegen eingeführt, damit es zu diesen Folgen nicht kommt.

 

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Übersicht über die Gehaltsobergrenzen der spanischen Klubs: 374 Mio. Euro darf der FC Barcelona 2021/22 für seine Gehälter maximal ausgeben (linke Seite, rechte Spalte). In der aktuellen Saison betrug Barças Salary Cap 382 Mio. Bildquelle: La Liga.

 

Barça plagen insgesamt Schulden von 1,17 Milliarden Euro. Bekanntlich explodieren gerade die Gehaltskosten beim FC Barcelona, sie verschlangen in dieser Saison anfänglich rund 70 Prozent der Einnahmen. Aus diesem Grund handelte der Klub mit seinen Mitarbeitern im Spätherbst einen Gehaltsverzicht aus.

Nach langen und zähen Verhandlungen hatten sich Barcelona mit den Profis und dem Trainerstab Ende November auf eine Gehaltsreduzierung geeinigt, 122 Millionen Euro an Gehaltskosten konnte der FC Barcelona sparen, 50 Millionen Euro an Prämien wurden zudem gestundet, sollen den Spielern erst in drei Jahren ausgezahlt werden. So sank der Anteil der Ausgaben für die Gehaltskosten auf immerhin 50 Prozent. 

Doch die Lohnkosten sind immer noch viel zu hoch, das sieht auch La Liga so. Daher wurde Barças „Salary Cap“ um 35 Mio. Euro herabgesetzt. Barça muss also einmal mehr zusehen, wie man nächstes Jahr Gehaltskosten sparen kann.

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