Spekulationsobjekt Dembélé: Fällt er Neymar zum Opfer?

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Ousmane Dembélé ist immer wieder im Fokus von Transferspekulationen, erst recht jetzt, da Neymar zum FC Barcelona zurückkehren möchte. Für Barça eine komplexe Thematik, der spanische Meister muss sich selbst einige Fragen stellen.

Holt Barça Neymar zurück, und welche Konsequenzen und Kettenreaktionen hätte das? Ein komplexe, weitreichende Thematik, ein möglicher Transfer spaltet die Fans und mitunter sicherlich auch den Verein in vielerlei Hinsicht.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass das brasilianische Enfant Terrible zurückkehren möchte, soeben hat Barças Vizepräsident Jordi Cardoner die Gerüchte öffentlich bestätigt.

Die Fragen, die sich nun als Erstes stellen: Braucht Barça den Spieler überhaupt? Können sie ihn finanzieren? Und welche Konsquenzen hätte Neymars Rückkehr für den teuren wie vielversprechenden Rohdiamanten im Kader, Ousmane Dembélé.

Dembélé: Oft verletzt und unprofessionell

So richtig akklimatisiert bzw. etabliert hat sich Dembélé in der katalanischen Hauptstadt seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund aus verschiedenen Gründen immer noch nicht, hauptsächlich natürlich wegen seiner wiederkehrenden Muskelverletzungen. Laut transfermarkt.de fiel der hochtalentierte Franzose in der abgelaufenen Saison 86 Tage verletzt aus, in der Spielzeit 2017/18 waren es zuvor 132 Tage.

Dazu kommen noch andere Spirenzchen wie mangelhafte Ernährung oder Zuspätkommen zum Training, die immer wieder dafür sorgen, dass er als unprofessionell wahrgenommen wird und somit als Wackelkandidat gilt, sobald sündhaft teure Offensiv-Neuzugänge gehandelt werden. Besonders die katalanischen Medien nennen Dembélé reflexartig immer wieder als ersten Verkaufskandidaten. 

PSG und Bayern im Rennen?

Da man nun womöglich just mit dem französischen Verein Paris Saint-Germain um die Dienste Neymars feilschen könnte, tritt Dembélé qua Herkunft automatisch in den Fokus. „Dembélé, der Schlüssel, um Neymar zu bekommen“, titelte die Mundo Deportivo bereits wenig überraschend; eine Überschrift, die die Sportzeitschrift wahrscheinlich so oder so ähnlich schon einige Male in petto hatte. 

Beim Konkurrenzblatt Sport hieß es derweil bereits: „PSG fragt nach Dembélé“. Und das, obwohl es noch gar keine Verhandlungen mit Paris gegeben haben soll, zumindest, wenn man den Aussagen Cardoners glauben darf.

Die katalanischen Sportzeitungen behaupten seit jeher unisono immer mal wieder, Paris Saint-Germain sei an dem französischen Flügeldribbler interessiert, die Sport geht sogar noch einen Schritt weiter und meint zu wissen, dass PSG bei Dembélé eine Leihe samt Kaufoption anstrebe. Jüngst hatte der FC Barcelona gegenüber dem Spieler und seinen Beratern allerdings versichert, dass man ihn nicht verkaufen und weiter mit ihm planen würde. 

Die ganzen Spekulationen so richtig ins Rollen gebracht hatte die SportBild, bei der es hieß, der Flügelstürmer könnte zum „Plan B“ des FC Bayern München werden, sollte dieser Wunschspieler Leroy Sané von Manchester City nicht bekommen können. Der kicker zog daraufhin nach und berichtete, nach seinen Informationen „zählt Dembélé zumindest zum Kandidatenkreis, der zunehmend in den Fokus rückt“. Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge soll „ein Fan des Spielers Dembélé“ sein, zudem hätten sich Dembélé-Berater Marco Lichtsteiner und Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic im März getroffen.

Barça hätte offensives Überangebot

Dembélé also doch als Verkaufs- oder Tauschobjekt? Die Frage ist auch: Braucht Barcelona, mal abgesehen von der finanziellen Komplexität, überhaupt zwei Flügelspieler dieser Güteklasse im Kader, also Neymar und Dembélé? Vor allem, wenn dann noch die Angriffsspieler Antoine Griezmann, Philippe Coutinho, Luis Suárez und natürlich Lionel Messi dazukommen. Der Verein wird sich seine Gedanken machen müssen, bei der Kaderplanung wie bei der Kostenrechnung.

Da Barça Neymars Ablösesumme nicht ohne Weiteres stemmen können wird, wird eine kreative Lösung mit PSG nötig sein – beispielsweise eine Verrechnung mit einem interessanten Spieler. Oder die Katalanen holen sich frisches Geld durch einen teuren Verkauf aufs Konto. So wird Dembélé automatisch immer wieder zum Spekulationsobjekt. Das letzte Wort wird hier noch lange nicht gesprochen sein. 

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Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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