Streik! Arthur verweigert Rückkehr und will nicht mehr für Barça spielen

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Arthur Melo rebelliert – denn der Brasilianer möchte nicht mehr zum FC Barcelona zurückkehren. Der Mittelfeldspieler weilt in Brasilien und hat dem Klub mitgeteilt, weder an Trainingseinheiten noch an den Spielen in der Champions League teilnehmen zu wollen. Arthur streikt – mit bitteren Folgen für Barça.

Übereinstimmenden Medienberichten aus Spanien zufolge hat Arthur den FC Barcelona darüber informiert, dass er nicht mehr vorhat, für Barça zu spielen oder überhaupt mit der Mannschaft zu trainieren. Arthur soll sich derzeit – ohne Erlaubnis des Vereins – in Brasilien aufhalten, er hat demnach dem Klub mitgeteilt, gar nicht erst nach Barcelona zurückkehren zu wollen.

Aufenthalt in Brasilien – ohne Erlaubnis

Nachdem die Mannschaft nach dem Ende La Ligas eine Woche frei bekommen hatte, waren viele Spieler in einen Kurzurlaub gefahren – so verbrachten Lionel Messi und Luis Suárez ein paar Tage auf Ibiza. Auch Arthur reiste erst auf die spanische Urlaubsinsel im Mittelmeer, von da aber unerlaubterweise in seine Heimat Brasilien. Da will er nun nicht mehr weg.

Am Montag mussten die Spieler wieder auf dem Trainingsgelände erscheinen – doch von Arthur war keine Spur. Der Brasilianer blieb in seinem Heimatland und rebelliert. Er habe dem Verein telefonisch mitgeteilt, dass er nicht an eine Rückkehr denke, berichtet auch RAC1. Beim katalanischen Radiosender heißt es ferner, dass Barça Arthur bereits mit rechtlichen Schritten droht, sollte er nicht zum Verein zurückkehren und seinen vertraglichen Pflichten nachkommen. 

Seitdem bekannt wurde, dass Arthur zu Juventus Turin wechseln wird, kam der Mittelfeldspieler nicht mehr für Barça zum Einsatz. Viermal stand er zwar im Kader, durfte aber jeweils keine Minute spielen, zweimal fehlte er komplett. Beim Gastspiel bei Real Valladolid hatte der 23-Jährige (angeblich) eine Mandelentzündung, beim letzten Ligaspiel bei Deportivo Alaves meldete er sich laut Trainer Quique Setién mit einer Fußverletzung ab.

Zuletzt wurde Arthur während des Heimspiels gegen Espanyol gähnend auf der Tribüne gesehen. Quellen im Verein steckten der Mundo Deportivo, dass der Mittelfeldspieler seit Bekanntgabe des Transfers in den Trainingseinheiten lustlos gewirkt und insgesamt einen “gravierenden Mangel an Professionalität” an den Tag gelegt habe.

“Gravierender Mangel an Professionalität”

Nun also der Streik – der für großen Unmut bei den Katalanen sorgt. Denn Arthurs Wechsel zu Juventus findet erst nach dem Ende der Champions League offiziell statt. Bis dahin wäre er noch für den FC Barcelona spielberechtigt. Durch die Weigerung, am Trainings- und Spielbetrieb teilzunehmen, begeht der Brasilianer Vertragsbruch. Die Rebellion dürfte also ein rechtliches (und somit kostspieliges) Nachspiel haben.

Für das dünn besetzte Barça kommt diese nächste Episode zur Unzeit, in der Königsklasse war Barça auf die Dienste Arthurs angewiesen, zumindest im Achtelfinal-Rückspiel gegen den SSC Neapel. Denn in diesem fehlen die Mittelfeldspieler Sergio Busquets und Arturo Vidal verletzt. 

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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