Trainersuche beim FC Barcelona: Das sind die Kandidaten auf die Nachfolge Setiéns

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Die Entlassung von Coach Quique Setién steht beim FC Barcelona laut Medienberichten unmittelbar bevor. Hinter den Kulissen dürfte bereits fleißig an der Verpflichtung eines Nachfolgers gearbeitet werden. Barçawelt stellt euch die heißesten Kandidaten vor.

Ronald Koeman:

Der Nationaltrainer der Niederlande hat in der Vergangenheit selbst klar und deutlich gemacht, dass es sein Traum ist, den FC Barcelona zu trainieren. Allerdings will er erst seinen Vertrag mit der holländischen Nationalelf erfüllen und die Europameisterschaft – die nun erst im Sommer 2021 stattfinden wird – zu Ende spielen.

Laut der Mundo Deportivo sollen sich die Barça-Verantwortlichen dennoch mit einer Verpflichtung des 57-Jährigen beschäftigen. Demnach ist der Niederländer, der die Blaugrana 1992 zum ersten Triumph im Landesmeisterpokal geschossen hat, ein Kandidat, der in den vergangenen Stunden beim Vorstand gewaltig an Ansehen gewonnen hat.

Der spanischen Tageszeitung zufolge ziehe Koeman – der im Januar ein Angebot als Nachfolger von Ernesto Valverde abgelehnt haben soll – einen Wechsel nach Katalonien nun doch in Betracht, da es seine letzte Chance sein könnte, einmal Coach des FC Barcelona zu werden. In den vergangenen Tagen wurde er sogar in Barcelona gesehen. Die MD hebt vor allem seine Siegermentalität, seinen Mut sowie seine Fähigkeit, mit einem komplizierten Kader wie dem des FC Barcelona umgehen zu können.

 

 

Mauricio Pochettino:

Bereits kurz nach dem historischen Ausscheiden in der Champions League gegen den FC Bayern geisterte der Name von Pochettino als angeblicher Favorit auf die Nachfolge Setiéns durch die Medien. So soll es bereits ein Treffen zwischen Präsident Josep Maria Bartomeu und Pochettino gegeben haben. Die SPORT behauptet sogar, der Argentinier sei die „favorisierte Alternative“ für die Nachfolge Setiéns.

Der Grund dafür scheint klar: Der 48-Jährige, der im November 2019 nach über fünf Jahren an der Seitenlinie der Tottenham Hotspur, die er in der vergangenen Saison bis ins Finale der Königsklasse führte, entlassen wurde, ist der wohl beste derzeit verfügbare Trainer auf dem Markt.

Nun hätte man Pochettino natürlich auch bereits im Januar als Nachfolger von Valverde verpflichten können. Doch es gibt eine Sache, die seiner Anstellung damals – und vielleicht auch dieses Mal – verhindert. Der Argentinier hat zwar eine große Vergangenheit in Barcelona – allerdings beim Stadtrivalen Espanyol.

Insgesamt neun Jahre lang schnürte er für die Pericos die Schuhe. Dementsprechend ist seine Beziehung zum FC Barcelona nicht die beste. Im Januar 2018 antwortete er auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, Barça eines Tages zu trainieren: „Ich würde lieber auf meiner Farm in Argentinien arbeiten, als für bestimmte Klubs.“ 

Anfang August diesen Jahres ruderte Pochettino in einem Interview mit El País dann jedoch zurück: „Ich wollte nicht respektlos gegenüber Barcelona sein. Man kann die Dinge auf eine andere Art und Weise sagen. Espanyol hat mir einen Namen gemacht. Aber ich bin nicht arrogant, es hat mir nicht gefallen, so eine Aussage zu treffen. Vielleicht würde ich das jetzt nicht mehr so tun, weil man im Leben nie weiß, was passieren wird.“

Doch selbst wenn Pochettino seine Meinung offensichtlich geändert hat, viele Culés dürften ihm dies nachtragen und seiner Verpflichtung von Anfang an ablehnend gegenüberstehen, was den FC Barcelona bei einer eventuellen Anstellung des Argentiniers möglicherweise etwas vorsichtiger agieren lässt.

 

Francisco Javier García Pimienta:

Den Vorteil, den Francisco Javier García Pimienta gegenüber allen anderen Kandidaten hat, ist, dass er bereits beim FC Barcelona angestellt ist. Der 46-Jährige hat seit 2001 von der U16 an alle Jugendmannschaften der Blaugrana trainiert und verpasste mit Barça B in dieser Saison nur knapp den Aufstieg in die Segunda División A.

Für Pimienta, der seinen Vertrag beim B-Team erst im Juli bis 2021, mit der Option auf ein weiteres Jahr, verlängert hat, wäre der Aufstieg zum Trainer der ersten Mannschaft also der logische nächste Schritt. Was dem in Barcelona geborenen Coach jedoch fehlt, sind sowohl Erfahrung bei der Betreuung eines Profi-Teams als auch ein großer Name mit Strahlkraft. In der aktuellen Situation darf davon ausgegangen werden, dass die Verantwortlichen bei Barça einen Trainer engagieren wollen, der zumindest einen dieser zwei Punkte erfüllt. Allerdings wäre García Pimienta wohl ein perfekter Lückenbüßer für eine Saison, der sich sicherlich problemlos ins zweite Glied zurückversetzen lassen würde, wenn dann 2021 die Neuwahlen anstehen und der neue Präsident seinen Wunschkandidaten – Xavi? – installiert.

 

Xavi Hernández:

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Xavi in Zukunft einmal der Trainer des FC Barcelona sein wird. Bereits er selbst sagte: „Mein größter Traum ist es, den FC Barcelona zu trainieren.“ Auch Josep Maria Bartomeu bekräftigte dies in einem Interview kürzlich noch einmal: „Xavi wird früher oder später Trainer von Barça sein.“

Nun hat der ehemalige Mittelfeldmaestro der Katalanan seinen Vertrag als Trainer von Al-Sadd jedoch erst kürzlich verlängert – bis 2021. Auch Xavi wurde bereits im Januar für die Nachfolge Valverdes kontaktiert. Damals lehnte er mit den Worten ab, er wolle ein Projekt „bei Null“ starten.

Der perfekte Zeitpunkt dafür scheinen die Präsidentschaftwahlen im Sommer 2021 zu sein. „Das kann ich mir vorstellen, ja“, bestätigte der 40-Jährige. „Es ist klar, dass das Szenario nach einer Präsidentschaftswahl perfekt wäre.“ Nun deutet jedoch einiges darauf hin, dass die Wahlen früher als eigentlich geplant stattfinden könnten.

Der ursprüngliche Plan der Verantwortlichen bei Barcelona dürfte gewesen sein, dass Setién noch bis zum kommenden Sommer bleibt und dann eine ruhige Staffelübergabe mit Xavi vollzieht. Dieses Szenario scheint seit der 2:8-Blamage vom Tisch zu sein.

Und je nachdem, wen Barça nun als neuen Coach verpflichtet, er dürfte durchaus den Anspruch haben, länger als nur ein Jahr im Camp Nou an der Seitenlinie zu stehen. Xavis Einstieg im Sommer 2021 wäre also blockiert. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf könnte es sich der Weltmeister von 2010 vielleicht noch einmal überlegen, vielleicht doch früher als geplant den Klub seines Herzens zu übernehmen, wenngleich die SPORT eine Verpflichtung der Barça-Legende in diesem Sommer bereits ausschloss. Xavi wird sich voraussichtlich also noch in Geduld üben müssen. Womöglich mehr als nur ein Jahr.

 

Thierry Henry:

Der Trainer von Montreal Impact aus der amerikanischen MLS soll laut der SPORT auch ein Kandidat sein. Scheiterte er bei seiner ersten Trainerstation bei der AS Monaco krachend, als er nach nur drei Monaten entlassen worden war, so liest sich auch die Bilanz bei seinem aktuellen Klub nicht gerade rosig: Neun Punkte aus ebenso vielen Spielen stehen dort zu Buche, Henry konnte mit Montreal nur zwei Siege einfahren.

Was für den ehemaligen Weltklasse-Stürmer spräche, wäre seine Vergangenheit beim FC Barcelona. Hier hören die Argumente aber auch schon auf. Aufgrund seiner bis dato recht bescheidenen Erfahrungen als Trainer und der Tatsache, dass Barça nach dem 2:8-Debakel nun sicherlich einen erfahrenen Trainer mit gutem Ruf installieren möchte, scheint eine Verpflichtung von Henry ziemlich unwahrscheinlich.

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