Tusquets: “Aus wirtschaftlicher Sicht wäre Messis Verkauf wünschenswert gewesen”

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Carles Tusquets, Interimspräsident des FC Barcelona, hätte einen Verkauf Lionel Messis im Sommer befürwortet. Denn finanziell gesehen wäre ein Verkauf “wünschenswert” gewesen, so Tusquets, der einmal mehr über Barças massive wirtschaftliche Probleme sprach.

Barcelonas Interimspräsident Carles Tusquets hat beim katalanischen Radiosender RAC1 über die aktuelle Situation beim FC Barcelona gesprochen – und hierzu ein klares Statement getroffen. Denn Lionel Messis Wechselwunsch ist weiterhin das bestimmende Thema im Verein, auch und gerade aufgrund der finanziell schlimmen Situation, in der sich Barça befindet. Daher hat Tusquets nun deutlich gemacht, dass mit Blick auf die Finanzen ein Verkauf Messis im Sommer gut für Barcelona gewesen wäre.

Aus wirtschaftlicher Sicht hätte ich Messi im Sommer verkauft. Es wäre wünschenswert gewesen mit Blick auf das Geld, das man erhalten sowie gespart hätte

“, so Tusquets ehrlich, denn “La Liga hat Gehaltsgrenzen gesetzt”. Doch Barcelonas aktueller Interimspräsident fügte an, dass es natürlich verschiedene Blickwinkel im Falle Messi gäbe. “Dies ist natürlich auch eine Sache, die man aus sportlicher Sicht analysieren muss. Dies muss natürlich vom Trainer und seinen Mitarbeitern abgesegnet werden.”

Auf Barças Finanzen angesprochen erklärte Tusquets nichts Neues – Barça ist mehr als angeschlagen. Tusquets räumte in dem Interview ein, dass die derzeitige finanzielle Situation dramatisch sei und bestätigte, dass die Spieler der ersten Mannschaft sich bereit erklärt haben, ihre Gehälter vom Januar 2021 an nicht wie üblich einzufordern, sondern auf Teile des Gehalts sowie Bonuszahlungen zu verzichten, die im Januar fällig geworden wären. “Das Abkommen ermöglicht es uns, die Saison ohne Liquiditäts-Probleme zu beenden. Der neue Präsident kann den Pakt rückgängig machen. Wir befinden uns in einer Situation, in der wir nicht in der Lage sind, die Januargehälter [wie bisher] zu zahlen”, so Tusquets weiter.

Barcelonas Präsidentschaftswahlen finden offiziell am 24. Januar statt – ob der neu gewählte Präsident und sein Vorstand nach Amtsantritt neue Spieler verpflichten können, das steht auf des Messers Schneide, so Tusquets: “Ich habe mich mehrmals mit Koeman und [Sportdirektor] Planes getroffen. Falls man Spieler im Januar verkaufen kann, kann man welche verpflichten. Wir haben uns auch mit den zahlreichen Repräsentanten der Spieler getroffen, mit denen von Messi ebenfalls. Aber über Transfers oder Verlängerungen kann ich nicht sprechen.” Denn dies sei letztlich Sache des neuen Präsidiums, nicht des aktuellen Interimsvorstandes.

Auch im Falle Neymar seien dem Klub aktuell die Hände gebunden. Der Brasilianer erklärte jüngst, dass er wieder mit Messi zusammenspielen wolle, doch eine Rückholaktion im Sommer nach Barcelona sei aktuell aufgrund der Finanzen nicht durchführbar. “Wenn er gratis kommt, könnte man es vielleicht stemmen – falls nicht, dann nein, weil es kein Geld gibt, um ihn zu verpflichten”, so Tusquets: “Die einzige Möglichkeit wäre, dass der neue Präsident eine Art Wunder vollbringt.”

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