“Unprofessionell und hässlich”: Matheus Fernandes giftet nach E-Mail-Entlassung gegen Barça

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Nachdem sein Vertrag beim FC Barcelona vorzeitig aufgelöst wurde, geht Matheus Fernandes mit seinem Ex-Verein hart ins Gericht. Der Brasilianer klagt darüber, per E-Mail abserviert worden zu sein und bezeichnet den Umgang als “unprofessionell und hässlich”. Fernandes hat Barça offenbar verklagt.

Matheus Fernandes: “Wurde nicht mal angerufen”

7,5 Millionen Euro als Ablösesumme für am Ende einen Pflichtspiel-Einsatz – und das auch nur über magere 17 Minuten. Matheus Fernandes ist wohl zweifelsohne eine der dubiosesten Verpflichtungen, die der FC Barcelona in seiner jungen Vergangenheit – in dem Fall unter Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu – tätigte.

Noch seltsamer und fragwürdiger erscheint diese Personalie durch die Art und Weise der Verabschiedung. Vor dem Ende Juni aufgelösten Vertrag, der eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 hatte, soll es nämlich überhaupt keinen richtigen Austausch zwischen den beiden Parteien gegeben haben, wie der 23 Jahre alte Brasilianer nun in einem Interview mit O Globo beklagte. Barça kündigte dem Mittelfeldspieler nicht mündlich, nicht im Gespräch mit ihm oder seinem Berater – sondern einfach per E-Mail.

“Ich wusste es nicht. Als ich die Nachricht erhielt, habe ich es nicht geglaubt. Ich war Zuhause, bekam eine persönliche Mitteilung von Klubmitarbeitern, ob meine E-Mail-Adresse noch gleich sei. Ich bestätigte das und bekam dann die Nachricht. Ich verstand es nicht, habe sie meinem Berater und Anwalt geschickt. Sie sagten, das sei meine Entlassung. Es verging etwas Zeit und mein Name stand in der Presse. Ohne ein Gespräch, nichts. Ich wurde nicht einmal angerufen, um ‘Hallo’ und ‘Auf Wiedersehen’ zu sagen”, berichtete Fernandes, der die Blaugrana laut der Mundo Deportivo wegen einer für ihn ungerechtfertigten Kündigung verklagt haben soll.

Fernandes kritisiert Barça: “Sehr unprofessionell”

“Es kostet nichts, anzurufen, um zu reden. Das war aus meiner Sicht sehr unprofessionell. Das war schlecht, hässlich vom Klub”, kritisierte der defensive Mittelfeldakteur seinen Ex-Verein weiter scharf: “Ich weiß nicht mal, wie es dazu kam, ich überlasse das meinen Anwälten.”

In einer Mitteilung hatte Barça kurz und knapp verlauten lassen: “Der FC Barcelona hat den brasilianischen Spieler Matheus Fernandes darüber informiert, dass der Verein seine Dienste nicht mehr benötigt und seinen bis Juni 2025 laufenden Vertrag auflöst.”

Ein kalter, emotionsloser Abschied. Dabei hatte sich Fernandes schon von Anfang an nicht wirklich geschätzt gefühlt. “Ich hatte von kleinauf immer den Traum, für den FC Barcelona zu spielen. Als ich hierher kam, behandelten sie mich nicht wie einen Fußballer. Ich sagte es dem Sportdirektor (Ramón Planes; d. Red.), der mit mir nicht wie mit einem Profi von Barcelona umging. Ich wollte, dass sie mich gleich behandeln. Die anderen Neuzugänge hatten eine Präsentation und ich nicht. Ich war etwas verärgert. Als ich dort ankam, behandelten sie mich anders”, schilderte er seine weiteren bitteren Erfahrungen.

Nachdem er in Katalonien abserviert worden war, hat es übrigens nicht lange gedauert, bis Fernandes einen neuen Arbeitgeber finden konnte – um genauer zu sein keine zwei Wochen. Der Südamerikaner kehrte in seine Heimat zu Palmeiras São Paulo zurück, von wo aus Barça ihn im Winter 2020 geholt hatte. Warum ihn Barça überhaupt verpflichtet? Das wird ein Rätsel bleiben.

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist
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