Víctor Font gibt sportliche Leitung bekannt: Xavi als ‚General Manager‘, Cruyff als Sportchef

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Für die beim FC Barcelona anstehenden Präsidentschaftswahlen hat Kandidat Víctor Font, einer der Top-Favoriten, nun seine sportliche Leitung bekanntgegeben. In seinen Plänen spielen sowohl Xavi und Jordi Cruyff als auch Ronald Koeman eine Rolle. So sähe das Organigramm des FC Barcelona unter Font aus.

Drei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen beim FC Barcelona hat Víctor Font mit seinem Projekt ‚Sí al Futur‘ nun seine sportliche Leitung bekanntgegeben, die die sportlichen Geschicke im Falle eines Wahlsieges des 48-Jährigen leiten würde.

Wie Font bereits mehrfach betonte, soll Xavi den Mittelpunkt seines Projektes einnehmen. Nach englischem Vorbild wird er die Rolle des ‚General Managers‘ einnehmen, so wie es Sir Alex Ferguson seiner Zeit bei Manchester United getan hat.

Was bisher gemunkelt wurde, ist nun offiziell: Font wird Jordi Cruyff, Sohn von Barça-Legende Johan Cruyff, als Direktor Sport einsetzen. Cruyff trainiert derzeit den chinesischen Klub FC Shenzhen – wird er diesen Posten jedoch aufgeben, sofern Font die Präsidentschaftswahl gewinnen sollte. Cruyff selbst teilte jedoch umgehend nach der Verkündung des Font’schen Organigrams auf Twitter mit: „Ich möchte klarstellen, dass ich mich auf mein Engagement beim FC Shenzhen konzentriere und nicht in den Wahlprozess um die Barça-Präsidentschaft involviert bin.“

Ein Widerspruch zu Fonts Publikation, oder doch nur die übliche Äußerung, um seinen Vertrag mit Shenzhen nicht zu gefährden und klarzustellen, dass der Niederländer nicht aktiv im Wahlkampf mitmischt, während er Trainer in China ist? Vieles spricht für Letzteres – denn ohne Cruyffs grünes Licht hätte die ‚Sí al Futur`-Kampagne sicherlich niemals seinen Namen als künftigen Direktor Sport bereits verkündet.

Koeman würde vorerst Trainer bleiben

Auch bezüglich des Trainerpostens legte sich Font nun fest – zumindest vorerst. Coach der ersten Mannschaft solle bei entsprechenden Leistungen Ronald Koeman bleiben, über den Font kurz nach dessen Anstellung bei der Blaugrana noch sagte, dass er im Falles eines Wahlsieges „nicht mehr Trainer sein würde“.

Diese Aussage relativiert Font jedoch kurze Zeit später. Bei der Präsentation seines Teams sagte Font nun: „Wir müssen ihm das maximale Vertrauen geben. […] Wenn es mit Koeman schief geht, wird Xavi nächstes Jahr der Trainer sein. Die beiden Positionen [des ‚General Managers‘ und Trainers] sind kompatibel, so wie es bei Alex Ferguson bei Manchester United war.“

Sportliche Führung entscheidet über Transfers

Trainer der zweiten Mannschaft würde unter der Regentschaft Fonts weiterhin Javier Garcia Pimienta bleiben, während Tito Blanco sowohl Koordinator in La Masia als auch ‚Secretario Tecnico‘ werden würde – die Position also, die ehemals Eric Abidal besetzte und derzeit Ramon Planes inne hat.

Der ‚Secretario Tecnico‘ (eigentlich zu deutsch sowas wie ein Sportdirektor oder sportlicher Sekretär, nur mit weniger Entscheidungsgewalt), von dem es zwei geben wird – wobei der zweite Name noch offen ist – arbeitet dem Direktor Sport, also Jordi Cruyff, zu.

Um es prägnant zusammenzufassen: Xavi wäre Jordi Cruyffs Chef, Cruyff der Chef der Secretario Tecnicos, und diese wiederum instruieren die Scouts des FC Barcelona.

Die Sportliche Führung träfe künftig gemeinsam in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen die Transferentscheidungen. Sie analysieren den Markt, identifizieren Transferziele, schlagen Transfers vor, führen Verhandlungen – aus all dem würden sich der Vorstand und Präsident künftig heraushalten, eben anders, als es bisher unter Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu der Fall war. Die sportlichen Entscheidungen würden ausschließlich von der sportlichen Leitung des Klubs getroffen werden, das künftige Präsidium segnet diese Entscheidungen dann lediglich final ab.

Direktor von La Masia würden Joan Villà und Albert Benaiges werden. Letzterer arbeitete bereits knapp zwei Jahrzehnte in Barças Jugendakademie und entdeckte unter anderem Andrés Iniesta und Gerard Piqué. Eine erneute Anstellung Benaiges‘ kündigte auch Präsidentschaftskandidat Lluis Fernàndez Ala im Falle seines Wahlsieges an.

 

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