Vorerst kein Rücktritt – Misstrauensvotum Anfang November jedoch “unmöglich”

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Der Vorstand des FC Barcelona um Präsident Josep Maria Bartomeu wird vorerst nicht zurücktreten. Stattdessen wird man die Entscheidung der Regierung Kataloniens bezüglich der Abhaltung des Misstrauensvotums abwarten, ehe man erneut über eine mögliche Niederlegung der Ämter berät.

Den ganzen Montag über brodelte es in der Gerüchteküche rund um dem FC Barcelona. Angeblich soll der Vorstand bereit gewesen sein, zurückzutreten, falls die Generalitat Katalonien seine Zustimmung für die Durchführung des Misstrauensvotums am 1. und  2. November gegeben hätte.

Wie der brasilianische Journalist Marcelo Bechler berichtete, wäre der Vorstand bereit, seine Ämter niederzulegen, um bei einem Votum in der aktuellen Pandemiesituation die “Socios nicht zu gefährden”. Dies wäre jedoch nur der Fall, wenn die Abstimmung für die ersten Novembertage angesetzt werden würde.

Entscheidung beim Zivilschutz

Laut Klubstatuten muss das Votum innerhalb von 20 Werktagen ab Validierung der Stimmen aus dem Misstrauensantrag abgehalten werden. Diese Frist läuft bald ab, allerdings versucht der Klub momentan, diesen Termin aufzuschieben.

Ein entsprechender Antrag soll der Regierung Kataloniens bereits vorliegen, auf dessen Rückmeldung der Klub nun wartet. Die endgültige Entscheidung, ob das Votum stattfinden wird, wird dort vom Zivilschutz Kataloniens (PROSICAT) getroffen werden.

Wie Barças Pressesprecher Josep Vives auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Vorstandssitzung mitteilte, hat der Vorstand das Budget für die Saison 2020/21 genehmigt. Dieses sieht Einnahmen von 828 Millionen Euro und Ausgaben in Höhe von 796 Millionen Euro vor. Darüber hinaus bestätigte Vives, dass man hoffe, dass bereits im Februar wieder 25 Prozent des Camp Nous mit Fans gefüllt werden können, während es im Mai dann womöglich schon 50 Prozent sein könnten.

 

Votum Anfang November “unmöglich”

Anschließend wandte sich Präsident Josep Maria Bartomeu selbst an die Presse. Er bestätigte, dass die Regierung Kataloniens einen ersten Antrag für die Verlegung des Misstrauensvotums auf den 15. und 16. November in der vergangenen Woche abgelehnt hat.

Dieser Zeitaufschub sei laut ihm jedoch nötig, um sämtliche Vorbereitungen für die Wahl treffen zu können, damit diese an über 20 verschiedenen Wahlstellen im ganzen Land stattfinden kann. Auf die Frage, was geschehen würde, wenn am 1. und 2. November gewählt werden müsste, antwortete Bartomeu: “Das ist unmöglich. Wir haben nicht die Zeit, alles logistisch vorzubereiten. Wir brauchen mindestens 15 Tage, das ist das Minimum.”

Aufgrund des neuen Alarmzustandes und Semi-Lockdowns, in denen sich Teile Spaniens aufgrund der Coronakrise seit kurzem befinden, wurde nun ein erneuter Antrag gestellt. “Unsere Priorität ist es, sicherzustellen, dass alle Klubmitglieder sicher sind und ihr Recht zu wählen ausüben können”, sagte Bartomeu. “Nun warten wir auf eine Antwort der Regierung. Anschließend werden wir [der Vorstand] uns erneut zusammenfinden.” Wie der spanische Journalist Marçal Llorente berichtet, wird diese nächste Vorstandssitzung am Mittwoch stattfinden.

Auf die Frage, ob er seit der Causa Messi über einen Rücktritt nachgedacht habe, entgegnete Bartomeu: “Ich habe zu keinem Zeitpunkt einen Rücktritt in Betracht gezogen.”

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