Vorschau zur Supercopa | Wiedererstarktes Barça trifft auf kriselndes Real Sociedad

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Vor der Halbfinalpaarung der Supercopa zwischen dem FC Barcelona und Real Sociedad könnten die Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein: Barça reist mit einer Siegesserie im Gepäck nach Córdoba, wohingegen La Real zurzeit in einer Ergebniskrise steckt. Unsere Vorschau zum spanischen Supercup-Duell im Halbfinale.

Durch zuletzt 13 Punkten aus fünf Partien hat sich der FC Barcelona wieder in der Spitzengruppe von La Liga festgesetzt und rangiert aktuell nur noch drei Punkte hinter Real Madrid. Nach diesem erfreulichen und erforderlichen Zwischenspurt in der spanischen Meisterschaft steht für die Katalanen nun das Halbfinalduell in der Supercopa gegen Real Sociedad an (Mittwoch, 21 Uhr, in Deutschland leider nicht im Fernsehen zu sehen). Die Begegnung wird übrigens nicht wie im letzten Jahr in Saudi-Arabien ausgetragen, sondern findet aufgrund der Corona-Pandemie in Spanien statt. Barça und Real Sociedad werden sich im Estadio Nuevo Arcángel in Córdoba gegenüberstehen. 

Real Sociedad in der Krise

Beim Gegner aus dem Baskenland läuft nach einem tollen Saisonstart mit nach einhelliger Meinung dem attraktivsten Fußball der Liga aktuell nicht mehr viel zusammen: Noch im Dezember war Real Sociedad Tabellenführer, einen Monat später stehen die Basken nur noch auf dem 5. Rang und haben sich mit acht Punkten Rückstand und bereits vier absolvierten Partien mehr gegenüber Atlético Madrid wohl aus dem Titelrennen verabschiedet.

Imanol Alguacil sagte noch im November: „Bei uns funktioniert derzeit einfach alles. Es macht Spaß, meiner Mannschaft zuzuschauen.“ Mittlerweile ist dieser Spaß eher Tristesse gewichen, was aber neben dem jungen Durchschnittsalter und den damit einhergehenden Leistungsschwankungen der Mannschaft zum großen Teil an den Ausfällen einiger Schlüsselspieler liegt. 

David Silva zurück im Kader

Einher mit der Sieglosserie geht die Verletzung von David Silva, der vor Saisonbeginn von Manchester City zurück nach Spanien wechselte und einen wichtigen Part in der baskischen Mannschaft einnimmt, nun allerdings schon seit mehreren Wochen aufgrund einer Muskelverletzung ausfällt und von den letzten neun Spielen in der Meisterschaft nur zu zwei Kurzeinsätzen in dieser Zeit kam, ehe er wieder verletzt ausfiel. Immerhin steht Silva gegen Barça am Mittwoch wieder im Kader, könnte somit also zu einem Kurzeinsatz kommen.

In diesem Zeitraum wurde auch Torjäger Mikel Oyarzabal mehrere Wochen schmerzlich vermisst. Der Offensivspieler hat in La Liga schon sieben Tore erzielt und ist damit der gefährlichste Spieler der ‚Txuri-Urdin‘. Womöglich könnte auch Kapitän Asier Illaramendi nach seiner überstandenen Adduktorenverletzung im Duell mit der Blaugrana zu seinem ersten Saisoneinsatz kommen, nachdem er am vergangenen Wochenende in Sevilla erstmals wieder im Kader der Basken stand und der jungen Mannschaft mit seiner Erfahrung nun wieder mehr Stabilität verleihen könnte.

Von den letzten neun Ligaspielen konnte ‚La Real‘ lediglich eines gewinnen (1 Sieg / 4 Unentschieden / 4 Niederlagen). Rechnet man die Resultate in der Europa League dazu, steht für die Mannen von Trainer Alguacil – der jüngst seinen Vertrag verlängert hat – sogar nur ein Sieg in den letzten zwölf Partien zu Buche. Die Form der Basken ist also alles andere als berauschend.

 

Barça mit Rückenwind

Ganz anders ist derzeit die Gemütslage beim FC Barcelona. Nach dem vierten Auswärtssieg in Folge hat sich die Blaugrana wieder in der Spitzengruppe festgespielt und steht zumindest wieder auf einem Champions-League-Platz. Die Katalanen präsentierten sich zuletzt spielfreudig und voller Selbstvertrauen.

Ronald Koeman scheint nun seine ideale Formation (endlich) gefunden zu haben, sowohl in taktischer als auch personeller Hinsicht. Die Defensive hat sich deutlich stabilisiert, offensiv haben die Katalanen ihre Effektivität vor dem Tor verbessert, vor allem Lionel Messi scheint mit dem Beginn des neuen Jahres die Querelen aus dem Sommer hinter sich gelassen zu haben und nähert sich langsam aber sicher wieder seiner Bestform an. Auch Frenkie de Jong, der wohl aktuelle seine beste Zeit seit seinem Wechsel von Ajax zu den Katalanen erlebt, betont vor der Partie: „Wir werden besser, wir trainieren schon die gesamte Saison über sehr hart und ich denke, wir werden uns noch weiter verbessern.“

 

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Araujo fit genug? 

Koeman kann dabei unverändert auf das Personal der letzten Zeit zurückgreifen, außer den Langzeitverletzten Philippe Coutinho, Ansu Fati, Sergi Roberto und Gerard Piqué kann der niederländische Coach aus dem Vollen schöpfen. Überraschenderweise wird auch Ronald Araujo in Córdoba mit von der Partie sein, obwohl er sich am vergangenen Wochenende in Granada beim Aufwärmen wegen Muskelbeschwerden im hinteren Oberschenkel kurzfristig abmelden musste. Insofern könnte der junge Uruguayer durchaus in die Innenverteidigung zurückkehren und Oscar Mingueza oder Samuel Umtiti wieder auf die Bank verdrängen. Letzterer sprang in Granada unerwartet ein, hat nach seiner langen Absenz aber vermutlich nicht innerhalb weniger Tage erneut 90 Minuten im Tank.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Koeman kein Risiko eingehen und daher auf das Duo Clement Lenglet und Oscar Mingueza setzen wird.

Ganz dem Grundsatz entsprechend „never change a winning team“ wird Koeman voraussichtlich nicht groß rotieren und mit der eingespielten Mannschaft im „neuen“ 4-3-3 versuchen, ins Finale der Supercopa am kommenden Sonntag einzuziehen. Nachdem Barça diesen Titel letzte Saison durch ein Halbfinal-Aus gegen Atlético Madrid verpasst hat, möchte de Jong im Supercup-Turnier nun seinen ersten Titel mit der Blaugrana gewinnen: „Die Supercopa ist die erste Trophäe der Saison. Wir freuen uns darauf und haben Lust, diesen Titel zu holen.“ Im Finale würde Barça dann in Sevilla auf den Sieger der Partie Real Madrid gegen Athletic Bilbao treffen, die ihr Halbfinal-Duell am Donnerstagabend austragen. Durchaus möglich also, dass am Sonntag sogar schon der zweite Clásico der Saison auf dem Programm steht.

 

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