Was wird aus Pjanic? Anfragen aus England und Italien liegen offenbar vor

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Miralem Pjanic könnte den FC Barcelona im Sommer nach nur einer Saison schon wieder den Rücken kehren. Der Bosnier spielt unter Trainer Ronald Koeman keine Rolle, soll europaweit aber dennoch Begehrlichkeiten wecken. Anfragen aus England und Italien gibt es offenbar bereits für den Mittelfeldstrategen. Auch eine Rückkehr zu Juventus Turin ist möglich.

Pjanic bei Barcelona: Nur 20 Prozent der Saison absolviert

Er ist ein Flop. Und zwar ein ziemlich teurer. Auf eine Ablösesumme in Höhe von 60 Millionen Euro hatte sich der FC Barcelona vergangenen Sommer mit Juventus Turin geeinigt, um sich die Dienste von Miralem Pjanic zu sichern – wobei die „Alte Dame“ im Gegenzug für Arthur 72 Millionen Euro nach Katalonien überwies, sodass beide Vereine ihre Bilanz frisieren konnten.

Unter Beweis stellen konnte der 31 Jahre alte Bosnier bis dato allerdings nicht im Ansatz, diese Summe wert zu sein. Pjanic blieb im Verlauf der Saison abgesehen von zwei Kurzausfällen verletzungsfrei, kommt aber dennoch nur auf magere 1265 Spielminuten verteilt auf 28 Einsätze (kein Tor, keine Vorlage). Damit erlebte der Mittelfeldstratege lediglich 20 Prozent der bisherigen Spielzeit persönlich auf dem Rasen. Viel zu wenig für jemanden, der bei einem internationalen Top-Klub wie Juventus noch einen Stammplatz besaß.

Anfragen von Inter Mailand und Chelsea?

Trainer Ronald Koeman setzt bei Barça im zentralen Mittelfeld allerdings vielmehr auf Routinier Sergio Busquets, Frenkie De Jong, Pedri oder sogar Ilaix Moriba. Es wäre daher keine große Überraschung, sollte Pjanic nach nur einem Jahr schon wieder das Weite suchen.

Nach Informationen der Sport sei die Marktlage für den 100-fachen Nationalspieler trotz dessen schwieriger Situation bei den Katalanen gut. Demnach würde Pjanic europaweit Interessenten besitzen, beim Namen genannt werden von der Sportzeitung der frischgebackene italienische Meister Inter Mailand und Champions-League-Finalist FC Chelsea. Entsprechende Anfragen seien bereits eingegangen, wird berichtet.

Sogar eine Rückkehr zu Juventus ist vorstellbar. Wie RAC1 berichtet, soll es erste Sondierungsgespräche zwischen den Klubs bezüglich eines erneuten Tauschdeals gegeben haben, bei denen sich Barça nach Rodrigo Betancour erkundigt und im Gegenzug Pjanic angeboten haben soll.

 

Pjanic möchte eigentlich bleiben – wie lange tut er sich die Bank an?

Pjanic selbst soll sich einen Verbleib im Camp Nou grundsätzlich vorstellen können, zumal er erst Ende März betont hatte, er “habe nicht bei Barça unterschrieben, um im darauffolgenden Jahr zu gehen”. Klar dürfte jedoch auch sein: Ewig wird er in der Rolle des Reservisten nicht verharren wollen. Ein mehr als klarer Fingerzeig von Koeman ist seine Spielzeit zuletzt – denn Pjanic kam seit Ende Februar in zehn Spielen in Folge überhaupt nicht mehr zum Einsatz (in zwei Partien fehlte er angeschlagen).

Nach Angaben der Sport würde Barça dem Mittelfeldregisseur keine Steine in den Weg legen, was auch mit dessen hohem Gehalt zusammenhängt. Dem Vernehmen nach sei ein Leihgeschäft im Fall der Fälle aber erst einmal am wahrscheinlichsten, bei dem der aufnehmende Klub zumindest einen Teil des Salärs übernehmen würde. Konkretere Gespräche soll es nach dem Saisonende geben. Vertraglich an die Blaugrana gebunden ist Pjanic noch bis zum 30. Juni 2024.

 

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist
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