Xavis “Traum” geht wohl erst im Sommer in Erfüllung

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Berichten zufolge wollte der FC Barcelona Xavi Hernández direkt als Trainer verpflichten, Ernesto Valverde stand demnach vor dem sofortigen Aus. Die Gerüchteküche brodelte, fast stündlich gab es neue Entwicklungen. Nun heißt es, Xavi hätte Barça abgesagt. Für den Moment. 

Die Gerüchteküche brodelt(e). Täglich, teilweise stündlich, gab es neue Wasserstandsmeldungen über die etwaige Rückkehr Xavis zum FC Barcelona. Das Treffen zwischen Sportdirektor Eric Abidal und Geschäftsführer Oscar Grau mit Xavi in Katar ist dabei verbrieft, das haben sowohl der Al-Sadd Sport Club, Xavis Verein, als auch die Barça-Vereinslegende selbst zugegeben.

Xavi: “Habe Abidal getroffen”

“Ja, Abidal ist mein Freund, ich habe ihn viele Male getroffen”, bestätigte der Trainer-Novize dabei auf einer Pressekonferenz, doch Details der Gespräche wollte er verständlicherweise nicht darlegen: “Ich kann nichts weiter dazu sagen. Ich respektiere Al-Sadd.” Auf die Nachfrage eines Journalisten, ob es konkrete Verhandlungen in dem Meeting gegeben habe, sagte Xavi ausweichend: “Nein, nein, nein, nein. Ich kann nichts sagen. Sie waren hier, um mit mir zu reden. Wir haben über vieles geredet.”

Gleichzeitig gab der ehemalige Mittelfeldakteur aber zu, dass den FC Barcelona zu trainieren sein Wunsch wäre: “Ich kann nicht leugnen, dass es mein Traum ist, Barcelona zu trainieren, das habe ich viele Male in vielen Interviews gesagt. Jeder weiß, dass ich Barcelona von ganzem Herzen unterstütze, also ja, es ist ein Traum von mir.” 

 

In Spanien überschlug sich die Berichterstattung darüber natürlich. Anfänglich hieß es, es handle sich bei dem Treffen in Katar nur um eine informelle Unterhaltung, um erste Sondierungsgespräche. Später berichtete die spanische Presse, Barça hätte Xavi den Trainerposten angeboten – ab sofort. In mehreren Presseberichten hieß es, Abidal und Grau wollten Xavi davon überzeugen, jetzt sofort das Traineramt der Katalanen zu übernehmen. Demnach stand Ernesto Valverde vor dem sofortigen Aus, alles hing davon ab, wie sich der ehemalige Mittelfeldspieler entscheiden würde.

Medien: Xavi sagt Barça ab

Nun heißt es unter anderem bei TV3, Catalunya Radio und der SPORT übereinstimmend, dass Xavi sich entschieden hätte: Gegen ein sofortiges Engagement. Der 39-Jährige bevorzuge eine Übernahme im Sommer, der Zeitpunkt jetzt inmitten der Saison sei alles andere als ideal. Xavi möchte erst die Saison bei Al-Sadd beenden, statt in einer Hauruck-Aktion Barça mitten in der Saison zu übernehmen.

Ferner heißt es, er wollte keine Vereinbarung mit dem FC Barcelona eingehen, solange dieser sich noch nicht von Ernesto Valverde getrennt hätte – eben aus Respekt vor dem Trainer der Blaugrana. “Ich respektiere Barcelona, ich respektiere Valverde und ich respektiere meinen Klub”, beteuerte Xavi auf der Pressekonferenz mehrmals und schob hinterher: “Ich konzentriere mich auf Al Sadd. Ich freue mich, Al Sadd zu coachen.”

Der Wechsel auf der Trainerbank von Valverde zu Xavi, er muss also bis Sommer warten – Stand jetzt. Valverde bleibt also (vorerst?) im Amt, am Montag wird er wie immer das Training der Blaugrana leiten. Gleichzeitig tagt beim FC Barcelona der Vorstand. Doch die Sitzung ist schon seit Wochen einberufen, das Timing soll also Zufall sein. Nichtsdestotrotz wird das Gremium sicherlich über die Weiterbeschäftigung Valverdes beraten, dessen Position und Ansehen durch das Meeting mit Xavi und die Berichterstattung der letzten Tage heftig untergraben wurde.

Was Valverde von der ganzen Angelegenheit hält, ist nicht überliefert. Erfreut dürfte er nicht sein.

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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